Moisi, Salibasic, Petrovic fliegen vom Platz - Ndiaye pariert Elfmeter

Wahnsinn! Ampfing holt in dreifacher Unterzahl Punkt im Kellerduell

Ampfings Held in Dachau: Issa Ndiaye, der nicht nur einen Elfmeter entschärfte, sondern stets die Ruhe bewahrte.
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Ampfings Held in Dachau: Issa Ndiaye, der nicht nur einen Elfmeter entschärfte, sondern stets die Ruhe bewahrte.

Dachau - Was für ein verrücktes Spiel war das nur zwischen dem ASV Dachau und dem TSV Ampfing! Mit am Ende nur noch sieben Feldspielern hat der TSV Ampfing beim ASV Dachau im Kellerduell der Fußball-Landesliga Südost ein 1:1 erkämpft. „Wir sind der gefühlte Sieger, auf jeden Fall der moralische Sieger“, sagt Ampfings Technischer Leiter Günther Sabinsky.

In einem keineswegs hart geführten Duell dominierten in der ersten Hälfte die beiden Abwehrreihen, keine der beiden Mannschaften wollte zu hohes Risiko gehen und so fiel der Ampfinger Führungstreffer aus heiterem Himmel: Anel Salibasic schlug einen Freistoß von der Mittellinie hoch an den Sechzehner auf Goran Divkovic, der den Ball festmachte, sich geschickt um seinen Gegenspieler drehte, auf Irfan Selimovic ablegte, der die Kugel ansatzlos aus 14 Metern rechts oben im Winkel versenkte (45.). Drei Minuten nach Wiederbeginn hätte Daniel Toma das 2:0 machen müssen, köpfte aber nach Flanke von Ante Petrovic dem Dachauer Keeper Korbinian Dietrich unbedrängt in die Arme.

Ampfing macht aus dem nichts das 0:1, dann wird es kurios

Bis dahin ein ganz normales Fußballspiel, doch in der 58. Minute musste Danut Moisi, der in der ersten Hälfte nach einem taktischen Foul Gelb gesehen hatte, wegen eines Allerweltfouls mit der Ampelkarte vom Feld. „Eine sehr harte Entscheidung“, befand Sabinsky. Sechs Minuten später setzte sich der eingewechselte Jonas Dworsky auf der rechten Seite energisch gegen Burhan Bahadir, flankte von der Grundlinie scharf und flach in den Rücken der Ampfinger Hintermannschaft, wo Sebastian Mack mit einem abgefälschten Schuss aus elf Metern Issa Ndiaye überwand. In der Folge avancierte der Ampfinger Schlussmann zum Helden Partie, der in der 78. Minute nicht nur den stark geschossen Elfmeter von Mack parierte, sondern sensationell auch den Nachschuss entschärfte.

Zuvor gab’s eine gut fünfminütige Unterbrechung nach dem Elfmeterpfiff – Bahadir soll Michael Kornprobst gefoult haben. Sabinsky: „Eine sehr strittige Entscheidung, die zu einer Rudelbildung geführt hat. Salibasic will als Kapitän seine aufgebrachten Mitspieler vom Schiri fernhalten und wird dafür vom Platz gestellt, weil er den Schiri bei dem Gedränge leicht berührt hat.“ Im Anschluss wurde auch Trainer Heiko Baumgärtner nach lautstarker Kritik an der Entscheidung mit Rot hinter die Bande geschickt.

Coach Baumgärtner fliegt auch - Ndiaye sichert den Punkt im Abstiegskrimi

Doch es kam noch schlimmer, denn in der 80. Minute zückte Felix Hoffmann nach einer Grätsche von Ante Petrovic erneut Rot. „Ante ist zu spät gekommen, aber Rot war völlig überzogen, Gelb hätte hier vollkommen gereicht“, so Sabinsky, der Einstellung und Moral der verbliebenen Schweppermänner lobte: „So etwas habe ich noch nie gesehen, das hat ausgesehen wie ein doppeltes Überzahlspiel beim Eishockey.

Wir sind mit sechs Mann am Strafraum gestanden und haben nur noch von einer auf die andere Seite verschoben.“ Mit etwas Glück und dank toller Paraden von Ndiaye brachten die Schweppermänner das 1:1 trotz gefühlt zehnminütiger Nachspielzeit über die Runden und erwarten jetzt am Dienstag um 20 Uhr den TSV Kastl zum Nachholspiel. „Das wird mit Sicherheit dann ein echtes Kampfspiel“, glaubt Sabinsky.

Die Spielstatistik

TSV Ampfing: Ndiaye – Miller, Moisi, B. Bahadir, Petrovic – Pantea (78. Richter), Salibasic, Selimovic, Cacic (40. Pete) – Toma, Divkovic (90. + 5 Duhnke). Trainer: Baumgärtner.

Tore: 0:1 Selimovic (45.), 1:1 Mack (64.)

Schiedsrichter: Hoffmann (FSV Kirchdorf)

Zuschauer: 100;

Gelb: Leiber, Beck - Divkovic

Gelb-Rot: Gegen Ampfings Moisi (58.) wegen wiederholten Foulspiels.

Rot: Gegen Ampfings Salibasic (75.) nach Rudelbildung und gegen Ampfings Petrovic (80.) wegen groben Foulspiels.

Besonderheiten: Rot gegen Ampfings Trainer Baumgärtner (77.) wegen Reklamierens; Ampfings Keeper Ndiaye hält Foulelfmeter von Mack (78.).

MB.

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