Der Spieler-Trainer im Beinschuss-Interview

Mehrings Ex-Coach Beitow: "Habe mir den Abschied anders vorgestellt"

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Nach fünf erfolgreichen Jahren endet für Waldemar Beitow das Kapitel SV Mehring. Der 32-Jährige wechselt als Spieler-Trainer zum Ligakonkurrenten SV Kay.

Mehring/Tittmoning - Waldemar Beitow (32) wurde nach fünf Jahren Anfang Mai beim Kreisligisten SV Mehring freigestellt. Nun übernimmt der Spieler-Trainer das Amt beim SV Kay. Beinschuss.de hat mit dem 32-Jährigen über den Wechsel und seine Zeit beim SVM gesprochen.

Vergangene Woche wurde bekannt, dass Waldemar Beitow am Ende der Saison nicht mehr Trainer des SV Mehring sein wird. Insgesamt coachte der 32-Jährige fünf Jahre den SVM und stieg mit dem Club in den vergangenen zwei Jahren von der A-Klasse in die Kreisliga auf. Nachdem Beitow auf eigenen Wunsch nun bereits im Mai freigestellt wurde, kann der Spieler-Trainer bereits ab sofort seine neue Aufgabe beim SV Kay antreten. Beinschuss.de hat mit Beitow über seine Zeit in Mehring, die Gründe für seinen Wechsel und seine Ziele mit dem SV Kay gesprochen.

Hallo Herr Beitow, vielen Dank, dass Sie sich für das Interview Zeit genommen haben. Die wichtigste Frage vorne weg: Wie gehts es Ihnen?

Waldemar Beitow: “Mir geht es gut, danke der Nachfrage. Ich baue gerade mit meiner Familie ein Haus und da dabei kann ich jetzt viel mithelfen.”

Sie verlassen nach fünf Jahren den SV Mehring. Wie kam es zu dem Wechsel?

Beitow: “Mir wurde zugetragen, dass der Verein hinter meinem Rücken einen neuen Trainer sucht. Als ich davon erfahren habe, war mir klar, dass die sehr erfolgreiche Zeit hier vorbei ist. Für mich gab es dann zwei Optionen: Entweder wechsel ich zum SV Kay oder zu meinem Ex-Verein FC Perach.

Warum haben Sie sich am Ende für den SV Kay entschieden?

Beitow: “Der SV hat schon länger nach einem neuen Trainer gesucht, da der aktuelle Coach (Wolfgang Obermeier Anm. d. Red.) nur interimsweise bis zum Sommer übernommen hat. Außerdem kenne ich den Verein und manche Spieler bereits, da ich auch selber oft gegen den SV Kay gespielt habe. Das Team ist ein eingeschworener Haufen, die Jungs machen beinahe alles miteinander. Die Gespräche mit den Verantwortlichen vom SV Kay verliefen sehr positiv und dann wurde mir schnell bewusst, dass ich das machen möchte.

Kommen wir zurück auf Ihren Ex-Verein. Sie waren fünf Jahre beim SV Mehring. Wie bewerten Sie die Zeit?

Beitow: “Ich bin dem Verein sehr dankbar. Ich habe mit 28 Jahren die Chance bekommen, als Spieler-Trainer dort zu arbeiten. Das ist nicht selbstverständlich. Die fünf Jahre waren sensationell, ich habe zwei Aufstiege mitgemacht. Das war brutal geil. Für mich war die Zeit sehr schön.”

Was war besonders an der Mannschaft, dass der zweimalige Aufstieg geklappt hat?

Beitow: “Die Mischung hat sehr gut gepasst. Wir haben viele junge hungrige Spieler in der Mannschaft gehabt. Manche sind aus der A-Jugend von Burghausen gekommen und die wollten einfach Erfolg haben. Zudem hatten wir noch erfahrene Spieler im Kader. Andreas Unterhuber beispielsweise war der Kopf der Truppe, der die Jungen geführt hat.

Sie haben bereits angesprochen, dass der Vorstand am Ende hinter ihrem Rücken nach einem neuen Trainer gesucht hat. Verlief die Trennung am Ende nicht so einvernehmlich?

Beitow: “Nein das würde ich nicht sagen. Natürlich hätte man die Situation auch anders lösen und mit mir sprechen können. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und hätte mir eventuell auch vorstellen können, noch ein bis zwei Jahre selber beim SV Mehring zu spielen und nebenbei Co-Trainer zu sein. Aber am Ende haben wir uns im Guten getrennt und ich fahre gerne wieder hin.”

Fühlen Sie sich auch etwas um einen möglichen dritten Aufstieg in Folge gebracht?

Beitow: “Natürlich habe ich mir den Abschied anders vorgestellt und das tut am Ende schon weh. Aber Fußball ist halt ein Drecksgeschäft manchmal. Aber ich bin auch nicht der Alleinherrscher in Mehring gewesen. Ich habe zwar meinen Teil dazu beigetragen, aber der Großteil des Erfolges gehört der ganzen Mannschaft. Das Team ist gut und wenn sie zusammenbleiben, können sie in der Zukunft noch einiges erreichen. Das würde ich ihnen gönnen.”

Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass der Spielbetrieb bis mindestens 31. August ruht. Hatten Sie dennoch schon Kontakt zur Mannschaft?

Beitow: “Nein bislang noch nicht. Ich hatte aber schon einigen Kontakt zur Abteilungsleitung gehabt. Ich habe nur Vorgaben gegeben, was das Team in den nächsten Wochen sportlich machen soll, wie beispielsweise Konditionstraining. Ich bin gespannt, wie und wann es mit Fußball wieder weitergeht.”

Welche sportlichen Ziele haben Sie mit ihrem neuen Verein?

Beitow: “Für mich persönlich ist immer das Maximum das Ziel. Ich will das bestmögliche erreichen und das ist nun mal der Aufstieg Dieses Ziel ist ein Ansporn für mich.”

Haben Sie bereits Ziele im Kopf, die Sie als Trainer erreichen wollen?

Beitow: “Das ist schwer zu sagen. Zunächst möchte ich meine Trainerschein absolvieren. Alles weitere wird man sehen, auch wie das mit meiner Familie zu vereinbaren ist.”

Danke für das Interview.

ma




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