Der Landesligist hofft auf Normalität im neuen Jahr

Rückblick mit dem SBC Traunstein: „Im ganzen Verein war Erleichterung spürbar“

SB Chiemgau Traunsteins Abteilungsleiter Uli Habl.
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Hofft, dass bald wieder Normalität einkehrt: SB Chiemgau Traunsteins Abteilungsleiter Uli Habl.

Traunstein - Die Fußballvereine aus der Region standen 2020 vor großen Herausforderungen. beinschuss.de hat beim Landesligisten SB Chiemgau Traunstein nachgefragt, wie der Verein auf das bisherige Jahr zurückblickt, wie sich die Corona-Pandemie auswirkt und welche Wünsche der Klub für 2021 hat.

Ein besonderes Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Die Corona-Pandemie wirkte sich auch auf die Fußballvereine aus der Region aus und stellte diese vor große Herausforderungen. beinschuss.de blickt mit den Klubs aus der Region auf das vergangene Jahr zurück und fragte nach, wie sehr sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Verein bemerkbar machen und ob es trotzdem schöne Momente gab. Zudem blicken wir auf 2021 und die Klubs verraten, was sie sich für das kommende Jahr wünschen.

SBC Traunstein: „Es soll wieder so werden, wie es vorher war“

Nun beantwortete Uli Habl, Abteilungsleiter des Landesligisten SB Chiemgau Traunstein, die Fragen von beinschuss.de:

Hallo Herr Habl, 2020 neigt sich dem Ende entgegen. Wie lautet aus Sicht eures Vereins die Bilanz des doch sehr besonderen Jahres?
Uli Habl: Wir ziehen eine positive Bilanz, abgesehen von den Zwangspausen bedingt durch Corona. Im Jugendbereich konnten wir sehr gute Ergebnisse erzielen. Im NLZ-Bereich wird hervorragende Arbeit geleistet. Im Herrenbereich treiben wir stückweit einen weiteren Umbruch voran. Wir haben sehr viele junge Spieler aus dem NLZ in den Herrenbereich integriert. Sie machen das hervorragend und nehmen immer mehr die raue Luft im Herrenfußball an.
Wie wirkt sich die lange Aussetzung des Trainings- und Spielbetriebs auf euer Vereinsleben, auch hinsichtlich möglicher Abmeldungen von Mitgliedern, aus?
Habl: Sicherlich leidet allgemein das Vereinsleben. Am schlimmsten sind die Jugendspieler betroffen, die ja am liebsten so oft wie möglich gegen den Ball treten wollen, aber in den Lock-Downs ausgesperrt werden und zuhause bleiben müssen. Irgendwie hat jeder das Gefühl, dass alles schön langsam einschläft.
Das Thema „Finanzen“ ist im Profibereich allgegenwärtig. In eurem Verein auch?
Habl: Klar sind die Finanzen ein Thema. Den Sponsoren gilt höchster Respekt, dass sie weiter den Verein unterstützen. Dafür können wir nicht genug dankbar sein.
Gab es für euch als Verein in diesem Jahr schöne Momente? Wenn ja welche?
Habl: In diesem schwierigen Jahr waren schöne Momente, abgesehen von sportlichen Erfolgen, vielmehr Kleinigkeiten. Dazu gehört, dass alle, von den Jugend- bzw. Herrenspieler, Trainer, Verantwortliche, Fans bis zu den Sponsoren, trotz Widrigkeiten und der andauernden Krise dem Verein treu blieben. Alle arbeiten weiter an dem Gebilde SBC Traunstein und bringen ihre Kraft, Energie und Unterstützung ein.
Wie habt ihr im Verein den Re-Start im September erlebt?
Habl: Im ganzen Verein war Erleichterung spürbar, dass endlich nach dem schier endlosen Trainingsbetrieb auch wieder in den Wettkampfmodus übergegangen werden durfte.
Stehen im kommenden Jahr im Verein besondere Highlights oder Feste an, solange die Corona-Pandemie dies zulässt?
Habl: Besondere Highlights sind bis dato nicht geplant.
Welche sportliche Ziele habt ihr als Verein im Herren- und Jugendbereich für das kommenden Jahr?
Habl: Im Jugendbereich sind für alle Altersklassen die Ziele mehr oder weniger klar definiert, die wir natürlich erreichen wollen. Hier sind wir auf einem sehr guten Weg. Im Herrenbereich gilt für die 1. Mannschaft, die Runde erfolgreich zu Ende zu spielen. Wir können ohne Druck in jedes Spiel gehen, was der weiteren Entwicklung der jungen Spieler sicherlich entgegenkommt. Bei der U23 ist klar der Klassenerhalt das Ziel, wobei auch hier die Entwicklung der jungen Spieler im Vordergrund steht. Sie sollen sich zeigen und für höhere Aufgaben präsentieren. Die 3. Mannschaft will und soll auch ihre Saison erfolgreich mit Spaß zu Ende spielen.
Zum Abschluss: Welche Wünsche habt ihr aus Sicht des Vereins für das Jahr 2021?
Habl: Wir wollen alle wieder zur Normalität zurückkehren. Es soll wieder so werden, wie es vorher war. Das ist der größte Wunsch. Nicht mehr und nicht weniger.
Herr Habl, vielen Dank für das Interview.

ma

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