Eisenbahner führen eine Stunde lang in München

Freilassing hält bei Türkgücü-Ataspor lange stand

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Frühe Führung für die Eisenbahner: Denis Krojer traf in München schon nach zwei Minuten ins Schwarze.
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München - Die Eisenbahner vom ESV Freilassing fuhr nach München ohne sich große Chancen auf Punkte auszurechnen, denn Türkgücü-Ataspor hatte in dieser Saison noch keine Punkte abgegeben. Der hochgerüstete Topfavorit der Landesliga mit seinem Luxus-Kader und der wohl besten Offensive war allerdings in der Defensive nicht immer sattelfest. Zur Überraschung aller gelang es den Freilassingern sowohl in Führung zu gehen - als auch das Spiel lange offen zu halten.

Die Marschroute der Freilassinger war es, das einzig Mögliche zu versuchen - und mit Leidenschaft, Teamgeist und Kompaktheit den Gegner unter Druck zu setzen um in Ballbesitz zukommen. Nach Ballgewinn versuchten die Eisenbahner mit vier bis fünf Spielern überfallartig und zielstrebig zu kontern - und das gelang ganz gut.

Kontertaktik geht auf - Blitzführung für den ESV

Außerordentlich gut sogar - denn schon in der zweiten Spielminute konnte Denis Krojer mit seinem Traumtor aus 25 Metern ins lange Kreuzeck die Freilassinger in Front schießen!

Das passte dem Tabellenführer aus München natürlich überhaupt nicht und die Pummer-Elf versuchte mit wütenden Angriffen schnell zu antworten. Allerdings verteidigten die Freilassinger es gut - und so wurden es in den ersten 45 Minuten überwiegend Distanzschüsse, welche auf das Tor der Grenzstädter abgefeuert wurden.

Schließlich überstanden die Freilassinger die erste Hälfte, dank einer couragierten Abwehrleistung und eines sehr gut aufgelegten Keepers Stefan Schönberger zwischen ihren Pfosten, ohne den Ausgleich zu kassieren.

Zur zweiten Halbzeit kommt "Königstransfer" Kilicaslan

Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte Türkgücüs neuer Trainer Andreas Pummer dann den frisch verpflichteten Ex-Profi aus der türkischen Süper Lig Erdal Kilicaslan und das Fußballprojekt der Münchner Türken erhöhte den Druck auf die Freilassinger Defensive.

Service:

Bis zur 61. Spielminute konnte der ESV dem Druck standhalten - dann markierte Türkgücü-Ataspors Top-Torschütze Yasin Yilmaz nach Vorlage von Domagoj Habek den Ausgleich und bereits im fünften Spiel seinen siebten Saison-Treffer.

Ex-Profi aus der Süper Lig entscheidet das Spiel

Die Freilassinger schafften es einfach nicht mehr für Entlastung zu sorgen - und die wenigen Konter wurden zu hektisch gespielt. Die Entscheidung gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Eisenbahner fiel allerdings nicht aus dem Spiel heraus, sondern nach Standards. 

So kam Türkgücü in der letzten Viertelstunde noch zu zwei Toren durch eben jenen eingewechselten aus der Bayern-Schule hervorgegangenen Kilicaslan. In der 78. Spielminute köpfte dieser nach einer Ecke zum 2:1 ein - und zehn Minuten später zirkelte er einen Freistoß aus zwanzig Metern herrlich über die Mauer ins kurze Toreck. Das 3:1 bedeutete sowohl die endgültige Entscheidung, als auch den Endstand.

"Wir haben gut gekämpft - und eine Stunde lang geführt!"

„Meine Mannschaft hat gut gekämpft und gegen den Favoriten eine Stunde lang geführt. Es ist Stefan Schönberger im Tor zu verdanken, dass wir bis zum Schluss im Spiel waren. Mich ärgert nur, dass es zwei Standards waren, die uns um den Lohn in Form eines Punktes gebracht haben. Dass die bessere Mannschaft letztlich verdient gewonnen hat, da gibt es auch keine zwei Meinungen.“, so ESV-Trainer Sepp Aschauer.

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Toni Deiter / cs

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