Wahnsinns-Spektakel in Erlbach

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Ein denkwürdiges Spiel erlebten die 300 Zuschauer beim ersten Spiel im neu benannten Raiffeisen Sportpark zu Erlbach. Nach einem frühen 2:0 schien alles auf einen haushohen Sieg der Heimelf hinauszulaufen, am Ende triumphierten die Gäste aus München mit 5:3.

Durch das Fehlen von Hannes Maier, Peter Schreiner, Christoph Riedl und Ronald Schmidt war Trainer Robert Berg zu Umstellungen gezwungen, die zu Beginn recht gut gelungen schienen. Philipp Baumann eroberte den Ball energisch im Mittelfeld und spielte Sebastian Spinner in den Lauf, der klug auf Christoph Popp quer legte. Der Stürmer schob zum 1:0 ein (8.). Kurze Zeit später bediente Popp Baumann im Strafraum, der sich erneut toll in Szene setzte und auf Spinner weiterleitete - schon stand es 2:0 (14.).

Nach diesen beiden herrlich heraus gespielten Treffern wurde bereits über die Höhe des zu erwartenden Heimsieges spekuliert, als sich nach einer Flanke in den Erlbach-Strafraum Michael Schreiner und Harald Bonimaier gegenseitig im Weg standen und Sinan Neumaier nur fünf Minuten nach dem 2:0 den Anschluss herstellen konnte. Erneut war es Neumaier, der Abstimmungsprobleme in der Erlbacher Hintermannschaft gnadenlos nutzt und den sehr sehenswerten Ausgleich erzielte (28.). Als dann der Österreicher nach einem langen Ball per Hacke auf Fahrettin Izci ablegte und dieser kurz vor dem Halbzeitpfiff das 2:3 erzielte, war die Partie dem SV Erlbach völlig entglitten.

Robert Berg entschied sich in der Pause erneut für Umstellungen und beorderte Bonimaier auf seine Stammposition ins defensive Mittelfeld, dafür rückte Leon Schwarzmeier von der Außen- auf die Innenverteidigerposition und Baumann auf die linke Seite. Dies schien auch zu fruchten, Erlbach drängte energisch auf den Ausgleich, die beste Möglichkeit verzeichnete Popp, der aber nur das Außennetz traf. Einen scharfen Schuss aus 25 Metern von Ercan Eraydin lenkte Klaus Malec zur Ecke. Nach dieser war Verteidiger Kazim Anuk zur Stelle und drückte einen Abpraller über die Linie zum 2:4 (52.). Als Ferdi Bolat nach einem schönen Spielzug über die rechte Seite von Izci das Spielgerät serviert bekam und Malec im zweiten Versuch bezwingen konnte, war das Spiel nach einer guten Stunde endgültig entschieden. Das 3:5 von Neuzugang Marc Bruche kurz vor Spielende war nur noch Ergebniskosmetik, in der Nachspielzeit sahen dann noch Baumann auf Erlbacher Seite und der eingewechselte Ömer Kanca die gelb-rote Karte.

Ein schlussendlich hochverdienter Auswärtserfolg der Gäste unter ihrem neuen Trainer Alper Kayabunar. Zwar profitierte das Team bei den ersten beiden Toren von schlimmen Aussetzern im Erlbacher Defensivverbund, holte sich dann aber durch aggressiven Tempofußball und Leidenschaft den zweiten Saisonerfolg.

SV Erlbach: Malec - Schmidhuber (60. Kuhn), Bonimaier, Schreiner, Schwarzmeier - Baumann, Penknker, Spinner, Salzinger - Bruche, Popp (78. Perovic)

SV Türkgücü Ataspor München: Bas - Özcelik, Mutlu (61. Kanca), Anuk (78. Basanci), Kilic (89. Aktas) - Izci, Dora, Yürükgeldi, Eraydin, Bolat - Neumaier

Schiedsrichter: Tobias Baumann

Zuschauer: 300

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