Nichts für Feinschmecker

Kein Spiel für Fußballfeinschmecker war das Landesligaderby zwischen dem SV Erlbach und dem Tus 1860 Pfarrkirchen. Die knapp 600 Zuschauer im Waldstadion sahen über weite Strecken eine sehr zerfahrene Partie, in der beide Teams enorm angespannt wirkten und vor allem auf Fehlervermeidung bedacht waren.

„Heute haben wir sicher nicht für die Zuschauer gespielt, wichtig sind aber die 3 Punkte. Und die haben wir auch verdient geholt“, meinte Erlbachs Trainer Robert Berg nach Abpfiff. Drei Unentschieden konnte sein Team bisher einfahren, die Gäste aus Pfarrkirchen gelang zwar schon ein Sieg in diesem Jahr, zuletzt kassierte man aber zwei klare Niederlagen. Und so agierten beide Mannschaften sehr vorsichtig und riskierten wenig im ersten Durchgang, zahlreiche Spielunterbrechungen und viele kleine Fouls trugen ebenfalls zu einer recht unansehnlichen Partie bei. Lange Bälle dominierten das Spiel, die wenigen halbwegs gefährlichen Aktionen ergaben sich durch Standardsituationen.  Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend und hatten sich gut aufeinander eingestellt.

 

Ein ähnliches Bild zeigte sich auch im zweiten Spielabschnitt, weiterhin wurde abwartend agiert und auf Fehler des Gegners gehofft. Allerdings kam es nun auch vermehrt zu Torszenen, Benjamin Gerstl, der Spielführer der TuS, feuerte einen strammen Schuss ab, der gefährlich über die Querlatte strich. Auf der Gegenseite klappte heute sehr wenig über die Außenpositionen - sonst eine der großen Stärken des SVE. Nach einer Stunde startete Christoph Popp einmal durch und bediente Hannes Maier mit einem Traumpass. Seinen Abschluss parierte Markus Aigner aber reaktionsstark. 15 Minuten waren noch zu spielen, als sich Stefan Gruber ein Herz nahm, sein Schuss traf aber nur die Querlatte des Erlbacher Tor.

Dann verfehlte ein Schuss von Severin Muthmann den langen Pfosten nur knapp (77.). Beflügelt von dieser Doppelchance drängten die in Abstiegsnot steckenden Gäste auf die Entscheidung und wurden bitter bestraft. Eine Ecke von Ronald Schmidt konnte Peter Schreiner auf Maier ablegen, dessen Kopfball verfehlte das Kreuzeck noch knapp. Erlbach spielte sich fest im Strafraum von Pfarrkirchen, Bernhard Waldher, in der Halbzeitpause eingewechselt, setzte den ebenfalls eingewechselten Philipp Baumann in Szene. Baumann brachte den Ball gedankenschnell auf Waldher zurück, der am 5-Meter-Eck Kepper Aigner mit einem Flachschuss keine Chance lies und in gewohnter Manier zum 1:0 traf (84.). Das Team von Gästecoach Lukas Lechner gab sich damit aber nicht geschlagen, Felix Würzinger setzte aus wenigen Metern die Kugel über das Tor (88.). In der Nachspielzeit verlor Philipp Rodriguez den Ball in aussichtsreicher Position an Andreas Blüml, das Spielgerät wurde über Schmidt und Sebastian Spinner schnell nach vorne gebracht. Spinner konnte in seiner besten Aktion zur Grundlinie gehen und seine Bewacher düpieren, sein Anspiel verwertete Altmeister Waldher souverän zur endgültigen Entscheidung. 

Pressemeldung SV Erlbach

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