Fußballer vom SB DJK Rosenheim im Gespräch

Vieregg beendet Auslandsjahr in Spanien vorzeitig: „Die Situation war belastend“

Janik Vieregg ist zum Sportbund Rosenheim früher zurückgekehrt als gedacht.
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Janik Vieregg ist zum Sportbund Rosenheim früher zurückgekehrt als gedacht.

Nach einem halben Jahr im spanischen Valladolid brach der Rosenheimer Janik Vieregg (22) vorzeitig seine Auslandssemster ab. Die Situation dort sei für ihn sehr belastend gewesen, sagt er gegenüber beinschuss.de. Nun will der 22-Jährige mit dem Sportbund Rosenheim den Klassenerhalt schaffen.

Rosenheim - Janik Vieregg ist wieder zurück in seiner Heimat und damit auch beim Sportbund Rosenheim. Der 22-Jährige wollte eigentlich ein Jahr vom Fußball pausieren und im Zuge seines Studiums in internationale Wirtschaft in Kufstein zwei Auslandssemester in Spanien absolvieren. 

Das Studentenleben in Spanien kam nicht wie erhofft zu Stande

Deshalb verließ er im September Deutschland und ging ins spanische Valladolid, eine Autostunde entfernt von der Hauptstadt Madrid. „Ich habe mich aber nach ein paar Monaten bereits dazu entschieden, die Auslandssemester frühzeitig zu beenden”, sagt Vieregg im Gespräch mit beinschuss.de. „Die Situation vor Ort war für mich zu belastend.“

„In Spanien sind die Fallzahlen viel höher als in Deutschland”, betont Vieregg und spricht über die Situation in Valladolid. „Dort regiert eine sehr strenge Landesregierung. Ab 20 Uhr abends herrschte Ausgangssperre und auch auf den Straßen musste man Masken tragen.” Das Studentenleben vor Ort, wie es sich der 22-Jährige erhofft hatte, kam so nicht zustande, auch weil die Universität die meiste Zeit über geschlossen hatte. „So reifte in mir die Entscheidung, dass es aufgrund der doch sehr unsicheren Lage dort besser wäre, wieder nach Deutschland zurückzukehren”, so Vieregg weiter.

„Haben viel zum Essen bestellt“

Als er im Februar mit zwei Kommilitonen, die ebenfalls ihre Auslandssemester frühzeitig beendeten, noch einmal nach Spanien reiste, um ihre Prüfungen zu schreiben, steckte sich der Rosenheimer zu allem Überfluss noch mit dem Coronavirus an. „Bevor wir zurück nach Deutschland fliegen wollten, mussten wir noch einen Test absolvieren. Der fiel dann bei einem Freund positiv aus und deshalb mussten wir alle für zehn Tage in Quarantäne, wo ich mich selber noch angesteckt habe”, erzählt Vieregg.

Glücklicherweise hatten sie die Miete für ihre Wohnung in Valladolid noch bis Ende Februar bezahlt, sodass sie dort die Quarantäne verbrachten. „Ich hatte zum Glück nur leichte Erkältungssymptome und habe einige Tage nichts geschmeckt. Wir kannten zwei Spanier, die uns mit Lebensmittel versorgt haben”, so der 22-Jährige und fügt lachend hinzu: „Ansonsten haben viel zum Essen bestellt.”

„Ich fühle mich hier deutlich sicherer“

Vieregg bereut es nicht, dass er im September nach Spanien gegangen ist. „Ich habe es versucht”, sagt er, „ich hätte mich mehr geärgert, wenn ich es gar nicht erst probiert hätte.” Nun ist er zurück in Rosenheim und ist auch sehr glücklich darüber. „Ich fühle mich hier deutlich sicherer. Und es hat mir gezeigt, dass es zu Hause im gewohnten Umfeld einfach am schönsten ist.”

Sein Fehlen machte sich im Herbst 2020 beim SB DJK Rosenheim bemerkbar. Jetzt soll mit ihm der Klassenerhalt erreicht werden.

Auch der Sportbund Rosenheim, der um den Verbleib in der Landesliga Südost kämpft, ist froh, dass Vieregg wieder zurück ist. „Ich habe sofort meinen Trainer Harry Mandl angerufen und er hat sich riesig gefreut”, betont Vieregg. Nun hofft der Rosenheimer, dass er bald wieder mit seiner Mannschaft auf dem Platz stehen darf.

„Es geht schon sehr ab, ich habe viele Freunde dort und es sind sonst immer fixe Termine, dass wir uns drei- bis viermal die Woche sehen.” Derzeit ist das nur zweimal die Woche beim Cybertraining möglich. Mit dabei ist jetzt nach einem halben Jahr auch wieder Vieregg, der sich sicher ist, den Klassenerhalt in der Landesliga Südost zu erreichen.


ma

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