Kantersieg: Hammerauer Sonntagsspaziergang

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HAMMERAU (schl) – Hatten die Hammerauer Kicker mit dem Kreisliga-Aufsteiger TSV Siegsdorf eigentlich eine kampfstarke Mannschaft erwartet, so sahen die 200 Zuschauer gestern Nachmittag bei bestem Fußballwetter einen relativ gemütlichen Sonntagsspaziergang der Clubspieler. Frühzeitig wurden die Weichen zum 15. Saisonsieg gestellt und am Ende kamen die Gäste mit der 1:5-Klatsche noch einigermaßen glimpflich davon.

 

Selbst als die Truppe von Brane Aleksic phasenweise das Tempo stark  herausnahm und vor allem im Schlussdrittel gleich mehrere Gänge zurückschaltete, blieben die FCler, die auf die verletzten Akteure Erwin Haas (Innenbandriss am rechten Knie) und Francesco Parillo (Meniskusschaden) verzichten mussten, jederzeit  überlegen.

 

Bereits unmittelbar nach dem Anstoß enteilte auf dem rechten Flügel Matej Kovac und prüfte mit einem satten Flachschuss TSV-Keeper Fabian König, der den Ball gerade noch um den Pfosten drehen konnte. Es dauerte aber nur vier Minuten, dann lieferte der Franzose Lucas Dillenbourg ein technisches Kabinettstückchen, indem er sich mit einem Kopfballheber über seinen verblüfften Gegenspieler Alexej Uebler das Leder maßgerecht vorlegte zum 1:0-Abschluss.

 

Weiterhin rollte ein Hammerauer Angriff nach dem anderen auf das TSV-Gehäuse. Ein Klasse-Pass von Julian Galler brachte Stefan Eisenreich perfekt in Schussposition. Goalie König wehrte kurz ab, den Nachschuss donnerte Norbert Heudecker in den zweiten Stock. Allein die 11. Spielminute war das Eintrittsgeld wert, als „Speedy“ Manuel Weiß  mit einem wunderbaren Diagonalpass Dillenbourg bediente und dieser mit einem spektakulären Volley-Seitfallzieher vom halblinken Sechzehnereck nicht nur das 2:0 sondern unter Sonderbeifall das „Tor des Monats“ in die TSV-Maschen hämmerte.

 

Seiner Linie treu blieb Schiedsrichter Martin Gasteiger (Brannenburg) das insgesamt betont faire Geschehen laufen zu lassen, auch wenn die Beinattacke von hinten an Heudecker im Sechzehner durchaus einen Elfermeter berechtigt hätte. Gasteiger, der keinen einzigen Gelbkarton zücken musste,  entschied lediglich auf Eckball, welcher von Weiß auf den langen Pfosten von Andi Högler nur knapp vorbeigeköpft wurde. Dann rasierte ein Galler-Freistoß aus 25 m flach  fast den rechten Pfosten. Dem vom Club ausgeübten Druck hielten die Gäste auf die Dauer nicht weiter stand; In der 35. Minute lieferte Kovac einen phänomenalen Pass  auf Julian Galler, der die zügige Ballstafette mit dem 3:0 abschloss. Beinahe wäre der in der 41. Minute für den verletzten Heudecker eingewechselte  David Rehrl mit dem ersten Ballkontakt zum Torerfolg gekommen, als er seinen Bewacher geschickt umspielte, aber dann die Kugel über die Latte jagte.

 

Drei Minuten nach dem Pausentee waren offenbar noch nicht alle FC-Akteure gedanklich im Spiel, denn auf der rechten Seite „verhungerte“ eine Ballrückgabe zum ungeprüften Torwart Sebastian Bayer, der sich plötzlich dem nachsetzenden Alexander Mayer gegenübersah und in diesem Direktduell das Nachsehen zum 3:1-Gegentor bekam. Wer nun ein energisches Aufbäumen der Gäste erwartete, wurde enttäuscht. Als gar in der 52. Minute Galler die Siegsdorfer Abwehr schwindlig spielte und zum 4:1 einschoss, sah sich TSV-Coach Helmut Felber genötigt, sich selber einzuwechseln. Genützt hat`s freilich nicht viel, denn die Hammerauer spielten mit dem Staffelneuling weiterhin Katz und Maus. Aus einer Vielzahl von Chancen, an der nahezu die gesamte Vorderreihe beteiligt war und sich auch Verteidiger Stefan Kriechbaumer eine riesige Gelegenheit bot, die auf der Torlinie abgewehrt wurde, gelang der Heimelf „nur“ noch eine Ergebniserhöhung zum 5:1 (65.). Ausgangspunkt war ein von Rehrl ausgeführter weiter und hoher  Eckstoß von der rechten Seite. Kovac kam ans Leder und fackelte nicht lange. Dass die eine oder andere Möglichkeit leichtfertig, auch manchmal mit Pech vergeben wurde, sei dem Siegerteam an dieser Stelle nicht nachtragend anzulasten.

 

Bei den Gästen regte sich eigentlich  etwas mehr Widerstand auf Ergebnisverbesserung in den letzten acht Minuten. Da wurde Bayer erstmals bei einem 18-m-Schuss von Felix König  gefordert und Stefan Walcher versuchte es  aus 25 m mit einem relativ weit über die Latte vergebenen Verzweiflungsschuss. Als sich Michael Huber auf der linken Strafraumseite durchsetzte, verdribbelte er sich letztlich, bezeichnend für das laue Frühlingslüftchen, das die Mannschaft des TSV Siegsdorf auf dem FC-Sportplatz  „ausstrahlte“. Im Endeffekt war es für den nunmehr wieder auf den zweiten Platz aufgerückten FC Hammerau (zählergleich mit Spitzenreiter TuS Traunreut, der aber ein Spiel weniger aufweist) ein lockerer Sieg. Am kommenden Sonntag beim SV Oberteisendorf wird der Club dann wesentlich anders gefordert sein, um das spannende Titelrennen mit den ebenfalls siegreichen TuS Traunreut und TSV Bad Reichenhall fortsetzen zu können.

 

Pressemitteilung FC Hammerau

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