So wird es nichts

Der SV Erlbach ist im Jahr 2014 noch nicht so recht in der Landesliga angekommen und verschenkt womöglich schon frühzeitig eine sehr gute Ausgangsposition um einen der begehrten Plätze. Es ist nicht die Übermacht der Gegner, sondern man besinnt sich nicht mehr auf die eigenen Stärken, lässt Laufbereitschaft, Aggressivität und damit auch spielerische Qualität, die die Mannschaft noch in der Vorrunde ausgezeichnet hat, vermissen. Da diese Eigenschaften und auch die nötige Konzentration immer mehr Einzug halten, bringt Erlbach die Gegner in auch schon aussichtslosen Situationen immer wieder ins Spiel zurück.

So auch beim Nachbarduell vor 558 Zuschauern beim ewigen Duell gegen den SV Kirchanschöring. Man hatte die ängstlichen Hausherren eigentlich eine Halbzeit sicher im Griff. Es begann auch nach Wunsch, denn Simon Salzinger brachte den SV Erlbach bereits nach acht Minuten in Führung, als er an der Strafraumgrenze seinen Gegenspieler narrte und flach neben den Pfosten einschoss. Nur zwei Minuten später standen Lukas Kuhn und Johannes Maier im Strafraum alleine vor Tormann Dennis Kracker. Aber anstatt den Ball anzunehmen, wollte ihn Kuhn gleich weiterleiten und spielte ihn so ungenau, dass ihn der Keeper noch abwehren konnte. Die Gäste brachten es nicht fertig, die sehr wackelige Abwehr der Hausherren weiter richtig unter Druck zu setzen, die sich in dieser Phase mit einfachen Mitteln immer wieder befreien konnten.

Die erste Chance der Hausherren erfolgte aus einen Freistoß, den Tormann Klaus Malec zuerst unterschätzte, in aber dann zur Ecke abwehrte (21. Min.). Für Kirchanschöring rettete Kracker (23.) und Tobias Janietz (32.) mit großem Einsatz gegen Johannes Maier. Kurios erfolgte der Ausgleichstreffer: Christian Heinrich trat von der Mittellinie einen Freistoß, der zur Überraschung aller auch für Keeper Malec im Netz landete (41.).

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte waren die Hausherren das wesentlich aktiver Team und kämpften um jeden Ball, was ihnen die Gäste gewährten und sehr oft zu leicht machten. In den Anfangsminuten hatten beide Mannschaften sehr gute Freistoßaktionen, die aber nicht zum Ziel führten. Als wiederum eine Freistoßabwehr genau vor den Beinen von Goalgetter Sebastian Leitmeier landete jagte er aus spitzem Winkel das Leder unhaltbar zur 2:1-Führung in den Winkel (52.). Die Offensivbemühungen von Erlbach wurden in der Folge immer harmloser. Anders dagegen Kirchanschöring, die sich den Vorteil wirklich erkämpft haben und durch Leitmeier die Führung hätte ausbauen können (70.). Ein Freistoß von Heinrich landete noch am Erlbacher Torgebälk (75.).

In den letzten 15 Minuten drängte der SV Erlbach noch einmal vehement auf den Ausgleich und hatten durch Bernhard Waldher, der erst nach der Pause eingewechselt wurde, drei große Chancen die aber alle Tormann Kracker zunichte machte. Man kann nur hoffen, dass der SV Erlbach wieder schnell die Kurve kriegt, denn so wie sich die Mannschaft im Moment zeigt, spiegelt das nicht ihr wahres Gesicht.

SV Erlbach

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