Auch 2. Vorstand Thomas Raue hört nach sieben Jahren auf 

Traunreuts Vorstand Tesche tritt ab: "Wollte dem Verein etwas zurückgeben"

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Auf der Jahreshauptversammlung am vergangene Freitag wurden Markus Tesche und Thomas Raue nach sieben Jahren verabschiedet. 

Traunreut - Die beiden Vorstände Markus Tesche und Thomas Raue treten nach knapp sieben Jahren Amtszeit beim TuS Traunreut zurück. Beinschuss.de hat mit Tesche über die Gründe für seinen Rückzug und über die schönste, aber auch schwierigsten Momente gesprochen.

Eine Ära geht beim TuS Traunreut zu Ende. Nach knapp sieben Jahren endet die Amtszeit der beiden Vorstände Markus Tesche und Thomas Raue. Auf der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag wurden beide verabschiedet. Ein kleines Fest mit der Mannschaft soll aber noch folgen, sobald es die Corona-Pandemie zulässt. Dann wollen sich beide gebührend verabschieden. In Zukunft wird sich Christoph Raue um die Belange der Herrenteams kümmern, Sebastian Gorzel dagegen wird für die gesamte Jugendabteilung zuständig sein. Beinschuss.de hat mit Markus Tesche über die Gründe für seinen Rückzug und über besondere Momente gesprochen.

Hallo Herr Tesche, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für ein Interview genommen haben. Nach sieben Jahren treten Sie als 1. Vorstand zurück. Was waren die Gründe für diese Entscheidung?

Tesche: "Ich bin jetzt seit 40 Jahren beim TuS aktiv. Erst habe ich lange selber Fußball gespielt und nach meiner Karriere habe ich direkt den Posten als Abteilungsleiter übernommen. Nun habe ich mich dazu entschlossen, mehr Zeit mit meiner Familie, Privatem und meiner Arbeit zu verbringen. Diese Sachen stehen in nächster Zeit für mich einfach im Vordergrund."

Tesche: "Ich musste auch viele Stunden opfern"

Wie war die Arbeit als 1. Vorstand für Sie?

Tesche: "Es hat sehr viel Spaß gemacht. Ich wollte dem Verein nach meiner Spielerkarriere etwas zurückgeben und ich denke, dass habe ich die vergangene sieben Jahre gemacht. Aber um auch ehrlich zu sein, musste ich auch viele Stunden opfern. Zudem ist es schon der Wahnsinn, auf welche Regeln und Vorschriften man als Ehrenamtlicher heute alles achten muss. Das nimmt aus meiner Sicht Überhand und erleichtert die Arbeit nicht."

Was waren für Sie persönlich die schönste Momente in Ihrer Amtszeit?

Tesche: "Ganz klar: Der Doppelaufstieg im Jahr 2015. Damals stieg unserer 1. Mannschaft in die Bezirksliga auf und die Zweite in die A-Klasse."

Tesche: "Das Nachwuchsleistungszentrum in Traunstein kam uns in die Quere"

Gibt es auch Momente, an die Sie sich nicht gerne erinnern?

Tesche: "Ja natürlich. Als ich angetreten bin, war mein Ziel die 1. Mannschaft in der Bezirksliga zu etablieren und in der Jugend für einen Unterbau zu sorgen. Wir wollten von der A- bis zur C-Jugend in der Kreisliga spielen und unsere Talente an die Herrenteams heranführen. Wir waren auf einem guten Weg, doch dann kam uns das Nachwuchsleistungszentrum in Traunstein in die Quere. Viele begabte Spieler sind daraufhin nach Traunstein gegangenen. Das war ernüchternd für mich, vor allem weil viele gute Spieler nicht zum Zug kamen und dann die Lust am Fußball verloren haben. Außerdem waren Trainerentlassungen für mich immer schwierige Momente. Aber ich bin nie im Streit mit einem Coach auseinander gegangen."

Wird man Sie in Zukunft noch in Traunreut auf dem Fußballplatz sehen?

Tesche: "Ja natürlich werde ich mir noch Spiele der Mannschaft anschauen und auch auf andere Plätzen wird man mich in Zukunft sehen. Ich werde jetzt mindestens ein Jahr Pause machen, ein "Sabbatical" sozusagen. Was danach kommt, wird man sehen. Aber ganz ohne Fußball wird es nicht gehen."

Herr Tesche, vielen Dank für das Interview.

ma



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