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Verärgerung beim Kreisligisten über den Abstieg

„Lassen uns das nicht gefallen”: SV-DJK Kolbermoor prüft Sammelklage gegen BFV

Der SV-DJK Kolbermoor steigt aufgrund der Anwendung des Paragrafen 93 als Tabellenletzter mit einem Quotienten von 0,56 direkt in die Kreisklasse ab.
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Der SV-DJK Kolbermoor steigt aufgrund der Anwendung des Paragrafen 93 als Tabellenletzter mit einem Quotienten von 0,56 direkt in die Kreisklasse ab.

Der SV-DJK Kolbermoor steht durch die Entscheidung vom Dienstag als Absteiger der Kreisliga 1 fest. Darüber gibt es Verärgerung im Lager der Kolbermoorer. “Wir lassen uns das nicht gefallen”, betont Abteilungsleiter Robert Straub gegenüber beinschuss.de. Der Kreisligist prüft jetzt zusammen mit rund 20 Vereinen eine Sammelklage gegen den BFV.

Kolbermoor - Die Nachricht vom Dienstag hat beim Fußball-Kreisligisten SV-DJK Kolbermoor keine Freude ausgelöst. Eine klare Mehrheit von 71,14 Prozent der bayerischen Amateurverein hat sich in einem vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) eingeholten Meinungsbild dafür ausgesprochen, die Saison 2019/21 anhand des Paragrafen 93 mit direkten Auf- und Absteigern abzubrechen. Der BFV-Vorstand folgte anschließende dieser Mehrheitsmeinung.

Kolbermoors Abteilungsleiter Straub: „Der BFV macht es sich sehr einfach“

Damit würden die Kolbermoorer aus der Kreisliga 1 absteigen. Zehn Punkte sammelte der SV-DJK in 18 Ligaspielen, das ergibt einen Quotienten von 0,56. Der Abstand auf den Vorletzten SV Pang, der aufgrund des Wegfalls der Relegationsspiele in der Liga bleiben würde, beträgt 0,23 Punkte.

Die Tabelle der Kreisliga 1 und 2 anhand der Quotientenregel.

“Der BFV macht es sich sehr einfach”, ärgert sich 1. Abteilungsleiter Robert Straub im Gespräch mit beinschuss.de. “Die Meinung der Vereine wurde vorab in eine Richtung gelenkt, denn der Verband hat sehr vor der Aufblähung der Ligen gewarnt und selber das Modell mit Absteiger favorisiert.” Deshalb hat Straub das Ergebnis der Umfrage am Ende wenig überrascht. 

„Wir wollen ein Zeichen setzen“

Dennoch betont der Kolbermoorer Abteilungsleiter, dass diese Lösung ungerecht und unfair sei. “Niemand kann beweisen, dass wir den Abstieg nicht noch sportlich verhindern hätten können”, so Straub. Der SV-DJK hatte sich im Winter noch unter anderem noch mit den Neuzugängen Julien Santana-Mielke, Arno Nahrath, Tim Braun und Dawid Kotarak verstärkt. Der Kreisligist will die Entscheidung vom Dienstag aber nicht einfach so hinnehmen. “Wir lassen uns das nicht gefallen”, betont Straub.

Denn nun prüft der SV-DJK zusammen mit rund 20 anderen Vereinen aus dem Münchner Umland eine Sammelklage gegen die Entscheidung des BFV. “Wir haben einen Anwalt gefunden, der auf Verbandsrecht spezialisiert ist”, betont der Abteilungsleiter. “Wir wollen ein Zeichen setzen, denn die Art und Weise, wie der Verband hier agiert, finde ich nicht richtig.” Dabei geht es dem Verein nicht nur um die eigene Lage, sondern allgemein um die Gerechtigkeit. „Wir sprechen hier nur vom Amateursport“, so Straub.

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“Man kann die Regeln in einem laufenden Wettbewerb nicht einfach verändern“

Vor allem die Einführung des Paragrafen 93 im vergangenen Sommer stößt Straub sauer auf: “Man kann die Regeln in einem laufenden Wettbewerb nicht einfach verändern.” Zwar habe auch der SV-DJK Kolbermoor die Einführung des Paragrafen im vergangenen Sommer vernommen, doch der Kreisligist ging davon aus, dass diese Regelung nicht in der aktuellen Spielzeit, sondern erst für künftige eingesetzt werden soll. “Das ist wie, als ob wir ein Spiel nur noch bis zur 60. Minute spielen und anschließend abbrechen und werten.” Deshalb plädiert Straub dafür, dass die Saison annulliert oder weitergespielt werden soll. 

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Dass der Abstieg Auswirkungen auf der Verein hat, bezweifelt der Abteilungsleiter. “WIr sind eine homogene Einheit, die auch danach noch zusammen bleiben wird.” Für den Abteilungsleiter ist jetzt wichtig, dass die Mannschaften wieder auf den Platz zurückkehren. Straub betont zum Abschluss: “Wir werden das Ergebnis der juristischen Prüfung am Ende akzeptieren.” Man darf gespannt sein, ob das Thema Absteiger den Verband in Zukunft noch beschäftigen wird.


ma

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