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Interview mit Mittelfeldspieler vom SB Rosenheim

Krasniqi feiert Comeback nach elf Monaten: „Hatte mit Freudentränen zu kämpfen“

Adrian Kasniqi spielt seit diesem Sommer beim Sportbund Rosenheim und will dort mehr Spielpraxis sammeln.
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Adrian Krasniqi feierte nach langer Verletzungspause gegen den SBC Traunstein sein Comeback.

Nach elf Monaten Verletzungspause feierte Adrian Krasniqi am vergangenen Freitagabend sein Comeback für den Sportbund Rosenheim. beinschuss.de hat mit dem 20-jährigen Mittelfeldspieler über seine Verletzung, die lange Leidenszeit und seine Comeback, das nicht ungefährlich und nur mit Schmerzmittel möglich war, gesprochen. Zudem verrät er seine persönlichen Ziele in den kommenden Wochen.

Rosenheim - Nach zwei Heimsiegen in Folge musste sich der Sportbund Rosenheim am vergangenen Freitagabend deutlich mit 1:5 gegen den SB Chiemgau Traunstein geschlagen geben. Doch ein Rosenheimer hatte trotz der Niederlage allen Grund zur Freude: Andrian Krasniqi feierte sein Comeback nach elf monatiger Verletzungspause.

Der 20-jährige Mittelfeldspieler wechselte erst im Sommer letzten Jahres von den Wasserburger Löwen zum Sportbund, doch seitdem absolvierte er erst zwei Spiele für den Landesligisten. beinschuss.de hat mit Krasniqi über seine Verletzung, die noch nicht ausgekriert ist, und den Heilungsverlauf gesprochen. Zudem verrät der Mittelfeldspieler wie schwer die letzten Monate für ihn waren und wie es genau zu seinem Comeback kam.

Es war eine der schlimmsten und emotionalsten Zeiten meines Lebens.

Adrian Krasniqi über seine lange Leidenszeit.

Hallo Adrian, bevor wir über dein Comeback sprechen: aufgrund welcher Verletzung hast du die vergangenen elf Monate verpasst und ist diese jetzt komplett ausgeheilt?

Adrian Krasniqi: Aufgrund einer Fehldiagnose habe ich mehr als elf Monate pausiert, ohne einen Fortschritt gemacht zu haben. Es hieß zunächste, ich habe eine Schambeinentzündung. Jedoch hat sich am vergangenen Mittwoch herausgestellt, dass ich meine starken Schmerzen im Schambeinbereich aufgrund einer extremen Fehlstellung meines Beckens habe, welche jetzt eben erst nach einem Jahr behandelt wird. Die Schmerzen sind bei mir deswegen noch vorhanden.

Wie war die Zeit für dich, in denen du verletzt warst und nicht spielen konntest?

Krasniqi: Es war eine der schlimmsten und emotionalsten Zeiten meines Lebens, meinen Jungs dabei zuzusehen das auszuüben, was sie über alles lieben. Jeden Tag hat es mich immer mehr und mehr getroffen. Irgendwann macht es einen einfach fertig. 

Wie schwer war es deiner Mannschaft in den letzten Wochen bei den Spielen zuzuschauen?

Krasniqi: Ich mag meine Jungs und den ganzen Verein sehr. Sie stehen seit dem ersten Tag meiner Verletzung hinter mir. Es tat mir persönlich sehr weh, mit den Jungs vor einem Spiel in der Kabine zu sitzen und während der Ansprache des Trainers mein Trikot nicht tragen, sondern nur daneben stehen zu müssen. Natürlich fehlte es mir auch mit ihnen auf dem Platz zu stehen, aber sie wissen auch, dass ich in jedem Training und bei jedem Spiel hinter ihnen stehe und sie unterstütze so gut es nur geht. 

Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper.

Der Mittelfeldspieler über sein Comeback.

Dein Comeback am Freitag gegen Traunstein kam durchaus überraschend. Wie genau kam es dazu?

Krasniqi: Nach der Feststellung meiner Fehldiagnose am Mittwoch wollte ich einfach nur wieder auf dem Platz stehen. Mir war das Risiko ehrlich gesagt egal und ich wusste selber, dass es nicht richtig ist, direkt ins Training einzusteigen. Dennoch ging ich am Donnerstag ins Fußballtraining, schilderte meinem Trainer und den Jungs meine Situation und kam zu dem Entschluss, mich für Freitag einzuplanen. Am Spieltag fragte mich mein Coach, ob ich bereit sei von Anfang an zu spielen, da unser Kapitän kurzfristig ausfiel. Ich stimmte zu, warf mir vor dem Aufwärmen paar Schmerztabletten rein und spürte nur noch das Verlangen danach, einfach wieder spielen zu wollen. So spielte ich die erste Halbzeit, die Wirkung der Tabletten ließ nach und ich musste wegen der starken Schmerzen ausgewechselt werden. 

Wie war das Gefühl, endlich wieder auf dem Platz zurückzukehren?

Krasniqi: Ich hatte mit Freudentränen zu kämpfen und Gänsehaut am ganzen Körper. Ich konnte in dem Moment nach einem Jahr endlich wieder wirklich glücklich sein. Fußball bedeutet mir alles, weswegen ich das Risiko an diesem Tag eingegangen bin.

Werde mich jetzt voll und ganz auf meine Genesung konzentrieren.

Krasniqi über sein Ziel in den kommenden Wochen.

Darf man auch mit einem Einsatz gegen Schwaig von dir rechnen?

Krasniqi: Kommt darauf an, wie sich meine Genesung entwickelt. Wie lange das dauert, stellt sich in nächster Zeit erst heraus. Ich werde aber nicht mehr so voreilig handeln wie am Freitag. Das war eine einmalige und persönliche Sache.

Was sind deine persönliche Ziele in den nächsten Wochen?

Krasniqi: Ich werde mich jetzt voll und ganz auf meine Genesung konzentrieren. Ich bin nun in guten Händen und muss meine Fehlstellung rausbekommen, um wieder ohne Schmerzen Fußball spielen zu können. Wenn das der Fall ist, will ich wieder an meine 100 Prozent kommen, um dem Team bestmöglich zu helfen. 

Adrian Krasniqi, vielen Dank für das Interview und alles Gute für die Zukunft.

ma

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