Keine Saison 2020/21 im bayerischen Amateurfußball

SV Erlbach: "Mit dieser Entscheidung gewinnt man Zeit"

Raubling - Keine Saison 2020/21 im Herren- und Frauenbereich im bayerischen Amateurfußball. Diese Nachricht sorgte am vergangenen Wochenende für Aufsehen und Diskussionen. Beinschuss.de hat beim Landesligisten SV Erlbach nachgefragt, wie sie zu diesem Beschluss stehen.

Wie der Bayerische Fußball-Verband am Wochenende bekannt gab, wird es keine Saison 2020/21 im Erwachsenenbereich im bayerischen Amateurfußball geben. "Wir sehen den Beschluss des Verbandes positiv", sagt Erlbachs Sportlicher Leiter Rudi Maier gegenüber beinschuss.de.

"Mit dieser Entscheidung gewinnt man Zeit"

Die Gründe, die für den BFV für den Ausfall der kommenden Saison gesprochen haben, sind, dass noch zu viele Spiele in der Liga und Pokal anstehen. Zudem sind noch Entscheidungsspiele um Auf- oder Abstieg am Ende zu absolvieren. Hinzu kommt, dass aufgrund der unterschiedlichen Wetterbedingungen in den Regionen nur bis Mitte November gespielt werden kann und Spiele unter der Woche nur die Ausnahme seien sollen. 

Die Begründung des Verbandes ist Maier nachvollziehbar. "Mit dieser Entscheidung gewinnt man Zeit. Ein Abbruch der Saison 19/20 wäre ja eigentlich auch kein Problem gewesen. Sollte jedoch am 1 September die neue Saison beginnen und es kommt eine zweite Corona–Welle, was wäre dann, wieder ein Abbruch? Bevor nicht das Schlimmste vorbei ist, sollte man meiner Meinung nach nichts Neues anfangen. Spielt man die laufende Saison fertig, so kann man jederzeit zwei Wochen aussetzen und dann die restlichen Spiele fortsetzen. Hinter dem Thema Zuschauer steht noch ein großes Fragezeichen, egal ob die alte oder neue Saison, ohne Zuschauer geht es nicht!"

"Werden die Zusatzangebote annehmen und das Beste daraus machen"

Sollte die Saison 2019/20 früher beendet sein, soll kein Leerlauf stattfinden. Stattdessen soll es attraktive Zusatzangebote mit sportlichem Wert geben. Wie der BFV am Freitag mitteilt,  soll es für jede der fünf Landesliga-Staffeln einen Ligapokal-Wettbewerb mit Vor-, Zwischen- und Finalrunde geben, die während der spielfreien Zeiten des Ligaspielbetriebs ausgetragen werden und an deren Ende die jeweiligen Sieger in einer Relegationsrunde insgesamt drei direkte Aufstiegsplätze zur Bayernliga ausspielen. "Wir werden die Zusatzangebote annehmen und das Beste daraus machen", sagt Maier.

"Rechnen mit etwa 20 bis 30 Prozent weniger Sponsorengeldern"

Die Befürchtung, dass durch diese Entscheidung nun Spieler den Verein verlassen könnten, teilt der Erlbachs Sportlicher Leiter nicht. "Ganz im Gegenteil, sicherlich gibt es Spieler die mit der Situation nicht zufrieden sind und sich einem anderen Verein anschließen möchten. Nur es sollte jedem klar sein, dass es ohne Sponsorengelder die Aufwandentschädigung in der früheren Form nicht mehr geben kann. Dies sollte jedem Spieler bewusst sein, egal welchem Verein er sich anschließen möchte." Zwar rechnet Maier auch nicht damit, dass die Sponsoren abspringen werden, aber er rechnet schon jetzt mit weniger finanzieller Unterstützung. "Wir rechnen auch mit etwa 20 bis 30 Prozent weniger Sponsorengeldern, aber damit ist die Zusammenarbeit mit den gebeutelten Firmen nicht zu Ende", so Maier weiter. "Wir werden alles versuchen den Firmen in dieser schwierigen Zeit zu helfen, und bieten Ihnen deshalb unsere Werbeflächen kostenlos an."

ma

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