Vorschau: TSV Ampfing - TSV Waldkirchen

Ampfing steht vor nächstem brisanten Kellerduell

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Kapitän Waldemar Miller und Co. hoffen am Freitag auf den zweiten Saisonsieg der Schweppermänner.

Ampfing - Nächstes Kellerduell für den TSV Ampfing in der Fußball-Landesliga Südost: Wie vor 14 Tagen bei der Partie gegen den ASV Dachau heißt die Konstellation Schlusslicht gegen den Vorletzten, wenn der TSV Waldkirchen am Freitag um 19.30 Uhr im Raiffeisen-Sportpark seine Visitenkarte abgibt.

„Wir bräuchten halt mal dringend einen Sieg. Das wäre für die Moral und das Selbstvertrauen enorm wichtig“, sagt Trainer Klaus Seidel, unter dessen Regie sich die Mannschaft zumindest defensiv stabilisiert hat. Die gute Abwehrleistung war ja auch in der vergangenen Saison der wichtigste Trumpf der Schweppermänner, die in 30 Spielen nur 20 Gegentreffer hinnehmen mussten. Nach neun Spieltagen der aktuellen Saison standen bereits 21 Gegentreffer zu Buche, aber schon in der Meistersaison lag der Hund ja in der Offensive begraben. „Normal steigt man mit 50 Toren in 30 Spielen nicht auf, wenn man in der Bezirksliga offensiv unter einem Zweierschnitt liegt, dann muss man damit rechnen, dass eine Klasse höher noch mal die Hälfte der Tore wegfällt, wenn man sich offensiv nicht verstärken kann“, so Seidel, der erklärt: „In der Landesliga ist es halt deutlich schwerer sich im eins gegen eins durchzusetzen.“

An den technischen Fähigkeiten seiner Spieler hat Seidel keine Zweifel: „Es hapert vielmehr am Spiel ohne Ball, an den letzten Zentimetern, die man an Vorsprung braucht. Aber dazu muss man halt auch fit sein. Und zwar das ganze Kollektiv.“ Viel Grundlagenarbeit konnte in den letzten 14 Tagen aufgrund der Grippewelle nicht geleistet werden und so muss sich seine Mannschaft auch gegen Waldkirchen wohl darauf verlassen, dass zumindest die Defensive weiter an Stabilität gewinnt. „Auch Erlbach hat uns ja trotz der höheren Spielanteile am Sonntag nicht auseinandergenommen, aber wir können halt den Gegner offensiv kaum bearbeiten. Und so fehlen dann auch die Chancen.“

Waldkirchen verlor zuletzt sieben Mal in Folge

Einer der wenigen Spieler, die sich auch in der Landesliga im Duell Mann gegen Mann behaupten können, ist Nadil Buljubasic, der nach seiner Knieverletzung jetzt aber muskuläre Probleme hat. Der Flügelflitzer ist am gestrigen Donnerstag erst wieder ins Training eingestiegen, ob es für einen Einsatz am Freitag reicht, ist fraglich. Immerhin kehren Onur Kaya, Berat Uzun und Jonas Frisch nach Krankheit zurück, so dass die Auswahl für Seidel wieder etwas größer wird. Der neue Angreifer Simon Kürbs, der ja in Erlbach seinen Einstand gab, ist nach seiner Schulterverletzung auch noch nicht so weit, dass er die Offensive sofort richtig verstärken kann, aber Seidel ist über die weitere Option froh: „Er braucht sicherlich noch etwas, aber er kann uns schon helfen.“

Nach sieben Niederlagen am Stück dürfte auch das Selbstvertrauen des TSV Waldkirchen nicht gerade groß sein. Die Mannschaft von Trainer Anton Autengruber ist mit zwei Siegen einem Unentschieden und einer Niederlage ordentlich in die Saison gestartet, dann hat sich aber Torjäger Martin Krieg einen Wadenbeinbruch zugezogen, seitdem ist der Wurm drin. „Das ist auch eine Mannschaft, die übers Laufen und Kämpfen kommen muss. Da müssen wir dagegenhalten“, fordert Seidel.

MB.

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