Kreisligist verpflichtet Ex-Nationalspieler

Trainerhammer in Prien: Der "verlorene Sohn" kehrt heim

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Maximilian Nicu wird neuer Trainer beim TuS Prien.

Prien am Chiemsee - Kurz vor dem Top-Duell gegen den SV Westerndorf am Freitagabend kann der TuS Prien bereits zwei personelle Neubesetzungen für die kommende Saison 2018/2019 verkünden.

Nach dem Trainerwechsel Anfang letzter Woche war die Priener Abteilungsleitung nicht untätig und kann schon jetzt die neuen Verantwortlichen an der Seitenlinie ab Sommer vorstellen: Maximilian Nicu, der kürzlich sein Karriereende zum Ende der laufenden Saison als Profifußballer bekannt gegeben hat, leitet in Zukunft die Geschicke der 1. Mannschaft der Chiemseekicker. Ganz besonders freut sich Nicu über die Zusammenarbeit mit Michael Hartl, der seit letzter Woche als Interimscoach der 1. Mannschaft fungiert, und dem neuen Trainer in der neuen Spielzeit als Co-Trainer zur Verfügung stehen wird.

Für Abteilungsleiterin Andrea Fischer ist das neue Trainerduo „das Beste was dem TuS in der jetzigen Situation passieren konnte“. „Michi Hartl kennt in Prien jeden Rasenhalm in- und auswendig und hat sich in den letzten zehn Jahren für viele Projekte engagiert und Strukturen geschaffen. Maxi Nicu hat beim TuS schon lange „Legendenstatus“ erreicht und wir können sicherlich nicht nur im sportlichen Bereich enorm von seinen langjährigen Erfahrungen profitieren. Mit ihm kommt ein ehemaliger Jugendspieler in den Verein zurück, der den Sprung in den Profibereich geschafft hat und somit auch als Vorbild für viele unserer 180 Kinder und Jugendspieler dienen kann. Ich freu mich narrisch auf die Zusammenarbeit mit den beiden in den nächsten zwei Jahren.“

Nicu mit zahlreichen Bundesliga- und Länderspielen

Damit schließt sich für den Deutsch-Rumänen der Kreis, der sich jetzt besonders darauf freut wieder öfter in Prien zu sein und alte Gesichter- auch aus seiner Kindheit- wiederzusehen. Nicu wurde am 25. November 1982 in Prien am Chiemsee geboren, beim TuS spielte er bis ins Jahr 1994 und wechselte dann zum TSV 1860 Rosenheim. 1997 schloss er sich der SpVgg Unterhaching und bestritt bis 2004 37 Zweitligaspiele für die Hachinger. Über die Stationen Rot-Weiß Erfurt, SV Wehen Wiesbaden und Wacker Burghausen schaffte Nicu den Sprung zu Hertha BSC Berlin in die Bundesliga.

In der Hauptstadt spielte der Mittelfeldspieler zwei Jahre, absolvierte insgesamt 43 Bundesligaspiele und kam elf Mal im Europapokal zum Einsatz. In dieser Zeit folgte dann auch die erste Berufung in die rumänische Nationalmannschaft, der drei Länderspiele folgten. Von der Hertha wechselte er innerhalb der Bundesliga zum SC Freiburg. Für die Breisgauer spielte Nicu 27 Mal in der höchsten deutschen Spielklasse. Von dort aus führte ihn seine Reise im Januar 2012 zum TSV 1860 München, wo er bis 2013 unter Vertrag stand. Nach insgesamt einem Jahr in Cluj (Rumänien) und Limassol (Zypern) kam Nicu nach Deutschland zurück und schloss sich dem SV Elversberg 07 an. Seit 2015 steht er wieder bei der SpVgg Unterhaching unter Vertrag, wo er als Leistungsträger in der Saison 2016/2017 den Aufstieg in die 3. Liga feiern konnte.

"Damit schließt sich für mich der Kreis"

Nun kehrt Nicu also zurück an seinen Geburtsort. „Ausschlaggebend für das neue Engagement und meine Rückkehr zum TuS, sind auf der einen Seite die langjährigen privaten Kontakte und die Verbundenheit und Verwurzelung zu meinem Geburtsort und auch zu meinem Heimatverein - bei dem ich in den letzten Jahren auch immer mit einem Auge dabei war. Für mich schließt sich damit der Kreis nach meiner Profikarriere.“ so der zukünftige Trainer.

Besonders reizvoll findet Nicu an seiner Verpflichtung die erste Station als Trainer generell und die Möglichkeit seine Erfahrungen auf und neben dem Platz, die er in 17 Jahren Profikarriere auf verschiedenen Niveaus in Europa gesammelt hat, weitergeben und den Priener Jungs weiterhelfen zu können. „Auch der Wechsel vom Feld an die Seitenlinie wird eine interessante Erfahrung werden, auf die ich sehr gespannt bin.“ so Nicu im Gespräch.

„Positiv beeindruckt hat mich die ordentliche und gut strukturierte Organisation der Abteilung und das super Sportgelände in Prien, das für diese Liga wohl überdurchschnittlich ist. Und auch von der Mannschaft habe ich einen sehr positiven Eindruck gewinnen können. Hier erwartet mich ein spielerisch starkes, ehrgeiziges und lernwilliges Team.“, so der neue Trainer auf die Fragen, welche Eindrücke er von seinem neuen Verein bereits gewinnen konnte.

Pressemitteilung TuS Prien

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