Der Landesligist spricht über die Ziele im Jahr 2021

Rückblick mit dem FC Töging: „Versuchen die Jungs und Mädels bei Laune zu halten“

Christoph Huber, Abteilungsleiter des FC Töging hofft, dass das Vereinsleben 2021 wieder ein wenig aufleben kann.
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Christoph Huber, Abteilungsleiter des FC Töging hofft, dass das Vereinsleben 2021 wieder ein wenig aufleben kann.

Töging - Die Fußballvereine aus der Region standen 2020 vor großen Herausforderungen. beinschuss.de hat beim Landesligisten FC Töging nachgefragt, wie der Verein auf das bisherige Jahr zurückblickt, wie sich die Corona-Pandemie auswirkt und welche Wünsche der Klub für 2021 hat.

Ein besonderes Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Die Corona-Pandemie wirkte sich auch auf die Fußballvereine aus der Region aus und stellte diese vor große Herausforderungen. beinschuss.de blickt mit den Klubs aus der Region auf das vergangene Jahr zurück und fragte nach, wie sehr sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Verein bemerkbar machen und ob es trotzdem schöne Momente gab. Zudem blicken wir auf 2021 und die Klubs verraten, was sie sich für das kommende Jahr wünschen.

FC Töging: „Als es dann wirklich wieder losging, war die Euphorie bei uns groß“

Nun beantwortete Christoph Huber, Abteilungsleiter des Landesligisten FC Töging, die Fragen von beinschuss.de:

Hallo Herr Huber, 2020 neigt sich dem Ende entgegen. Wie lautet aus Sicht eures Vereins die Bilanz des doch sehr besonderen Jahres?
Christoph Huber: Es war natürlich ein sehr schwieriges Jahr mit der nun zweiten langen Unterbrechung. Wir haben vor dem ersten Lockdown kein Spiel bestritten und traten danach mit einer veränderten Mannschaft den Re-Start an. Gute Ansätze konnte man bereits in der Vorbereitung schnell erkennen, doch leider hatten wir im weiteren Verlauf der Saison mit Verletzungen und Ausfällen zu kämpfen. Daher fehlte uns durch die sich stetig veränderte Elf die Konstanz und darunter litt dann eben auch teilweise unser Spiel.
Wie wirkt sich die lange Aussetzung des Trainings- und Spielbetriebs auf euer Vereinsleben, auch hinsichtlich möglicher Abmeldungen von Mitgliedern, aus?
Huber: Das bereitet uns durchaus Sorge. Wir versuchen unsere Jungs und Mädels bei Laune zu halten und überlegen uns gerade spezielle Aktionen. Zum Beispiel plant die Jugendleitung eine Art Cyber-Training anzubieten. Wir hoffen, dass wir unter anderem damit unsere Spielerinnen und Spieler an uns binden können und hoffen, dass sie weiterhin aktiv bleiben. Ansonsten steht das Vereinsleben natürlich fast komplett still. Normalerweise organisieren wir eine Vielzahl an Veranstaltungen im Jahr: angefangen bei den Weihnachtsfeiern, den Töginger Christkindlmarkt, das Silvesterbier, die Stadtmeisterschaft, die Christbaumversteigerung und vieles mehr. Leider musste alles abgesagt werden. Das tut mir persönlich schon weh und die Gemeinschaft fehlt mir sehr. 
Gab es für euch als Verein in diesem Jahr schöne Momente? Wenn ja welche?
Huber: Besonders gefreut hat uns, dass wir uns nach dem Re-Start alle mal wieder gesehen haben. 
Wie habt ihr im Verein den Re-Start im September erlebt?
Huber: Der Re-Start war zwar schön, vor allem weil es endlich wieder losging, gleichzeitig aber auch etwas komisch. Zu den Testspielen durfte fast niemand ins Stadion und dann einige Zuschauer und Fans hinter dem Zaun stehen zu sehen, war etwas spezielles. Als es dann wirklich wieder losging, war die Euphorie bei uns groß! Das erste Spiel in Kirchheim konnten wir mit einem 2:1 Sieg auch sehr positiv gestalten. 
Stehen im kommenden Jahr im Verein besondere Highlights oder Feste an, solange die Corona-Pandemie dies zulässt?
Huber: Derzeit sind bei uns keine außergewöhnlichen Feste für das kommendes Jahr geplant, da auch niemand weiß wie es mit der Pandemie weitergeht. Allerdings hoffen wir, dass wir den 20. Geburtstag unserer Fußballabteilung 2022 groß feiern können. 
Welche sportliche Ziele habt ihr als Verein im Herren- und Jugendbereich für das kommenden Jahr?
Huber: Einzelne Ziele für alle 15 FC-Teams auszurufen, ist hier schwierig. Erstmal muss man schauen, wann es überhaupt wieder losgehen kann. Wir wollen möglichst unbeschadet aus der Krise kommen und hoffen unsere Jungs und Mädels weiterhin für den Fußball begeistern zu können. Unsere Damen peilen den vierten Meistertitel in Folge an und bei unseren Herren wollen wir bestmögliche Ergebnisse erreichen. 
Zum Abschluss: Welche Wünsche habt ihr aus Sicht des Vereins für das Jahr 2021?
Huber: Ich wünsche mir, dass das Vereinsleben wieder ein wenig aufleben kann und dass wir weiterhin allen FC-Teams zuschauen und sie anfeuern dürfen. Ich hoffe, dass viele dem Fußball begeistert treu bleiben - unabhängig ob Spieler, Spielerin, Funktionär oder Fan.
Herr Huber, vielen Dank für das Interview.

ma

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