Der Kreisligist freut sich auf Heimspiele vor Zuschauern

Jahresrückblick mit dem TSV Emmering: „In der Not wird man erfinderisch“

TSV Emmerings zweiter Vorstand Manuel Seldmaier.
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Emmerings zweiter Vorstand Manuel Seldmaier freut sich über die Rasensanierung und das neue Flutlicht.

Emmering - Die Fußballvereine aus der Region standen 2020 vor großen Herausforderungen. beinschuss.de hat beim Kreisligisten TSV Emmering nachgefragt, wie der Verein auf das bisherige Jahr zurückblickt, wie sich die Corona-Pandemie auswirkt und welche Wünsche der Klub für 2021 hat.

Ein besonderes Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Die Corona-Pandemie wirkte sich auch auf die Fußballvereine aus der Region aus und stellte diese vor große Herausforderungen. beinschuss.de blickt mit den Klubs aus der Region auf das vergangene Jahr zurück und fragte nach, wie sehr sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Verein bemerkbar machen und ob es trotzdem schöne Momente gab. Zudem blicken wir auf 2021 und die Klubs verraten, was sie sich für das kommende Jahr wünschen.

TSV Emmering: „Endlich erstrahlt das Pfarrbachstadion im hellen LED-Licht“

Nun beantwortete Manuel Sedlmaier, 2. Vorstand des Kreisligisten TSV Emmering, die Fragen von beinschuss.de:

Hallo Herr Sedlmaier, 2020 neigt sich dem Ende entgegen. Wie lautet aus Sicht eures Vereins die Bilanz des doch sehr besonderen Jahres?
Manuel Sedlmaier: Hätte jemand vor zwei Jahren zu mir gesagt, dass wir ein Jahr kein Fußball mehr spielen dürfen, hätte ich diesen für verrückt erklärt. Sportlich lief es beim TSV Emmering sehr gut in den letzten Jahren, was auch erst durch die große Unterstützung der vielen Fans möglich war. Welchen Stellenwert der Fußball in Emmering hat, zeigte sich nach dem Lockdown, wo die Fans vor lautet Entzug ein Training anschauen wollten, was aber zu diesem Zeitpunkt nicht erlaubt war.
Wie wirkt sich die lange Aussetzung des Trainings- und Spielbetriebs auf euer Vereinsleben, auch hinsichtlich möglicher Abmeldungen von Mitgliedern, aus?
Sedlmaier: Für den einen oder anderen Spieler in Sachen Fitness und Körpergewicht wirkt sich das sicher nicht gut aus. Von Abmeldungen sind wir eigentlich verschont geblieben, wobei ich hier auch meinen großen Dank an die Jugendleiter und natürlich Jugendtrainer richten möchte, die ihre Jungs zusammenhalten! Und dass natürlich die Jugendlichen in der schweren Zeit nicht aufgeben, sondern trotzdem am Ball bleiben.
Das Thema „Finanzen“ ist im Profibereich allgegenwärtig. In eurem Verein auch?
Sedlmaier: Ich denke dieses Thema ist bei allen Vereinen allgegenwärtig, wenn auch nicht in so hohen Summen wie im Profibereich. Wir hatten dieses Jahr keine Einnahmen von den Eintrittskarten oder von der Vereinswirtschaft, was für uns als kleiner Verein doch sehr wichtig ist. Auch im Januar können wir unsere traditionelle Christbaumversteigerung nicht machen, aber in der Not wird man erfinderisch und wir haben für unsere Mitglieder die Aktion „Tombola“ statt Christbaumversteigerung ins Leben gerufen. Hier kann sich jeder auf unserer Homepage Lose kaufen. Die Auslosung der Preise findet dann per Videokonferenz am 5. Januar gegen 18 Uhr statt. Sollte sich die Lage aber nicht ändern, wird es für viele Vereine eine noch größere Herausforderung werden.
Gab es für euch als Verein in diesem Jahr schöne Momente? Wenn ja welche?
Sedlmaier: In Emmering gab es in diesem Jahr zwei schöne Momente. Zum einem die Rasensanierung und natürlich unser neues Flutlicht. Endlich erstrahlt das Pfarrbachstadion im hellen LED-Licht.
Wie habt ihr im Verein den Re-Start im September erlebt?
Sedlmaier: Gab es einen Re-Start? Nein Spaß beiseite, leider konnten wir von dem Re-Start nicht viel genießen, da wie bekannt viele Spieler in Quarantäne mussten.
Stehen im kommenden Jahr im Verein besondere Highlights oder Feste an, solange die Corona-Pandemie dies zulässt?
Sedlmaier: Das größte Highlight in Emmering wird sein, endlich wieder vor Zuschauern spielen zur dürfen und den Fans einen „gewohnten“ Heimspielsonntag zu ermöglichen.
Welche sportliche Ziele habt ihr als Verein im Herren- und Jugendbereich für das kommenden Jahr?
Sedlmaier: Unsere 1. Mannschaft möchte auf jeden Fall oben mitspielen und sich einen guten Tabellenplatz sichern. Unsere 2. Mannschaft befindet sich im Aufstiegsrennen zur A-Klasse und möchte diesen im kommenden Jahr perfekt machen.
Zum Abschluss: Welche Wünsche habt ihr aus Sicht des Vereins für das Jahr 2021?
Sedlmaier: Dass wieder die Normalität zurückkehrt und wir wieder unseren geliebten Sport nachgehen dürfen. Der TSV Emmering wünscht allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr und vor allem „Gsund bleim“!
Herr Sedlmaier, vielen Dank für das Interview.

ma

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