Böse unter die Räder gekommen

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In der Landesliga Südost ist der SV Kirchanschöring am vergangenen Samstag beim Spitzenklub TSV Dachau mehr als böse unter die Räder gekommen und mit 0:6 mehr oder weniger untergegangen.

Damit spitzt sich die Situation – eine bisher ungewohnte für den SVK – zu, denn ungünstiger hätte man nicht aus der Winterpause kommen können. Nach der Übernahme von Patrick Mölzl und Stephan Schmidhuber erhielten die großen Pläne der Gelb-Schwarzen früh erste Dämpfer, so musste sich Mölzl bis zu diesem Wochenende bis auf einzelne Tage wegen bisher unbekannter gesundheitlicher Probleme einer stationären Behandlung im Traunsteiner Krankenhaus unterziehen. Stephan Schmidhuber wurde so innerhalb von wenigen Tagen vom Spieler zum Co-Trainer und dann zum Head-Coach – zumindest auf dem Trainingsplatz. Eine immense Belastung. 

Fakt ist: Gegen Dachau hatte der SVK 90 Minuten lang keinen Auftrag. Einzelne Spieler sprachen nach ihrer Ankunft von einer Vorführung, die jedem Fußballer richtig weh tut. Selbst ersatzgeschwächt und mit angeknackstem Selbstbewusstsein zeigten sich die Hausherren noch um einiges stärker als bereits beim Hinspiel (3:0 für Dachau) und stellten ihre Aufstiegsambitionen eindrucksvoll unter Beweis. Hohe Ballsicherheit, Kurzpassspiel, Zielstrebigkeit, alles vereint im Dachauer Spiel. Eine symptomatische Szene in der 21. Minute, die zum 1:0 führte: Bei einer Dachauer Kombination, brachten die „Anschöringer“ keinen Fuß dazwischen, wodurch nach einem feinen Schnittstellenpass vor Keeper Dennis Kracker noch mal quergelegt wurde und Florian Wolf zur Führung einnetzen konnte.

Drei Minuten später hätten die Gäste fast eine Antwort parat gehabt, doch Stephan Schmidhuber entschied sich im Duell mit dem Dachauer Keeper Maximilian Mayer, nach einem Zuspiel von Max Vogl für einen Lupfer, der um Haaresbreite sein Ziel verfehlte – links vorbei. Dann aber wieder der TSV, der das Tempo hoch hielt und sich an diesem Tag auch vor dem Tor als gnadenloser Gegner erwies. Bestes Beispiel das 2:0: Der Ex-Schalker und Löwenprofi Fabian Lamotte bediente Florian Wolf mit einem weiteren Traumpass über die Viererkette des SVK. Wolf fackelte nicht lange und hämmerte das Leder volley ins lange Kreuzeck. Dennis Kracker konnte der Kugel nur machtlos hinterhersehen – ein Spitzentreffer. Dem nicht machte Heimelf vor der Pause noch Tor Nummer 3. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau schaltete der TSV schnell um und brachte Fabian Negele ins Duell mit Kracker. Negele blieb wie seine Kollegen ruhig und schob gekonnt zum 3:0 ein.

Um das Ruder eventuell doch nur herumzureißen griff Patrick Mölzl in der Pause zu einer drastischen Maßnahme. Kirchanschöring wechselte drei Mal und stellte um auf ein 3-4-3-System. Großartig änderte sich am Spielgeschehen allerdings nichts.

Stattdessen musste man zusehen, wie die Dachauer ihr Spiel weiter durchzogen und durch einen Doppelschlag vom eingewechselten Nicolas Walz (59. Und 64.) auf 5:0 davon zogen. Das bittere halbe Dutzende machte in der 71. Minute Oliver Wargalla voll, der damit den Schlusspunkt eines rabenschwarzen Tages aus SVK-Sicht setzte. Eine Schlappe die nicht spurlos an einer Mannschaft vorbei geht, allerdings bietet das Derby am kommenden Samstag gegen wohl ebenso starke Erlbacher einen optimalen Rahmen für die erhoffte Kirchanschöringer „Jetzt-erst-recht“-Wende!

Pressemeldung SV Kirchanschöring

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