Re-Start am 19. September steht nichts im Wege

Fußballspiele vor 400 Zuschauern erlaubt: „Eine erfreuliche und gute Nachricht“

Fußball mit zwei Spielern.
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Fußball (Symbolbild)

Bayern - Die Staatsregierung gibt grünes Licht für den Re-Start am 19. September. Das gab Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag bekannt. Zudem sind maximal 400 Zuschauer zu den Spielen zugelassen.

Update, 16.30 Uhr: Pressekonferenz des BFV

Am Dienstagnachmittag berief der Bayerische Fußball-Verband eine Pressekonferenz ein, nachdem die Staatsregierung den Re-Start am 19. September vor Zuschauern ermöglicht hatte. Damit startet am übernächsten Wochenende sowohl der Jugend- als auch der Frauen- und Herrenbereich in den Spielbetrieb.

BFV-Präsident Koch: „Das ist eine erfreuliche und gute Nachricht“

„Dass die Entscheidung so schnell getroffen wurde, kam auch für mich überraschend. Das ist eine erfreuliche und gute Nachricht für den bayerischen Amateurfußball. Damit wurde auf unsere Forderungen vollständig eingegangen“, sagt BFV-Präsident Koch. „Ich bedanke mich bei allen Sportfachverbänden, die unsere Anliegen mit unterstützt haben. Zudem gilt der Dank Innenminister Herrmann, der immer ein offenes Ohr hatte, sowie dem bayerische Kabinett und alle weiteren Entscheidungsträger.“

Zudem bedankt sich der BFV-Präsident bei den Vereine, die sich bei der Umfrage hinter den Verband gestellt und dessen Weg unterstützt haben. „Wir haben alle große Geschlossenheit gezeigt und bewiesen, dass wir eine Gemeinschaft sind. Die Abstimmung der Vereine hat uns den nötigen Rückenwind gegeben.“ So haben die Vereine aus Kreis Inn/Salzach abgestimmt.

Koch ist aber durchaus bewusst, dass 20 Prozent der Klubs bei der Umfrage nicht für eine Fortsetzung der Saison gestimmt haben. Das seien laut dem Präsidenten etwa 800 Vereine. „Die Aufgabe des Vorstands und aller anderen Verantwortlichen liegt nun darin, für die Fortsetzung der Saison zu werben. Diese Klubs sollten auch anerkennen, dass eine Mehrheit für den Re-Start in diesem Jahr gestimmt hat und deshalb auch den Spielbetrieb aufnehmen.“ Sollte ein Verein sich dazu entschließen, in der Liga nicht mehr anzutreten, steigt dieser eine Liga ab. „Der Vorstand hat sich dazu entschlossen, dass ein solcher Klub nicht in der C-Klasse anfangen muss, sondern nur eine Liga runter muss", so Koch.

Die ersten Spielpläne sollen bis Mittwochvormittag online gestellt werden

400 Zuschauer sind nun also maximal im Freien erlaubt. Die Hygiene- und Abstandsregeln sind zwingend einzuhalten. Bis spätestens Mittwochvormittag sollen die ersten Spielpläne für die nächsten Wochen veröffentlicht werden. Zudem werden in den nächsten Tagen Gespräche geführt, inwiefern die bereits entwickelten Hygienekonzepte umsetzbar sind und inwieweit diese nochmals überarbeitet werden müssen. Die Zahl der zugelassenen Zuschauer orientiert sich auch den örtlichen Rahmenbedingungen.

Koch ist froh, dass der Weg über die Gerichte dem Verband erspart bleibt. „Der Klageweg galt von Beginn an als letztes Mittel. Es war der richtige Schritt weiterhin den sachlichen Austausch mit der Politik zu pflegen, gleichzeitig aber für die Positionen zu kämpfen. Wir haben dadurch eine öffentliche Diskussion in Gang gesetzt, wodurch dann auch die Politiker auf die Sorgen der Vereine aufmerksam geworden sind und verstanden haben um was es hier geht.“

Update, 13.42 Uhr:

Die Vereine und der BFV atmen auf. Die Staatsregierung hat am Dienstag den Wettkampfsport vor Zuschauern wieder erlaubt. Damit steht dem Re-Start am 19. September nichts mehr im Wege.

„Wo ein hohes Infektionsgeschehen herrscht, kann es zu Einschränkungen kommen. Und wo kein Abstand möglich ist, müssen die Zuschauer eine Maske tragen. Aber gerade am Fußballplatz gehen wir davon aus, dass dies nicht nötig sein wird“, sagte Söder auf der Pressekonferenz. Die Zuschaueranzahl orientiert sich an den Kulturveranstaltungen. So sind Indoor maximal 200 Personen erlaubt, Outdoor, wie beim Fußball, sind maximal 400 Zuschauer erlaubt.

„Ich bin sehr froh, dass wir diese Lockerungen nun beschließen konnten“; sagt der für den Sport zuständige Innenminister Joachim Herrmann. „Wir haben im Sport zuletzt immer schrittweise gelockert und es hat sich gezeigt, dass es in diesem Bereich kaum eine Infektion gegeben hat. Das zeigt, dass man im Sport sehr verantwortungsbewusst umgeht, sich an die Hygienekonzepte hält und jetzt auch der nächste Schritt erfolgen kann.“

Damit reagierte die Staatsregierung auf den zunehmenden Druck von Seiten der Vereine und des Verbandes. Der BFV hatte bereits vergangene Woche mit einer möglichen Klage gegen die Staatsregierung gedroht. Dazu holte sich der Verband die Unterstützung in einer Umfrage die Unterstützung der Klubs. Dabei haben 80 Prozent für einen Re-Start in diesem Jahr gestimmt. Zwei Drittel würden den Klageweg unterstützen. So haben die Klubs aus dem Kreis Inn/Salzach abgestimmt.

„Das ist eine gute Nachricht für den gesamten bayerischen Breitensport und ein großer Erfolg unserer Fußballvereine, die sich in den vergangenen Tagen nochmals sehr, sehr klar positioniert und den Kurs des Verbandes mit überragender Zustimmung unterstützt haben“, sagt BFV-Präsident Rainer Koch in einer ersten Reaktion

Update, 13.32 Uhr: Pressemeldung BFV

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann haben an diesem Dienstag im Anschluss an die Sitzung des Ministerrates mitgeteilt, dass der Wettkampspielbetrieb im bayerischen Amateurfußball mit einer begrenzten Zahl an Zuschauern analog zum Kulturbetrieb – wie vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) gefordert – zum geplanten Datum am 19. September 2020 im Freistaat wieder aufgenommen werden kann.

Das ist eine gute Nachricht für den gesamten bayerischen Breitensport und ein großer Erfolg unserer Fußballvereine, die sich in den vergangenen Tagen nochmals sehr, sehr klar positioniert und den Kurs des Verbandes mit überragender Zustimmung unterstützt haben“, sagt BFV-Präsident Rainer Koch in einer ersten Reaktion: „Wir bedanken uns ausdrücklich und stellvertretend für alle politischen Entscheidungsträger bei Innenminister Joachim Herrmann für die jetzt sehr rasch getroffene Entscheidung und das positive Signal. Uns war es immer wichtig, einen sachlichen Dialog zu führen, eine Klage wäre nur das letzte Mittel gewesen – auch das haben wir immer betont.“

Pressemitteilung Bayerischer Fußball-Verband

Update, 13.26 Uhr:

Innen- und Sportminister Joachim Herrmann zeigt sich erfreut, dass der Sportbetrieb im Amateurbereich wieder freigegeben werden kann. Das betrifft alle Kontaktsportarten, wie Fußball, Handball oder auch Eishockey. Die Zuschaueranzahl orientiert sich an den Kulturveranstaltungen. So sind Indoor maximal 200 Personen erlaubt, Outdoor, wie beim Fußball, sind maximal 400 Zuschauer erlaubt.

Update, 13.15 Uhr:

Jetzt ist es offiziell! Ministerpräsident Markus Söder gab auf der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung bekannt, dass der Spielbetrieb im Amateurfußball in Bayern wieder aufgenommen werden kann. Zudem sind Zuschauer bei den Spielen wieder zugelassen. Damit können die Vereine und die Fußballer endlich wieder aufatmen!

Vorbericht

Um 13 Uhr ist eine Pressekonferenz der bayerischen Staatsregierung angesetzt. Noch tagt das Kabinett, doch einige Informationen sind bereits nach außen gedrungen. Der Amateurfußball soll bald wieder auf den Platz zurückkehren. Wie die Nürnberger Nachrichten berichten, soll der Spielbetrieb ab dem 19. September vor maximal 400 Zuschauern wieder starten können.

Genaue Zahl an Zuschauern soll an örtlichen Gegebenheiten angepasst werden

Die genaue Zahl der zugelassenen Zuschauer soll den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Es müssen weiterhin die entsprechenden Abstandsregeln und Hygienekonzepte eingehalten werden. Zuvor hat sich bereits Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger für Lockerungen im Amateursport ausgesprochen. „Wir wollen, dass wieder Normalität einkehrt, unter all den Risiken, die vielleicht da auch irgendwo mitschwingen. Wir müssen kalkuliert an Risiken rangehen, anstatt uns aus Angst vor dem Tod schon vorher zu erschießen“, sagte der Chef der Freien Wähler.

Um 13 Uhr soll die Entscheidung bekannt gegeben werden. beinschuss.de hält euch dazu auf dem Laufenden.

ma



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