Alles andere als gewöhnlich - Gawron empfängt Traunstein zum Derby

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v.links: Matthias Pongratz (SB Rosenheim), Jochen Reil (SBC Traunstein), Adam Gawron (FC Töging)

Die Landesliga Südost geht in den 19. Spieltag und kommt dabei mit einem brisanten Duell daher. Zum großen Inn/Salzach-Derby empfängt der FC Töging den SB Chiemgau Traunstein. Der Sportbund Rosenheim greift bereits am Freitag ins Geschehen ein und könnte ein weiteres Ausrufezeichen setzen.

Die Landesliga Südost geht in den 19. Spieltag und kommt dabei mit einem brisanten Duell daher. Zum großen Inn/Salzach-Derby empfängt der FC Töging am Samstag ab 14:30 Uhr den SB Chiemgau Traunstein.

Dabei geht es um weit mehr als nur drei Punkte und einen Erfolg fürs Prestige. Denn mit Adam Gawron hat das Nachbarschaftsduell seinen ganz eigenen Protagonisten.

"Ich versuche, keine Emotionen zuzulassen"

Gawron ist mit Traunstein in die Landesliga aufgestiegen und hat das Team bis Ende September betreut. Wenige Wochen nach seiner Entlassung beim Aufsteiger heuerte der 34-Jährige in Töging an und trifft nun auf seine alte Mannschaft.

"In erster Linie ist es für die Spieler aus Traunstein ein außergewöhnliches Spiel. Ich selbst kann als Trainer in 90 Minuten nur wenig Einfluss nehmen. Im Vorfeld versuche ich aber, keine Emotionen zuzulassen und das Team so vorzubereiten, wie ich es immer tue".

Reil setzt auf grundlegende Tugenden

Gawrons Gegenüber Jochen Reil, der erst seit einer Woche im Amt ist, setzt auf die Tugenden, die im Abstiegskampf gefragt sind. "Wir werden hochmotiviert ins Spiel gehen und versuchen, uns aus einer soliden Defensive heraus die nötige Sicherheit zu holen. Für meine Jungs ist das Spiel gegen den ehemaligen Trainer natürlich eine spezielle Angelegenheit. Aber letztlich geht es für uns um wichtige Punkte, das muss und wird im Vordergrund stehen".

Bereits in der Vorwoche konnte der SBC Reils Vorgaben erfolgreich in die Tat umsetzen. Gegen den zuvor in neun Spielen verlustpunktfreien Spitzenreiter FC Deisenhofen erkämpfte sich der Aufsteiger ein Remis. Das ist auch dem ehemaligen Coach nicht entgangen.

Gawron gibt klares Ziel vor

"Es weht ein frischer Wind in Traunstein, das hat die Vorwoche gezeigt und macht die ohnehin schon schwierige Aufgabe nicht leichter. Aber wir spielen zu Hause, haben am Wochenende in Landshut gewonnen und natürlich den Anspruch, die Punkte hier in Töging zu behalten".

Dass das aber kein Selbstläufer wird, hat nicht nur die Vorwoche gezeigt. Im Hinspiel siegte der SBC, damals noch unter der Leitung von Gawron, mit 1:0 und geht mit einem guten Gefühl ins Rückspiel.

Töging im Vorteil

"Die Jungs geben richtig Gas im Training, es macht einfach nur Spaß, mit dieser Truppe zu trainieren. Gegen Deisenhofen haben wir ein deutliches Zeichen gesetzt, das wollen wir in Töging natürlich bestätigen", ergänzte Reil, der weiter mit personellen Problemen zu kämpfen hat.

Gawron hingegen kann aus dem Vollen schöpfen und geht mit seinem Team als Favorit ins Spiel. Töging liegt mit 23 Punkten auf dem achten Tabellenplatz, Traunstein hat vier Zähler weniger gesammelt und steht auf Rang 14.

Sportbund steht vor richtungsweisender Partie

Bereits am Freitagabend empfängt der Sportbund Rosenheim den TuS Geretsried ab 19:30 Uhr zu einem echten Abstiegskrimi. Beide Teams stehen bei 21 Punkten und könnten mit einem Erfolg einen wichtigen Schritt aus dem Tabellenkeller machen.

Nach dem 1:0-Erfolg beim Vorletzten aus Planegg-Krailing steht der Sportbund auf einem Nichtabstiegsplatz. Das Team von Matthias Pongratz hat sich in wenigen Wochen eindrucksvoll in der Landesliga zurückgemeldet und endlich das rettende Ufer erreicht.

Herberth muss an alter Wirkungsstätte passen

Diesen Schwung gilt es gegen den Aufsteiger mitzunehemen. Denn die Aufgabe gegen die Mannschaft von Florian Beham wird alles andere als einfach.

Geretsried startete furios in die Saison, hatte dann aber mit personellen Problemen zu kämpfen und wurde in der Tabelle nach unten gereicht. Seit einigen Wochen aber liefert der TuS wieder Ergebnisse, zuletzt heimste er neun Punkte aus fünf Spielen ein.

Zu einem Wiedersehen mit dem ehemaligen Sportbund-Spieler Christoph Herberth wird es unterdessen nicht kommen. Der robuste Abwehrspieler zog sich am 17. Spieltag gegen Kirchheim einen Niereneinriss zu und wird bis zur Winterpause ausfallen.

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