Beinschuss-Direkt mit Rainer Pastätter (SB Rosenheim)

"Anspruch und raue Wirklichkeit zusammenbringen"

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Der Abteilungsleiter des SBR, Rainer Pastätter, stand dem Beinschuss Rede und Antwort.
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Rosenheim - Es lief sicher nicht alles beim Plan beim Sportbund Rosenheim in dieser neuen Spielzeit. Auch ein Grund für Beinschuss-Reporter Max Böning mit SBR-Abteilungsleiter Pastätter über die nahe und mittlere Zukunft des Vereins zu sprechen: Das Projekt 2020 habe weiter Bestand!

Zugegeben, es ist schon etwas länger her: Aber am letzten Spieltag des Jahres führt Ihr in Erlbach mit 2:0. Nach der Pause kassiert Ihr noch vier Buden und nehmt keine Punkte mit. Wie kann sowas passieren?

Rainer Pastätter: Das sollte sicherlich nicht passieren. Aber uns haben etliche erfahrene Spieler gefehlt, die einem in solchen Situationen auch die gewünschte Stabilität geben, die dann nicht mehr da war.en Zu den vielen Verletzten kam beim Aufwärmen auch noch Florian Hofmann hinzu und dann zu Beginn der zweiten Halbzeit Torwart Dominic Zmugg. Das war dann zu viel. Zudem konnte Erlbach einen Top-Stürmer wie Sebastian Leitmeier noch von der Bank bringen - wer kann das schon in dieser Liga?

War dieses Spiel auch etwas typisch für die ganze Herbstrunde?

Sicherlich, denn das Spiel war bestimmt von unserer langen Verletztenliste und auch einigen individuellen Fehlern bei den Gegentoren, die sich auch über die gesamte Saison hinziehen. Es hat aber auch gezeigt, dass die Mannschaft und vor allem auch die jungen Spieler Potenzial haben, denn in Erlbach führt man auch nicht einfach so zur Halbzeit mit 2:0.

Ihr seid zur Winterpause das schlechteste Team aus dem Spielkreis Inn/Salzach. Das ist doch nicht der Anspruch des SBR?

Unser Anspruch richtet sich nicht an die Mannschaften aus dem Kreis Inn/Salzach, sondern an die gesamte Liga. Und da sind wir sicherlich unter den Erwartungen. Nun müssen wir Anspruch und die raue Wirklichkeit wieder etwas näher zusammenbringen.

Warum ist Werner Wirkner mit Sepp Heller gemeinsam weiterhin der Richtige auf der Kommandobrücke?

Ich halte grundsätzlich nichts von übereilten Entscheidungen. Wir haben alle einen Plan für 2020. Auf dem Weg dahin wird es immer Rückschläge geben. Was nicht passieren darf ist ein Abstieg in die Bezirksliga. Das geht garnicht. Dies müssen wir gemeinsam im Team erreichen. Das ist nun die Aufgabe. 

Wie wird das konkret realisiert?

Stefan Kurz, unser Sportchef, und ich werden uns mit den Trainern zusammen setzten und wir werden eine Aktionsplan einleiten, um für die Rückrunde gerüstet zu sein und unser kurzfristiges Ziel den Nichtabstieg zu erreichen. Kurz gesagt: Ja, wir stehen zu unserem Trainerteam.

Aber was muss sich denn ändern, damit der Sportbund in der Frühjahrsrunde rauskommt aus dem Keller?

Zunächst einmal muss sich unsere personelle Lage verbessern, dazu muss die Mannschaft die individuellen Fehler beziehungsweise Unkonzentriertheiten abstellen, die zu den Gegentoren führen. Alles in allem gilt, was in so einer Situation immer gelten muss: Wir müssen näher zusammenrücken und alles dafür unternehmen, um die Liga zu halten.

Bei deinem Amtsantritt hast du mit dem "Sportbund 2020" ein Projekt angekündigt, an dessen Ende der Aufstieg stehen soll. Wie aktuell ist das noch - wenn man ab März darum kämpfen wird, nicht in die Bezirksliga abzusteigen?

Das Projekt 2020 steht noch immer. Da geht es ja um die jungen Spieler, die momentan größtenteils noch in der A-Jugend spielen. Auf sie ist dieses Konzept aufgebaut, sie sind die Zukunft des SB Rosenheim. Sicher wäre es dafür auch notwendig, die Landesliga als Basis zu halten.

Wie werden denn die A-Jugendlichen, die sogar den Aufstieg heuer feiern konnten, an die "Erste" herangeführt?

Das passiert bereits. Mit Maxi Biegel, Ender Karavil, Alex Lallinger und Michael Gruber haben schon vier Spieler in dieser Saison Landesliga-Einsätze gehabt, die noch zu den A-Junioren gehören. Weitere Spieler waren schon im Trainingsbetrieb bei den Herren dabei. 

Trotzdem darf man aber nichts überstürzen mit den Junioren-Spielern.

Eben, alles soll und muss in Absprache mit den Verantwortlichen der A-Jugend passieren. Eines steht fest: Im Sommer kommen sehr hoffnungsvolle Spieler in den Herrenbereich - wir wollen alle halten und mit ihnen die Zukunft beim SBR gestalten.

Die 2. Mannschaft ist mit ihrem Trainer Harry Mayer Spitzenreiter in der Kreisklasse. Werden die Jungs auch vermehrt Einsatzzeiten in der Landesliga bekommen?

Alle Spieler können sich in der Vorbereitung für die Landesliga empfehlen. Es ist ja nicht so, dass das eine geschlossene Gesellschaft sein soll. Wer dann Einsatzzeiten bekommt, entscheiden die Trainer. Wir wollen beide Ziele schaffen, den Klassenerhalt mit der ersten Mannschaft und mit der Zweiten bis zum Schluss um den Aufstieg in die Kreisliga spielen, damit Harry Mayer nun auch als Trainer endlich in die Kreisliga kommt.

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die Rückrunde ab März!

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