Töging punktet bei Türkgücü-Ataspor München

Kein Sieger im Topspiel der Landesliga

+
Tögings Vitaly Blinov (gelb) und seine Abwehrkollegen verrichteten auf dem Kunstrasen des Ligafavoriten SV Türkgücü-Ataspor solide Arbeit - und ließen keinen Gegentreffer zu.
  • schließen

München - Im Spitzenduell der Landesliga Südost zwischen dem SV Türkgücü-Ataspor und dem FC Töging konnte am Ende keines von beiden Teams den Sieg davontragen. Aufgrund des 0:0 der Freisinger gegen den SV Erlbach am Vortag, bleibt damit sowohl im Kampf um die Tabellenführung als auch in dem um den Aufstiegs-Relegationsplatz alles beim Alten. Am kommenden Spieltag treffen der FCT und Freising am Wasserschloss aufeinander.

Die Ausgangslage vor der Begegnung auf der Bezirkssportanlage an der Münchner Heinrich-Wieland-Straße war klar: Es war der Tophit der Landesliga Südost. Der Ligafavorit und finanzielle Krösus der sechsthöchsten Spielklasse empfing den Überrschungsdritten aus Töging, der im Vergleich zu den vergangenen Spielzeiten in dieser Saison geradezu formidabel unterwegs ist. Nach 21 absolvierten Matches trennten beide Vereine sechs Zähler. Es ging also um einiges: Türkgücü wollte näher nach ganz oben rücken, mit einem Auswärtscoup hätte allerdings auch Töging das Rennen um den Relegationsplatz noch einmal enger als eng machen können.

Der Dritte beim Zweiten - Duell um den Relegationsrang

Das Team der Münchner Türken - bei dem was in den Kader investiert wird, fast schon zum Aufstieg verpflichtet - liegt derzeit "nur" auf Tabellenplatz Zwei. Spitzenreiter ist weiter die Eintracht aus Freising, die mehr Kontinuität an den Tag legt. Nach einer wochenlangen Durststrecke, in welcher die Ergebnisse gar nicht stimmten und Türkgücü wichtigen Boden auf die Domstädter verlor, stellten sich zuletzt wieder Erfolgserlebnisse ein: Von den vergangenen fünf Partien gewann der Favorit vier und spielte einmal Unentschieden. Darüber hinaus waren die Münchner auch das torgierigste Team der Liga - hatten bereits 63 Mal eingenetzt.

Die Aufgabe für den FC Töging war also gestellt: Die Tormaschinerie des SV Türkgücü-Ataspor wollte gebremst werden, um aus München möglichst viel mitzunehmen. In den bisherigen drei Aufeinandertreffen beider Mannschaften in München war es den Tögingern allerdings auch schon zweimal gelungen zumindest ein Unentschieden mitzunehmen - und auch diesmal sollten sie mit ihrem Vorhaben erfolgreich sein. Das Spiel endete torlos 0:0.

Meist bestimmt die Taktik das Geschehen

Das mit Spannung erwartete Spitzenspiel war, wie es bei besonders brisanten Partien öfters einmal der Fall ist, relativ ereignisarm. Die Heimelf hatte gerade in den ersten Minuten mehr vom Spiel und prüfte FCT-Keeper Sandro Volz mehrfach. Der Schlussmann der Gäste konnte die Versuche jedoch entschärfen.

Service:

Ansonsten war es ein taktisch geprägtes Match. Verlieren wollte hier keiner - und das merkte man: In der Rückwärtsbewegung waren beide aufmerksam und darauf bedacht nichts zuzulassen - und so gab es für beide kein rechtes Durchkommen durch die engmaschigen gegnerischen Abwehrreihen.

Jedes Team hat eine Großchance - keine Tore in der Schlussphase

Die Folge waren deshalb viele Fernschüsse. Diese erwiesen sich jedoch meist als ungefährlich waren. Zwei nennenswerte  Großchancen gab es allerdings dann doch. Die erste für Töging in der 30. Minute: Eine von Armin Mesic getretene Ecke rutschte irgendwie über alle hinweg und fiel schließlich FCT-Kapitän Hannes Ganghofer vor die Füße. Der stocherte den Ball aus fünf Metern freistehend in Richtung Gehäuse - doch Türkgücüs Torhüter Issa Ndiaye konnte reaktionsschnell parieren. Eine starke Szene des Ex-Traunsteiners.

Die zweite Riesenmöglichkeit des Spiels hatte dann in der Schlussphase die Heimelf: Für sie flankte Sebastian Mitterhuber gefährlich in den Sechzehner, wo Giovanni Goia gekonnt per Kopf auf den knappe zehn Minuten zuvor eingewechselten Jerome Faye quer legte. Faye avancierte allerdings nicht zum vielumjubelten Joker-Matchwinner der Türken: statt ins Netz, setzte er das Leder aus etwa sechs Metern krachend an die Latte (81.).

Tore waren zuvor nicht gefallen - und daran sollte sich auch in der restlichen Schlussphase nichts mehr ändern. Zwar wollten zum Ende hin doch beide noch einmal mehr und alle drei Zähler. Doch im finalen Hin und Her fehlten dann bei schwindenden Kräften Konzentration und Genauigkeit. Entweder kamen die entscheidenden Abspiele zu unsauber oder der Angreifer stand im Abseits.

Tögings Trainer Bichlmaier mit Punktgewinn zufrieden

Ein für Landesligaverhältnisse ordentliches und aus taktischer Perspektive ansprechendes Match war es auch ohne Tore. In dieser Hinsicht war bei der umkämpften Nullnummer durchaus zu erkennen, das beide Teams in der Tabelle auf oberen Positionen beheimatet sind.

Dementsprechend äußerte sich auch FCT-Coach Andreas Bichlmaier im Nachgang: "Ich war zufrieden mit dem Spiel. Vor allem mit unserer starken Abwehrleistung. In dieser Saison haben wir nicht gegen Türkgücü verloren - das können jetzt auch nicht viele Mannschaften der Liga behaupten." In der Folgewoche müssen seine Jungs am heimischen Wasserschloss die gleiche Konzentration abrufen - denn dann geht es im nächste Topspiel gegen Spitzenreiter SE Freising.

Zurück zur Übersicht: Landesliga Südost

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare