Nächster Öffnungsschritt wird ausgesetzt

Keine weiteren Lockerungen im Amateurfußball: „Das tut extrem weh“

BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher.
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BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher.

Keine guten Nachrichten für die Amateurfußballer in Bayern. Nach der Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung vom Donnerstagabend wird der nächste Öffnungsschritt ausgesetzt und der Status quo bleibt bis mindestens einschließlich 28. März bestehen.

Bayern - Bayerns Amateurfußballer hatten darauf gehofft, dass am kommenden Montag (22. März) die von Bund und Ländern beschlossene nächste Stufe des Lockerungs-Plans in Kraft tritt. Damit wäre zumindest Fußball-Training mit Kontakt unter freiem Himmel unabhängig von Inzidenzen und ohne Reglementierungen hinsichtlich der Personenzahlen und des Alters möglich gewesen – soweit die Theorie.

„Hatten uns auf den nächsten vorsichtigen Schritt gut vorbereitet“

In der Praxis bleibt es nach der Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung vom Donnerstagabend bis mindestens einschließlich 28. März beim Status quo: Lokale 7-Tages-Inzidenzen entscheiden auch weiterhin, wer überhaupt zum kontaktfreien Training auf den Platz darf. beinschuss.de hatte bereits am Mittwoch berichtet, dass die Politik die nächsten Öffnungsschritte auslassen will und Kontaktsport wohl erst wieder in vier Wochen, ab dem 19. April, erlaubt werden soll.

„Wir alle hatten uns auf den nächsten vorsichtigen Schritt gut vorbereitet und natürlich haben sich unsere Fußballer*innen auch schon auf die für den kommenden Montag angekündigten Lockerungen gefreut. Die jetzige Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung angesichts zunehmender Infektionszahlen zu beurteilen, steht uns aber nicht zu“, sagt Jürgen Faltenbacher, Schatzmeister des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) und im Präsidium für den Spielbetrieb in Bayern verantwortlich.

Faltenbacher: „Das tut extrem weh“

Faltenbacher erklärt weiter: „Wir wissen jedoch, was dies in der Realität für unsere Amateurkicker heißt: Sie werden aufgrund der vielerorts im Freistaat überschrittenen und weiter steigenden 7-Tages-Inzidenzen erstmal gar nicht mehr auf den Platz können. Vor allem für unsere Buben und Mädchen, die in den vergangenen 14 Tagen selbst unter Einhaltung aller Vorgaben beim stark reglementierten Training mit großem Spaß zusammen mit ihren Freunden zum Fußball zurückgekehrt sind, ist das richtig schmerzlich. Das tut extrem weh. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die Ehrenamtlichen in den Vereinen auch jetzt wieder mit Herzblut Großes bei der Umsetzung der Vorgaben geleistet und damit Verantwortung übernommen haben, ist es besonders bitter: Zumal der Wissenschaft bis heute kein einziger Fall einer Infektion bekannt ist, der im direkten Zusammenhang mit dem Fußballspielen auf dem Platz steht.“

BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher wiederholt auch jetzt das, was er bereits vor dem letzten Bund-Länder-Gipfel betont hat: „Wir als Bayerischer Fußball-Verband bleiben bei unserer klaren Position: Vereinsfußball ist beileibe kein pandemisches Problem, er ist vielmehr Teil der Lösung.“

Was jetzt im Amateur- und Breitensport erlaubt ist: Viele Fragen zum Trainingsbetrieb - erste Antworten.

Pressemitteilung BFV

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