Der Landesligist spricht über die sportlichen Ziel für 2021

Jahresrückblick mit dem TSV Kastl: „Organisatorisch war das schon ein Kraftakt“

Jochen Brehm, Sportlicher Leiter und 2. Vorstand des TSV Kastl.
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Jochen Brehm, Sportlicher Leiter und 2. Vorstand des TSV Kastl.

Kastl - Die Fußballvereine aus der Region standen 2020 vor großen Herausforderungen. beinschuss.de hat beim Landesligisten TSV Kastl nachgefragt, wie der Verein auf das bisherige Jahr zurückblickt, wie sich die Corona-Pandemie auswirkt und welche Wünsche der Klub für 2021 hat.

Ein besonderes Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Die Corona-Pandemie wirkte sich auch auf die Fußballvereine aus der Region aus und stellte diese vor große Herausforderungen. beinschuss.de blickt mit den Klubs aus der Region auf das vergangene Jahr zurück und fragte nach, wie sehr sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Verein bemerkbar machen und ob es trotzdem schöne Momente gab. Zudem blicken wir auf 2021 und die Klubs verraten, was sie sich für das kommende Jahr wünschen.

TSV Kastl: „Das sind schon Einbußen, die ein Verein erst einmal verkraften muss“

Nun beantwortete Jochen Brehm, Sportlicher Leiter und 2. Abteilungsleiter des Landesligisten TSV Kastl, die Fragen von beinschuss.de:

Hallo Herr Brehm, 2020 neigt sich dem Ende entgegen. Wie lautet aus Sicht eures Vereins die Bilanz des doch sehr besonderen Jahres?
Jochen Brehm: Zum Jahreswechsel mit dem Start der Wintervorbereitung Ende Januar 2020 war die Welt noch in Ordnung. Wir waren im Februar noch im Trainingslager in Kroatien. Die Stimmung war gut, die Verletzungssorgen waren so gut wie ad acta gelegt und haben uns auf den Rückrundenstart gut vorbereitet gefühlt. Zum Rückrundenauftakt Anfang März spielten wir zuhause gegen den SB Rosenheim 1:1. Und mit einem Schlag war alles anders, Ausbruch der Pandemie. Keiner wusste anfangs wie damit umzugehen ist. Auf einmal ging es ganz schnell, Trainingsverbot, Saisonunterbrechung, Sportplätze wurden gesperrt, Stillstand. Es hat einige Zeit in Anspruch genommen, wie man mit dieser, für uns alle, außergewöhnlichen Situation umzugehen hat. Nach fast sechs Monaten Unterbrechung konnte der Trainings.- und Spielbetrieb wieder aufgenommen werden. Für uns als Verein war das eine große Herausforderung die ganzen Vorgaben umzusetzen. Wünschen kann man sich nur, dass es hoffentlich irgendwann im Jahr 2021 wieder zu einem normalen Leben kommt und wir wieder mit viel Begeisterung tolle Fußballspiele in alles Altersklassen erleben können.
Wie wirkt sich die lange Aussetzung des Trainings- und Spielbetriebs auf euer Vereinsleben, auch hinsichtlich möglicher Abmeldungen von Mitgliedern, aus?
Brehm: Aktuell sieht es so aus, dass wir gut über diese Zeit kommen könnten. Kürzlich haben wir einen neuen Jugendleiter gewinnen können, der sich sehr viel Mühe gibt. Unsere Jugendmannschaften von der G- bis zur E-Jugend sind gut besetzt und haben hier auch sehr engagierte Jugendtrainer. Auch bei den älteren Jahrgängen (D- bis A-Jugend), wo wir in der JFG Ötting integriert sind, läuft es sehr gut. Alle haben hier eine tolle Arbeit geleistet und die Corona bedingten Auflagen gut gemeistert. Dafür bin ich sehr dankbar.
Das Thema „Finanzen“ ist im Profibereich allgegenwärtig. In eurem Verein auch?
Brehm: Die laufenden Kosten sind geblieben und zusätzliche noch dazugekommen. Einnahmen gab es so gut wie keine. Das sind schon Einbußen, die ein Verein erst einmal verkraften muss. Im Großen und Ganzen steht unser Verein auf soliden Beinen.
Gab es für euch als Verein in diesem Jahr schöne Momente? Wenn ja welche?
Brehm: Das ist schwierig zu beantworten. Schöne Momente sind in diesem Jahr schlecht einzuordnen. Das wichtigste ist die Gesundheit.
Wie habt ihr im Verein den Re-Start im September erlebt?
Brehm: Als aller erstes mussten wir sicherstellen, dass wir als Verein die Auflagen in Verbindung mit den Hygienekonzepten umsetzen können. Dabei ging es darum, es den Verantwortlichen und Trainern so einfach wie möglich und sicher zu gestalten, was den Trainingsbetrieb aber auch den Spielbetrieb betrifft. Organisatorisch war das schon ein Kraftakt.
Stehen im kommenden Jahr im Verein besondere Highlights oder Feste an, solange die Corona-Pandemie dies zulässt?
Brehm: Nein, geplant ist derzeit nichts. Mal sehen, wie sich in 2021 die Lage entwickelt und ob überhaupt Feste oder Veranstaltungen durchführbar sind. Für kurzentschlossenes sind wir jederzeit bereit.
Welche sportliche Ziele habt ihr als Verein im Herren- und Jugendbereich für das kommenden Jahr?
Brehm: Federführend unsere Jugendspieler so gut es geht zu fördern und die eigenen Spieler, die in den Seniorenbereich wechseln, zu integrieren und Stück für Stück unsere Landesliga-Mannschaft verjüngen. Den aktuellen Kader, so wie er ist, zu halten und ergänzen. Natürlich setzen wir alles daran den Klassenerhalt so schnell wie möglich unter Dach und Fach zu bringen, damit wir auch weiterhin Landesligafußball in Kastl präsentieren können. Des Weiteren sollen alle gesund und verletzungsfrei bleiben, weiterhin viel Spaß am Fußball haben und wir keinen großen Aderlass vermelden müssen.
Zum Abschluss: Welche Wünsche habt ihr aus Sicht des Vereins für das Jahr 2021?
Brehm: Gesund bleiben ist das aller Wichtigste! Und, wenn es wieder möglich ist zur Realität zurückkehren und ein normales Leben führen können. Ich hoffe der Fußball kehrt so zurück, wie er war!
Herr Brehm, vielen Dank für das Interview.

ma

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