Der 26-Jährige erlitt 2020 den dritten Kreuzbandriss

Leipholz über seine neue Aufgabe als Co-Trainer: „Will meinen Weg gehen“

Ist ab sofort der neue Co-Trainer der 2. Mannschaft: Markus Leipholz.
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Ist ab sofort der neue Co-Trainer der 2. Mannschaft des FC Töging: Markus Leipholz.

Im Juli 2020 erlitt Markus Leipholz seinen dritten Kreuzbandriss innerhalb von drei Jahren und entschied, dass erstmal Schluss ist mit dem Fußballspielen. Doch ganz ohne Fußball geht es nicht und so wird der 26-Jährige neuer Co-Trainer der 2. Mannschaft. beinschuss.de hat mit Leipholz über seine Verletzung, die neue Aufgabe und den FC Töging gesprochen.

Töging - Bei einem Nachfolger für den scheidenden Co-Trainer der 2. Mannschaft Fabian Köhler wurde der FC Töging in den eigenen Reihen fündig. Markus Leipholz wird ab dem neuen Jahr diese Aufgabe übernehmen und Assistent von Cheftrainer Udo Sigrüner der Kreisliga-Mannschaft sein.

Leipholz erlitt den dritten Kreuzbandriss innerhalb von drei Jahren

Leipholz ist Töginger durch und durch. Der 26-Jährige spielte bereits in der Jugend beim FC und schaffte anschließend den Sprung in den Herrenbereich. Der Mittelfeldspieler feierte 2014 den Aufstieg von der Bezirks- in die Landesliga und war anschließend fester Bestandteil der 1. Mannschaft.

Nun hängte er die Fußballschuhe an den Nagel, was nicht ganz freiwillig passierte. „Ich erlitt im Juli des vergangenen Jahres meinen dritten Kreuzbandriss“, sagt Leipholz im Gespräch mit beinschuss.de. Bereits im Jahr 2017 riss sich der Töginger zweimal die Kreuzbänder im linken Knie, nun zum ersten Mal im rechten Knie. Aufgrund der Corona-Pandemie wartet Leipholz seit nunmehr einem halben Jahr auf seine Operation.

Leipholz: „Das gefällt mir fast noch mehr, als selber zu spielen“

Für den 26-Jährigen war das Risiko weiter zu spielen einfach zu groß. „Die Entscheidung aufzuhören fiel mir nicht leicht. Es gibt aber auch ein Leben nach dem Fußball“, betont er. „Außerdem ist der Arbeitgeber natürlich nicht begeistert, wenn man immer wieder ausfällt. Deshalb habe ich beschlossen, die Fußballschuhe erstmal an die Seite zu legen. Aber wer weiß, eventuell wird es wieder sein, dass ich mal aushelfen muss.“

Leipholz ist, wie er selber sagt, total fußballverrückt. Deshalb wollte er sich beim FCT nicht komplett zurückziehen und schnupperte bereits im September als Co-Trainer bei der 2. Mannschaft rein. „Das gefällt mir fast noch mehr, als selber zu spielen“, sagt Leipholz lachend. „Das Taktische gefällt mir sehr, genauso wie ein Training zu planen und dann abzuhalten.“

Leipholz über die Zusammenarbeit mit Sigrüner: „Haben ein super Verhältnis“

Den Übergang vom Spieler zum Trainer hat sich der 26-Jährige schwieriger vorgestellt. „Ich wurde super aufgenommen und deshalb gibt es kaum einen Unterschied zu vorher“, betont Leipholz. „Ungewohnt ist natürlich, älteren Spielern Kommandos zu geben. Sie dürfen uns aber auch jederzeit Feedback geben, was gut oder schlecht war.“

Cheftrainer Sigrüner lässt Leipholz viel Platz, um seine eigenen Ideen und Vorschläge einzubringen, worüber der 26-Jährige sehr dankbar ist. „Udo fragt mich auch nach meiner Meinung und wir haben ein super Verhältnis“, so der ehemalige Mittelfeldspieler. „Ich habe mir vieles bei meinen alten Trainern abschauen können und hoffen, einen neuen Impuls setzen zu können.“

Leipholz über seinen FC Töging: „Das ist meine zweite Familie“

Zwar muss Leipholz noch warten, bis er als Co-Trainer richtig loslegen darf, aber die Vorfreude ist bereits groß. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Ich will dann irgendwann meinen Trainerschein machen und dann meinen eigenen Weg gehen.“ Von Töging ist der 26-Jährige damit weiter nicht wegzudenken. Für ihn ist die Beziehung zum FC etwa ganz besonders. „Das ist meine zweite Familie“, so Leipholz. „Ich kenne dort jeden, von den Trainern bis zu den Fans. Es waren in meiner Laufbahn auch andere Angebote da, aber am Ende habe ich mich immer für Töging entschieden.“ Nun eben als Co-Trainer an der Seitenlinie und nicht mehr als Spieler auf dem Feld.

ma

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