"Man kann es keinem zu 100 Prozent recht machen"

Wie geht es mit der Saison weiter? FC Töging bezieht Stellung

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Christoph Huber, 2. Abteilungsleiter des FC Töging, ist mit dem Krisenmanagement des BFV zufrieden, plädiert aber für den Abbruch der laufenden Saison.

Töging - Der Spielbetrieb ruht bis auf Weiteres im bayerischen Amateurfußball. Beinschuss.de hat beim Landesligisten FC Töging nachgefragt, ob die Saison zu Ende gespielt oder abgebrochen werden sollte.

Wie geht es weiter mit der Saison im Amateurfußball? Der Deutsche Fußballbund und der Bayerische Fußball-Verband haben mit einer Änderung der Spielordnung den Weg geebnet, dass die Spielzeit über den 30. Juni hinaus verlängert wird. BFV-Präsident Rainer Koch plädiert aktuell dazu, die Saison zu Ende zu spielen. Beinschuss.de hat bei Christoph Huber, 2. Abteilungsleiter des Landesligisten FC Töging, nachgefragt, wie er zur aktuellen Diskussion steht.


Hallo Herr Huber, wie stehen Sie zu der Entscheidung, dass die Saison zu Ende gebracht wird?

Christoph Huber, 2. Abteilungsleiter FC Töging: "Es ist eine schwierige Entscheidung, ich möchte nicht mit den Verantwortlichen tauschen. Man kann es, egal wie man entscheidet, keinem zu 100 Prozent recht machen. Daher akzeptiere ich jede Entscheidung des Verbands, auch wenn ich die Entscheidung beziehungsweise die Möglichkeit, die Saison auf jeden Fall zu Ende zu spielen, kritisch sehe. Damit müsste die kommende Saison wahrscheinlich verkürzt gespielt oder ganz ausfallen. Durch die Entscheidung, auch die kommende Saison in Mitleidenschaft zu ziehen, entsteht eine große Planungsunsicherheit für alle Vereine."


Wäre ein Abbruch der Saison für Sie auch eine Lösung?

Huber: "Sobald die Fallzahlen sinken und es für alle Beteiligten sicher ist zu spielen, könnte es für die Tabellenersten und Zweiten sowie den beiden Tabellenletzten eine Art Play-off und Play-Down-Spiele geben. Danach kann man, zeitlich ein wenig später als geplant, die neue Spielzeit relativ normal starten. Das würde die Planung für viele Vereine deutlich erleichtern. Daher bin ich persönlich für den Abbruch der laufenden Saison."

Der Bayerische Fußball-Verband gab am Donnerstag bekannt, dass in Bayern keine Geisterspiele im Amateurfußball stattfinden werden. Begrüßen Sie die Entscheidung?

Huber: "Ja. Geisterspiele in der Landesliga oder allgemein im Amateurbereich hätte ich für undenkbar gehalten."

Wie beurteilen Sie das Krisenmanagement des BFV?

Huber: "Der BFV handelt wie ich finde gut. Weitreichende Entscheidungen kann der BFV nicht allein treffen und muss abwarten, bis sich der DFB, die Uefa und die FIFA positioniert haben. Die Informationspolitik unseres Fußballverbands ist aber hervorragend. Viele und schnelle Pressemitteilungen, persönliche Antworten auf Fragen und die vielen Webinare speziell für die Vereinsverantwortliche sind dafür ein deutliches Zeichen. Die Vereine werden nicht allein gelassen und auch verschiedene Meinungen werden angehört, bevor es zu Entscheidungen kommt."

ma



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