SV 1966 Kay - TSV 1888 Waging am See 0:1

Seerosen siegen im Topspiel in Kay

+
Veit Gröbner und seine blaugekleideten Waginger behielten im Kreisliga-Topduell in Kay die Oberhand.

Kay - Fast 300 Zuschauer wollten das Topspiel der Kreisliga 2 zwischen dem heimischen SV 1966 Kay und den Gästen vom TSV 1888 Waging miterleben. Der TSV schaffte es in einer hart umkämpften Begegnung den Kayern die erste Heimniederlage der Saison zuzufügen. Bei kaltem Herbstwetter entschied ausgerechnet der Ex-Kayer Stefan Mühlthaler die chancenarme Begegnung zu Gunsten der Seerosen.

Der TSV Waging hatte sich für Freitagabend viel vorgenommen und wollte seinen mitgereisten Fans, im Derby gegen Kay, eine gute Leistung bieten. Wagings Trainer Ali Gezer musste auf Dennis Baumgartner, Niki Maier (beide verletzt) und Andi Siegel (Studium) verzichten - konnte aber ansonsten mit einem starken Kader und fünf Ergänzungsspieler anreisen. Für Kay standen die beiden Ex-Waginger Michael Fuchs und Bruno Tschoner im Aufgebot - für Waging spielte der Ex-Kayer Stefan Mühlthaler von Anfang an.

Aus Sicht des SV Kay:

Über den kompletten ersten Durchgang des Spiels schaffte es keine der beiden Mannschaften sich eine hochkarätige Chance zu erspielen. Beide Mannschaften neutralisierten sich über die gesamten 45 Minuten.

Nur vier Minuten nachdem der Unparteiische Patrick Gramsamer, welcher spontan einspringen musste, den zweiten Durchgang anpfiff, sollte der Siegtreffer für den Bezirksliga-Absteiger fallen. Einen fragwürdigen Freistoß brachte TSV-Akteur Tobias Hösle scharf auf den kurzen Pfosten - wo Stefan Mühlthaler per Kopf den Treffer des Tages erzielte!

Service:

In der Folgezeit zeigte sich die Heimelf ungewohnt verunsichert. Durch einige unnötige Abspielfehler in der eigenen Hälfte wurde die TSV-Offensive des Öfteren zu Chancen eingeladen. Eine weitere entscheidende Szene ereignete sich in der 67. Spielminute:

Nachdem der Seerosen-Stürmer Florian Görgmeier mit einer Schwalbe versuchte einen Elfmeter zu schinden, und der Ball zu SVK-Innenverteidiger Schupfner rollte, schaltete letzterer bereits ab und wartete auf einen Pfiff. Die Pfeife blieb allerdings stumm. Der Waginger Stefan Mühlthaler erkannte die Situation, setzte nach, kam vor Schupfner an das Leder und konnte von selbigen nur mehr durch eine unsanfte Grätsche gestoppt werden. Gramsamer zeigte dem Kayer Innenverteidiger zur Überraschung aller Zuschauer den roten Karton – eine mehr als harte Entscheidung.

Doch in Unterzahl wachten die Hausherren zunehmend auf und konnten sich durch Tobias Wolferstetter und Lukas Wembacher noch zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich erspielen. Waging konzentrierte sich darauf, das Spiel mit einem Konter zu entscheiden. Wirklich gefährlich kamen die Gezer-Schützlinge allerdings nur einmal vor das Gehäuse von SVK-Schlussmann Gradl: Bernhard Mühlbacher kam dabei im Sechzehnmeterraum zu Fall, Strafstoß gab es allerdings keinen.

Aus Sicht des TSV Waging:

Die erste Halbzeit des Spitzenspiels der Kreisliga 2 ist schnell zusammengefasst. Das Spiel wurde verspätet angepfiffen, da der eingeteilte Schiedsrichter nicht zum Spiel kam. Beide Mannschaften hatten gehörigen Respekt für das jeweilig andere Team, Waging hatte gefühlt mehr Ballbesitz und investierte etwas mehr, Kay stand defensiv sehr kompakt und gut geordnet und ließ keine Torchancen zu.

Das Spiel beider Mannschaften fand, bis auf einige Standardsituationen, vorwiegend im Mittelfeld statt. So gesehen war das Match zwar kein Leckerbissen, aber das 0:0 zur Halbzeitpause vollkommen gerecht.

Nach dem Pausentee versuchten die Seerosen weiterhin ein Gegentor der heimstarken Kayer zu verhindern und setzten die Gastgeber früh unter Druck. Mit dieser Spielweise hatte Kay sichtlich Probleme und fand keinen Weg für einen geordneten Spielaufbau. Vier Minuten nach Wiederanpfiff kam es dann zum 0:1 für den TSV Waging. Nach einem gefährlichen Freistoß von Tobias Hösle köpfte ausgerechnet Stefan Mühlthaler den Ball zur Seerosen-Führung ein (49. Min).

Ab diesem Zeitpunkt wurde das Spiel etwas hektischer und härter. Schiedsrichter Patrick Gramsamer, der kurzfristig als Unparteiischer einsprang, zeigte in dieser Phase dreimal hintereinander gelb für die Gäste. Vielleicht kam auch deswegen die Entscheidung in der 67. Minute zu Stande, die zu einigen Diskussionen führte.

Nach einer nicht geahndeten Schwalbe von Waging, legte sich Kays Innenverteidiger Peter Schupfner den Ball etwas zu weit vor, Wagings Mühlthaler spitzelte den Ball weg und Schupfner traf den Seerosen-Stürmer klar am Fuß. Der Referee zeigte dem Kayer Spieler, nach kurzer Überlegung, glatt rot und schickte ihn frühzeitig zum Duschen. Eine harte Entscheidung gegen Kay.

Diese Szene war aber dann auch gleichzeitig der Weckruf für die Gastgeber, die ab diesem Zeitpunkt stärker wurden. Waging ließ zwar durch das geordnete Mittelfeld um Routiniers Veit Gröbner und Tobias Hösle keine zwingenden Chancen zu, aber Kay kam mehr und mehr in den Gefahrenbereich.

Die Seerosen verlegten sich auf das Konterspiel, spielten aber die Situationen nicht gut zu Ende. So hätte Waging durch Hannes Maierhofer, Berni Mühlbacher und dem eingewechselten Manuel Sternhuber zu gefährlichen Chancen kommen können, machte aber zu wenig daraus.

Kay versuchte nochmal alles, um das Spiel auszugleichen, Waging kam aus einer guten Ordnung und brachte den knappen und vielumjubelnden Auswärtssieg über die Zeit.

_

Pressemitteilungen SV Kay & TSV Waging

Zurück zur Übersicht: Kreisliga 2

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare