Erfolgstrainer kehrt zum Kreisligisten zurück

Stutz über seine Aufgabe in Traunreut: „Wir schaffen den Klassenerhalt“

Kehrt nach viereinhalb Jahren zum TuS Traunreut zurück: Trainer Thomas Stutz.
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Kehrt nach viereinhalb Jahren zum TuS Traunreut zurück: Trainer Thomas Stutz.

Die Mission Klassenerhalt beim TuS Traunreut wird unter einem neuen Trainer stattfinden. Thomas Stutz kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. Im Interview mit beinschuss.de hat Stutz über seine Rückkehr zum Kreisligisten gesprochen und verraten, wo er ansetzen will um die Klasse zu halten.

Traunreut - Der TuS Traunreut kämpft um den Klassenerhalt. Derzeit belegt der Kreisligist einen Relegationsplatz, der Abstand auf das rettende Ufer beträgt allerdings nur einen Punkt. Zum Re-Start wird ein neuer Trainer die Mission fortführen: Thomas Stutz kehrt nach viereinhalb Jahren zum TuS zurück.

Stutz führte Traunreut in seiner ersten Amtszeit 2015 in die Bezirksliga. Dort blieb man aber nur eine Saison und nach dem Abstieg ging auch der Trainer, der danach beim TSV Teisendorf tätig war. beinschuss.de hat mit Stutz über seine Rückkehr zum TuS und das Ziel Klassenerhalt gesprochen.

Hallo Herr Stutz, Sie kehren nach viereinhalb Jahren nach Traunreut zurück. Wie kam es dazu?

Thomas Stutz: Ich habe mich in meiner ersten Amtszeit beim TuS bereits sehr wohlgefühlt. Wir haben uns danach nie aus den Augen verloren und immer Kontakt gehalten. Ich war auch zu Weihnachtsfeiern eingeladen und habe mir immer wieder Spiele angeschaut. Man hat mich dann gefragt, ob ich es mir vorstellen könnte und ich habe dann zugesagt.

TuS-Abteilungsleiter Christoph Raue sagte, dass Sie der Wunschtrainer waren. Dennoch haben Sie etwas gezögert mit der Zusage. Warum?

Stutz: Es ist natürlich nicht ideal, wenn man als Trainer eine Mannschaft unter der Saison übernimmt, weil man dann nicht mehr viel bewegen kann. Als Coach hat man ja auch seine eigenen Vorstellungen, deshalb wollte ich eigentlich erst im Sommer übernehmen. Auch weil ich im Frühjahr viel in die Berge gehen wollte. Zudem bleibt vielen Leuten immer nur das Negative und selten das Positive in Erinnerungen und das wollte ich nicht. Aber Fußball ist eben auch meine Nummer eins.

Sie führten den TuS Traunreut 2015 in die Bezirksliga. Wie blicken Sie heute auf diesen Moment zurück?

Stutz: Das war ein tolles Erlebnis damals. Nach knapp 23 Jahren haben wir wieder den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft. Das war schon ein Riesenerfolg.

Kennen Sie die Spieler noch und wie haben Sie sich Ihrer neuen Mannschaft vorgestellt?

Stutz: Der Kader hat sich schon verändert. Viele Spieler, die bei mir früher noch aktiv waren, sind heute in der Vorstandschaft tätig. Jetzt sind viele Junge da. Wir haben uns zuletzt online zusammengeschaltet, ich habe mich dabei vorgestellt und meine Vorstellungen der Mannschaft mitgeteilt.

Das Ziel ist der Klassenerhalt. Haben Sie schon Ansätze, was sich verändern muss, um dies zu erreichen?

Stutz: Die Defensive muss sicherer stehen und wir müssen topfit in das Frühjahr kommen. Im Tabellenkeller geht es auch über den Kampf und dafür brauchen wir Kraft und Ausdauer. Deshalb müssen wir zum ersten Spiel auf den Punkt fit sein. Ich bin davon überzeugt, dass wir die Klasse halten und das muss auch der Anspruch eines jeden Spielers sein.

Aufgrund der Corona-Pandemie herrscht ein Stillstand im Amateursport. Wie wollen Sie die Mannschaft topfit machen?

Stutz: Das stimmt und das macht die ganze Sache nicht einfacher. Wir haben aber jetzt eine Challenge gestartet mit einem Punktesystem. So sollen die Spieler Laufen oder Radfahren oder in die Berge gehen, um sich fit zu halten. Der Sieger bekommt dann ein Preisgeld. Das soll als Anreiz dienen.

Wie gehen die Ihre Spieler aktuell mit dem Lockdown um?

Stutz: Es ist nicht einfach, sie bei Laune zu halten. Aber mein Eindruck ist, dass die Spieler gut drauf sind und sich sehr darauf freuen, wenn es endlich wieder losgeht.

Was sind Ihre langfristigen Ziele mit dem TuS Traunreut?

Stutz: Natürlich laufen auch schon die Vorbereitungen für die nächste Saison. Dennoch müssen wir erst einmal die Klasse halten. Dann wollen wir wieder vorne mitspielen und angreifen. Wir wollen unter die ersten Fünf kommen, aber dazu muss auch viel zusammenpassen.

Herr Stutz, vielen Dank für das Interview.

ma

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