Die kommenden Partien mussten abgesagt werden!

„Jetzt hat es uns erwischt“: 15 Spieler des TSV Emmering in Quarantäne!

Ein Fußball der einen Mundschutz umgebunden hat.
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Amateurfußball in der Corona-Krise

Emmering - 15 Spieler aus der 1. und 2. Mannschaft des TSV Emmering befinden sich für zwei Wochen in Quarantäne, weil ein positiv getesteter Spieler noch am Donnerstag im Training war. Nun mussten die kommenden Partien abgesagt werden. Die ersten kritischen Stimmen innerhalb des Teams kommen auf.

Jetzt hat es auch uns erwischt“, schreibt der TSV Emmering auf seiner Instagram-Seite. Weil ein am Wochenende auf Corona positiv getesteter Spieler aus der 2. Mannschaft noch am Donnerstag im Mannschaftstraining war, müssen etwa 15 Spieler beider Herrenteams für zwei Wochen in Quarantäne. Diese dauert bis 1. Oktober. „Das heißt also: der so lang erwartete Restart muss für beide Mannschaften noch einmal verschoben werden und es kann frühestens wieder Anfang Oktober gespielt werden“, so der Kreisligist weiter.

Sedlmaier: „Am Sonntag sind wir noch zu einer Corona-Teststation gefahren

Der positiv getestete Spieler zeigte keinerlei Symptome und wurde nur zufällig getestet. „Er hat eine neue Arbeit begonnen und musste sich vom neuen Arbeitgeber aus testen lassen“, sagt 2. Vorstand Manuel Sedlmaier auf Nachfrage von beinschuss.de. „Als wir die Nachricht am Wochenende erhalten hatten, sind wir sofort am Sonntag selber noch an eine Corona-Teststation auf der Autobahn gefahren. Da waren alle Tests negativ.“ Nun müssen die Spieler in einigen Tagen noch einen zweiten Test beim Landratsamt Ebersberg machen.

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+++Emmeringer Herrenmannschaften in Quarantäne – Kommentar zu den Corona Regelungen+++ Jetzt hat es auch uns erwischt. Ein Spieler aus der Emmeringer Zwoaten wurde am Wochenende positiv auf Corona getestet. Da besagter Spieler am Donnerstag noch im Training war, muss nahezu der komplette Emmeringer Kader für insgesamt zwei Wochen in Quarantäne. Heißt also der so lang erwartete Restart muss für beide Mannschaften noch einmal verschoben werden und es kann frühestens wieder Anfang Oktober gespielt werden. Das Ganze veranlasst uns einen Kommentar zur Thematik abzugeben. Bisher sind wir intern davon ausgegangen, dass ein negativer Test ausreicht, um wieder zum Spielbetrieb – und auch ins Arbeitsleben zurückzukehren. Das Gesundheitsamt hat uns aber aufgeklärt, dass dem nicht so ist und auch ein verpflichtend angeordneter zweiter (negativer) Test, nichts an der Quarantäne Zeit von 14 Tagen ändert. Unter diesen Voraussetzungen sehen wir es als komplett unrealistisch an, dass die Spielzeit noch erfolgreich beendet werden kann. Weitere Fälle werden innerhalb der Liga kaum zu verhindern sein und wenn sich dann Mannschaften jedes Mal zwei Wochen aus dem Spiel- und Trainingsbetrieb verabschieden müssen, sehen wir nicht, wie der Spielplan eingehalten werden soll. Darüber hinaus gibt es – verständlicherweise – mannschaftsintern jetzt schon viele Stimmen, die argumentieren, dass sie es sich beruflich nicht leisten können, ein zweites oder gar drittes Mal in Quarantäne zu gehen. Selbstverständlich verstehen auch wir den Punkt der Inkubationszeit. Allerdings empfiehlt auch ein Christian Drosten eine Quarantäne Dauer von 5 Tagen, um einen de-facto-Lockdown zu verhindern und die Verhältnismäßigkeit zu wahren. #grünsticht #coronapause @bfvonline @beinschuss.de @fussballvorort

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Von der zweiwöchigen angeordnete Quarantäne zeigt sich der Klub überrascht. „Bisher sind wir intern davon ausgegangen, dass ein negativer Test ausreicht, um wieder zum Spielbetrieb – und auch ins Arbeitsleben zurückzukehren“, so der TSV weiter. „Das Gesundheitsamt hat uns aber aufgeklärt, dass dem nicht so ist und auch ein verpflichtend angeordneter zweiter (negativer) Test, nichts an der Quarantäne Zeit von 14 Tagen ändert.“ Deshalb glaubt der Kreisligist nun nicht mehr, dass die Saison unter diesen Voraussetzungen noch beendet werden kann, da es weitere Fälle geben wird.

„Können es sich nicht beruflich leisten, erneut in Quarantäne zu gehen“

Auch innerhalb der Mannschaft gibt es bereits erste kritische Meinungen. „Es gibt viele Stimmen, die argumentieren, dass sie es sich beruflich nicht leisten können, ein zweites oder gar drittes Mal in Quarantäne zu gehen“, teilt der Verein mit. „Selbstverständlich verstehen auch wir den Punkt der Inkubationszeit. Allerdings empfiehlt auch ein Christian Drosten eine Quarantäne-Dauer von fünf Tagen, um einen de-facto-Lockdown zu verhindern und die Verhältnismäßigkeit zu wahren.“

Nun mussten die Spiele der beiden Herrenteams für die kommenden zwei Wochen abgesagt werden. Die 1. Mannschaft hätte am kommenden Sonntag gegen den FC Grünthal gespielt, die Zweite wäre auswärts auf den SV Vagen getroffen.

ma

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