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Umfrage unter Kreisliga-Abteilungsleitern

„Die alte Liga war attraktiver“: Meinungen über die Autobahn-Kreisliga gehen weit auseinander

Das Duell zwischen dem SV Amerang und dem TuS Bad Aibling fand in der vergangenen Saison noch statt, in der kommenden Spielzeit sind die beiden Mannschaften getrennt.
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Das Duell zwischen dem SV Amerang und dem TuS Bad Aibling fand in der vergangenen Saison noch statt, in der kommenden Spielzeit sind die beiden Mannschaften getrennt.

Die Einen freuen sich auf neue Herausforderungen, die Anderen beschweren sich über fehlende Derbys: Die Meinungen über die neue Kreisliga-Einteilung könnten unterschiedlicher nicht sein.

Von Marinus Obermaier

Rosenheim – Seit bald 20 Jahren sieht die Kreisliga-Landkarte im Fußball-Kreis Inn/Salzach annähernd gleich aus: im Westen spielt die Gruppe 1, im Osten die Gruppe 2. Das wird sich aber in der kommenden Saison grundlegend ändern, denn die Autobahn-Liga kommt. Statt einer West-Ost-Trennung wird es grundsätzlich eine Nord-Süd-Trennung geben. Dadurch werden Mannschaften, die Jahre lang gegeneinander gespielt haben, auseinandergerissen. Derbys, die seit Jahren als Highlights für Vereine gelten, verschwinden aus dem Spielplan. So wird es zum Beispiel das Spiel zwischen dem SV Westerndorf und dem TSV Bad Endorf, das in der vergangenen Saison noch in der Bezirksliga stattfand, nicht mehr geben. Auch das zuschauerträchtige Duell zwischen Bad Aibling und Emmering fehlt. Die OVB-Sportredaktion hat deshalb nachgehakt und die Meinung zur neuen Einteilung von sechs Kreisliga-Abteilungsleitern eingeholt.

„Die alte Liga war attraktiver“

Torben Gartzen, Abteilungsleiter SV Westerndorf, Kreisliga 1: „Ich bin nicht so zufrieden. Die alte Einteilung war cool. Es gab viele interessante Derbys, die jetzt fehlen. Die Liga hat attraktive Mannschaften verloren. Vor allem Emmering und Edling finde ich schade, gegen die habe ich gerne gespielt. Auch die Fahrten sind sehr weit, für uns teils sogar weiter als letztes Jahr in der Bezirksliga. Ich freue mich aber auf die Spiele gegen die Mannschaften aus der Region wie Bad Aibling oder Großholzhausen. Es ist auch schön, dass Schloßberg wieder da ist. Allgemein hätte ich aber lieber die andere Einteilung wieder. Ich finde, die alte Liga war attraktiver. Es hätte nicht sein müssen, aber da muss man jetzt mit leben.“

Thomas Mühlbauer, Abteilungsleiter ASV Großholzhausen, Kreisliga 1: „Die neue Einteilung ist ungewohnt, ich finde die Aufteilung aber nicht negativ. Es ist eine gute Mischung und auch interessant, mal gegen neue Mannschaften zu spielen. Die Fahrtwege sind fast gleich und auch wenn ein Weg mal weiter ist, dann ist das halt so. Auf welche Spiele ich mich besonders freue, kann ich jetzt aber noch nicht sagen.“

„Schön, auch mal neue Anlagen kennenzulernen.“

Stefan Sollinger, Abteilungsleiter ASV Au, Kreisliga 1: „Die Einteilung ist mal etwas neues, so eine Aufteilung hatten wir ja noch nie. Es sind teilweise weite Fahrten und auch die Derbys werden weniger. Spiele gegen Großholzhausen oder Westerndorf mit Trainer Pritzl sind aber schon besonders. Wir freuen uns auch darauf, wieder nach Schönau zu fahren. Dort haben wir vor wenigen Jahren Relegation gespielt. Es werden ein paar schöne Fahrten werden und es ist schön, auch mal neue Anlagen kennenzulernen.“

Kein Bezug zu den Gegnern

Philipp Kleinekathöfer, Abteilungsleiter TSV Bad Endorf, Kreisliga 2: „Wir sind als Verein mit der Einteilung nicht zufrieden. Die Liga wurde so aufgeteilt, dass uns die Rosenheimer Derbys fehlen. Mit Amerang und Prien haben wir nur noch zwei Derbys, wir hätten aber auch gerne gegen Westerndorf oder Schloßberg gespielt. Die Mannschaften in unserer Liga sind groß verteilt. In der A-Klasse, wo unsere zweite Mannschaft spielt, haben sie es sensationell gemacht. Das ist mit unter anderem Prutting, Halfing und Eggstätt eine richtige Derby-Liga. In der neuen Kreisliga kennt man fast keine Mannschaft, man hat keinen Bezug zu den Teams. Spiele gegen Westerndorf, wo man zum Beispiel auf unseren alten Trainer Franz Pritzl treffen würde, sind viel interessanter, auch für die Fans. Bei so weiten Auswährtsfahrten fahren dann auch nicht so viele Anhänger mit. Aber man kann es ja nicht jedem Recht machen, jetzt ist es eben, wie es ist. Highlights sind für uns auf alle Fälle die beiden Derbys gegen Prien und Amerang.“

„Die neue Einteilung ist gewöhnungsbedürftig.“

Stefan Eck. Abteilungsleiter DJK-SV Edling, Kreisliga 2: „Die Einteilung ist in Ordnung. Es ist mal eine Abwechslung, gegen neue Mannschaften zu spielen. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Spiele gegen die Neulinge. Das einzige Problem sind nur die weiten Fahrten: Auswärtsspiele beanspruchen dann einfach noch mehr Zeit als davor.“

Andrea Fischer, Abteilungsleiterin TuS Prien, Kreisliga 2: „Die neue Einteilung ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig. Wir sind nicht wirklich begeistert, aber sehen das auch nicht negativ. Wir wissen, wie schwer es die Verantwortlichen hatten, eine neue Einteilung zu erstellen – und Prien wird schon immer ein bisschen hin- und hergeschoben. Es ist für uns okay. Wir kennen auch ein paar Vereine und freuen uns vor allem auf Aschau und die Duelle gegen Bad Endorf und Emmering. Natürlich ist die Brisanz allgemein nicht so hoch, aber es ist eine neue Herausforderung, gegen unbekannte Teams zu spielen, über die man mal nicht schon vorher alles weiß.“