SB DJK Rosenheim - TSV Ampfing

Unglaublich: Ampfing nach 3:0-Führung in 16 Minuten abgefieselt

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Gab nach seiner Einwechslung nicht die beste Figur ab: Mevlud Sherifi.

Rosenheiim - Was für ein irres Landesliga-Spiel am Samstag in Rosenheim: Kellerkind Ampfing führte zur Pause bereits mit 3:0, sah wie der sichere Sieger aus und musste sich dann im zweiten Durchgang binnen 16 Minuten mit 3:5 geschlagen geben. So etwas gibt’s nur einmal? Von wegen: Auch im November 2002 lagen die Schweppermänner beim SB Rosenheim zur Pause mit 3:0 in Führung und hatten dann mit 3:5 das Nachsehen.

Sportlicher Leiter Adrian Malec, damals als Spieler auf dem Platz, und Technischer Leiter Günther Sabinsky trauten ihren Augen nicht. „Fast der gleiche Spielverlauf und das beim gleichen Gegner, so ein Déjà vu kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen“, so Sabinsky, der 60 Minuten ein ähnliches Spiel wie letzte Woche gegen Grünwald sah: „Wir hatten den Gegner gut im Griff, haben so gut wie nichts zugelassen, waren vorne beweglich und gefährlich. Wir haben völlig verdient mit 3:0 geführt und Rosenheim hätte sich nicht beschweren können, wenn wir 5:0 in Führung gelegen wären.“

Nach einer Rechts-Flanke von Liviu Pantea stand Nadil Buljubasic in der 21. Minute goldrichtig und drückte die Kugel am langen Pfosten aus drei Metern über die Linie. Auch beim zweiten Treffer durfte sich Buljubasic als Torschütze feiern lassen: Der Flügelflitzer fing einen ungenauen Pass von Torhüter Raphael Krause 30 Meter vor dem Tor ab, lief mit dem Ball am Fuß in den Sechzehner und schloss halbrechts aus 14 Metern flach und platziert ab (39.) Nur drei Minuten später folgte der dritte Streich: Eine Ecke von Pantea verlängerte Daniel Hofstetter mit dem Kopf auf den langen Pfosten, wo der sträflich ungedeckte Daniel Toma ebenfalls per Kopf aus sechs Metern einnickte (42.).

"Das war wirklich der Wahnsinn. Sensationell."

Nach Wiederbeginn setzten die Rosenheimer, die zu keinem Zeitpunkt aufgaben, alles auf eine Karte und agierten sehr offensiv. Mit der Folge, dass die Gäste riesige Konterchancen bekamen, aber weder Toma (2) noch Buljubasic oder Mateo Cacic brachten die Kugel aus besten Positionen ein viertes Mal über die Linie. Und das rächte sich gewaltig! In der 66. Minute der zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende Anschlusstreffer, als Marcel Meingaßner auf Höhe der Mittellinie den Ball vertändelte, Marco Oberberger Torjäger Marko Dukic bediente, der trotz Bedrängnis aus zehn Metern traf. „Da hat unser Keeper nicht ganz glücklich ausgesehen, aber zu diesem Zeitpunkt haben wir uns noch nichts gedacht“, so Sabinsky, der die folgenden Minuten wie unter Schock erlebte: „Es ist unerklärlich, was dann passiert ist Das war wie eine Lawine, die ins Rollen kommt und nicht mehr aufzuhalten ist.“

Rosenheim nun auch mit Ballglück, als Hofstetter einen Schuss von Christoph Börtschök aus zwölf Metern blockte, der Ball Börtschök aber erneut vor den Schlappen fiel und er das Leder in die Maschen jagte (74.). Nur zwei Minuten später der Ausgleich durch Dominik Brich, der mit einem abgefälschten Freistoß aus spitzem Winkel traf. Beim vierten Treffer sprang Brich die Kugel vom langen Bein von Wahid Alemi am Fünfereck vor die Füße – keine Chance für Süßmaier (80.). Den endgültigen Todesstoß versetzte dann der durchgebrochene Dukic den Schweppermännern in der 82. Minute mit einem Schuss aus 14 Metern. So hatte sich Ampfings Trainer Klaus Seidel die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte wahrlich nicht vorgestellt, während SBR-Coach Harry Mandl völlig aus dem Häuschen war: „Das war wirklich der Wahnsinn. Sensationell. Wir sind alle total begeistert.“

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Pressemitteilung SB DJK Rosenheim (MB)

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