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Der Landesligist verrät die Ziele für das neue Jahr

Jahresrückblick mit dem Sportbund Rosenheim: „Ein Jahr zum Vergessen“

Jürgen Bensler, Pressesprecher des Landesligisten Sportbund Rosenheim.
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„Zufrieden kann man mit diesem Jahr leider nicht sein“, sagt Jürgen Bensler, Pressesprecher des Landesligisten Sportbund Rosenheim.

Rosenheim - Die Fußballvereine aus der Region standen 2020 vor großen Herausforderungen. beinschuss.de hat beim Landesligisten Sportbund Rosenheim nachgefragt, wie sie auf das bisherige Jahr zurückblicken, wie sich die Pandemie in ihrem Verein auswirkt und welche Wünsche sie für 2021 haben.

Ein besonderes Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Die Corona-Pandemie wirkte sich auch die Fußballvereine aus der Region aus und stellte diese vor großen Herausforderungen. beinschuss.de blickt mit den Vereinen aus der Region auf das vergangene Jahr zurück und fragte nach, wie sich die Auswirkungen im Verein bemerkbar machen und ob es trotzdem schöne Momente gab. Zudem blicken wir auf 2021 und die Klubs verraten, was sie sich für das kommende Jahr wünschen.

Sportbund Rosenheim: „Tut in der Seele weh, dass der Jugendsport fast vollständig ausfiel“

Nun beantwortete Jürgen Bensler, Pressesprecher des Landesligisten Sportbund Rosenheim, die Fragen von beinschuss.de.

Hallo Herr Bensler, 2020 neigt sich dem Ende entgegen. Wie lautet aus Sicht eures Vereins die Bilanz des doch sehr besonderen Jahres?
Jürgen Bensler: Zufrieden kann man mit diesem Jahr leider nicht sein. Sowohl wirtschaftlich, als auch sportlich ein Jahr zum Vergessen. Sportlich schwierig, weil wir viele junge Spieler in den Herrenbereich integriert haben. Unter den Voraussetzungen keine leichte Aufgabe. 2020 definitiv ein Jahr, an welches man sich nicht zurückerinnern möchte.
Wie wirkt sich die lange Aussetzung des Trainings- und Spielbetriebs auf euer Vereinsleben auch hinsichtlich möglicher Abmeldungen von Mitgliedern aus?
Bensler: Vereinzelt gab es Abmeldungen. Die gibt es aber jedes Jahr, weil Kinder zu anderen Sportarten oder Hobbies wechseln, Schule und Verein nicht unter einen Hut zu bringen sind oder das Interesse am Vereinssport grundsätzlich verloren geht. Wir haben die Hoffnung, dass das Ende der Pandemie auch einen Zulauf an Kindern und Jugendlichen bringt, welche dann endlich froh sind wieder raus zu dürfen. Das Vereinsleben leidet natürlich vor allem jetzt in der Weihnachtszeit. Feiern oder Turniere können nicht stattfinden.
Das Thema „Finanzen“ ist im Profibereich allgegenwärtig. In eurem Verein auch?
Bensler: Wohl mehr noch als bei den Profis, welche über Fernsehen und Sponsoren Gelder generieren. Einnahmen von Spielen und Hallenturnieren fallen für uns weg. Auch für viele Sponsoren sind die Zeiten hart. Neue Sponsoren finden sich unter den momentanen Bedingungen nicht und die aktuellen Sponsoren machen sich Gedanken ob sie ihr Engagement für den Amateursport aufrechterhalten können. Man kann es ihnen aus wirtschaftlicher Sicht nicht verübeln. Ich fürchte das wird den Amateur- und Jugendsport noch eine Weile beschäftigen.
Gab es für euch als Verein in diesem Jahr schöne/besondere Momente? Wenn ja welche?
Bensler: Der Aufstieg unserer A-Jugend in die Landesliga, der Aufstieg unserer D-Jugend in die Kreisliga, der Klassenerhalt unserer B-Jugend in der Kreisliga und der C-Jugend in der Bezirksoberliga (BOL). Alles leider Corona bedingt, weil die Rückrunde im Jugendfußball ausfiel. Aber die A-Jugend war zum Zeitpunkt des Abbruchs Tabellenführer, die D-Jugend gut im Rennen, die C-Jugend war als Aufsteiger in die BOL, nach erwartet schwerem Start, dran am sportlichen Klassenerhalt. Einzig bei der B-Jugend hat uns Corona die Klasse gehalten. Das wäre sportlich eng geworden. Der Zusammenhalt im Verein war trotz des sehr schwierigen Jahres sicher etwas besonderes.
Wie habt ihr im Verein den Re-Start im September erlebt?
Bensler: Ein seltsames Gefühl. Ich habe mir einige Vorbereitungsspiele unserer Mannschaft angeschaut, als es offiziell nur erlaubt war, dass Mannschaft und Betreuer am Platz sein durften. Fotografieren für Presseberichte war im Grunde verboten. Man hätte ja vielleicht vereinzelt Zuschauer sehen können und damit hätte sich der Heimverein Ärger einhandeln können. Das war irgendwie surreal, man hatte ja fast Angst dass jemand vom Amt vorbeikommt, kontrolliert und man am Ende von der Polizei abgeführt wird, weil auf einem riesigen Freigelände zehn Leute sehnsüchtig endlich wieder Fußball schauen wollen. Die Gefahr sich in der Arbeit oder beim Einkaufen anzustecken war da in meinen Augen schon deutlich größer. Richtig schön war der Re-Start mit den ganzen Auflagen und Sorgen um die Gesundheit von Spielern, Betreuern und Zuschauern nicht, aber es war auf jeden Fall wichtig. Man hatte das Gefühl es geht endlich weiter und ein bisschen Normalität kehrt ins Leben zurück. Schade war natürlich, dass wieder unterbrochen werden musste und nun ein weiterer Re-Start bevorsteht.
Stehen im kommenden Jahr im Verein besondere Highlights oder Feste an, solange die Corona-Pandemie dies zulässt?
Bensler: Aktuell ist noch nichts geplant, dass wäre unter den gegebenen Umständen auch mit zu vielen Unwägbarkeiten verbunden. Jugendturniere stehen auf jeden Fall ganz oben auf der Agenda. Mir tut es persönlich in der Seele weh, dass der Jugendsport dieses Jahr fast vollständig ausfiel. Für viele Kinder und Jugendliche ist der Mannschaftssport ein wichtiger Ausgleich zum Alltag, der wie ich glaube ich allen gefehlt hat.
Welche sportliche Ziele habt ihr als Verein im Herren- Frauen und Jugendbereich für das kommenden Jahr?
Bensler: Für unsere Landesliga-Herren im Idealfall der direkte Klassenerhalt, ohne Umweg Relegation. Für die U23, dass sie sich ab dem Sommer in der A-Klasse neu formiert. Im Jugendbereich wäre der Klassenerhalt für alle Teams wünschenswert. Eine Frauenmannschaft haben wir meines Wissens noch nie im Verein gehabt. Hier gibt es zumindest die Überlegung endlich eine Frauenmannschaft an den Start zu bringen. Es ist schon ein paar Jahre her, dass letztmalig eine Damenmannschaft von den Freien Turnern die Stadt Rosenheim fußballerisch vertreten hat. Eigentlich ein Unding, dass es kein Rosenheimer Fußballverein auf die Reihe bringt eine Frauenmannschaft für den Spielbetrieb zu melden.
Zum Abschluss: Welche Wünsche habt ihr aus Sicht des Vereins für das Jahr 2021?
Bensler: Endlich die Saison 2019/21 zu Ende bringen und im kommenden Sommer mit Impfstoff eine ganz normale Saison starten.
Herr Bensler, vielen Dank für das Interview!

ma

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