Der 53-Jährige übernimmt den VfR Aalen

Madl über den Abgang von Trainer Wolf: „Hätten ihn gerne noch bei uns gehabt“

Trainer Uwe Wolf wird am Samstag sein Debüt beim VfR Aalen an der Seitenlinie geben.
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Trainer Uwe Wolf wird am Samstag sein Debüt beim VfR Aalen an der Seitenlinie geben.

Der SV Mehring muss seinen Cheftrainer ziehen lassen. Uwe Wolf übernimmt mit sofortiger Wirkung den Regionalligisten VfR Aalen. „Es war ausgemacht, dass wenn er so ein Angebot erhält, er die Freigabe bekommt“, sagt Mehrings Abteilungsleiter Robert Madl, der von dem Wechsel ebenfalls erst am Mitwoch erfuhr.

Aalen/Mehring - Die Nachricht kam am Mittwoch überraschend. Uwe Wolf verlässt mit sofortiger Wirkung den Kreisligisten SV Mehring und übernimmt den VfR Aalen in der Regionalliga Südwest.

Mehrings Abteilungsleiter Madl: „Wir wünschen ihm viel Glück in Aalen“

Den SV Mehring übernahm Wolf erst im Mai des vergangenen Jahres. Doch aufgrund der Corona-Pandemie saß der 53-Jährige nur bei vier Liga-Spiele auf der Bank, dazu kommt noch ein Toto-Pokal-Spiel und eine Ligapokal-Partie. „Wir haben auch erst am Mittwoch davon erfahren“, sagt Mehrings Abteilungsleiter Robert Madl auf Nachfrage von beinschuss.de. „Wir waren schon überrascht, dass es am Ende so schnell ging.“

Doch ganz unerwartet kam der Abgang für den Kreisligisten am Ende nicht. „Es war ausgemacht, dass wenn er so ein Angebot erhält, er die Freigabe bekommt“, erklärt Madl weiter. Unter Wolf gab es in den vier Liga-Spielen zwei Unentschieden, eine Niederlage und einen Sieg. Er hinterlässt den SV Mehring auf dem fünften Tabellenplatz in der Kreisliga 2 mit fünf Punkten Rückstand auf den Aufstiegs-Relegationsplatz. „Natürlich hätten wir ihn noch gerne bei uns gehabt. Wir wissen, was wir an ihm gehabt haben“, so der Abteilungsleiter weiter und fügt hinzu: “Wir wünschen ihm aber viel Glück in Aalen.“

Uwe Wolf: „Es war eine schöne Geschichte“

Wolf, der bereits am Mittwochabend das erste Training bei seinem neuem Verein geleitet hat, sagte gegenüber heimatsport.de über seinen Abschied aus Mehring: „Es war eine schöne Geschichte, eine Herzensangelegenheit. Der Verein hat aber auch gewusst, wenn ich wieder meinem Beruf nachgehen kann, dann werde ich das tun.“

Wer nun die Nachfolge für Wolf beim Kreisligisten antreten wird, ist noch nicht geklärt. „Wir werden über Ostern miteinander reden und dann in Ruhe eine Entscheidungen treffen“, so Madl.

Nun soll der 53-jährige Fußballlehrer mit dem VfR Aalen die Klasse halten. Da die Regionalliga Südwest als Profi-Liga gilt, wird hier trotz des Lockdowns weitergespielt. Der VfR belegt mit 35 Punkten den 13. Tabellenplatz und hat nur vier Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz. Sein Debüt wird Wolf am Samstag geben, dann geht es auswärts gegen den TSV Schott Mainz, der sich ebenfalls im Tabellenkeller befindet.

Wolf: „Es ist ein Privileg, aber auch ein Haifischbecken“

 „Am Sonntag gab es ein erstes Gespräch im kleinen Kreis, am Dienstag habe ich mich nochmals in etwas größerer Runde vorgestellt, dann kam bereits die Zusage vom Präsidium“, so Wolf gegenüber heimatsport weiter.. „Es gibt nur 170 Cheftrainer-Stellen in Deutschland, wenn man die Regionalligen dazu rechnet. Eine davon zu haben, ist ein Privileg. Es ist aber auch ein Haifischbecken.“ Gegen Schott Mainz will der Coach am besten gleich mit einem Sieg beim VfR starten.

Uwe Wolf war als Spieler beim 1. FC Nürnberg, dem TSV 1860 München und dem 1. FC Dynamo Dresden aktiv. Dabei kam der mittlerweile 53-Jährige auf 90 Einsätze in der 1. Bundesliga und sieben DFB-Pokal-Spiele. Seine Trainerlaufbahn begann der Ex-Profi in der U19 der TSG 1899 Hoffenheim. Danach saß Wolf in der Saison 2008/09 für elf Spiele auf der Trainerbank des TSV 1860 München in der 2. Bundesliga. Danach ging es für Wolf zum KSV Hessen Kassel und anschließend zum SV Wacker Burghausen. Über den SV Mehring landete er nun in der Regionalliga Südwest beim VfR Aalen.

ma

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