Nach Corona-Gipfel von Bund und Ländern

Amateurfußball bleibt im Lockdown - Lockerungen erst ab Inzidenz unter 35

Ein Fußball der einen Mundschutz umgebunden hat.
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Amateurfußball in der Corona-Krise

Die Millionen Amateur- und Breitensportler gingen am Mittwochabend leer aus. Das Sportverbot bleibt bis mindestens 7. März weiterhin bestehen. Weitere Schritte zur Öffnung sollen erst ab bei einer 7-Tages-Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb einer Woche erfolgen.

Die Sorgen der Sportvereine und der Verbände werden nicht geringer. Was sich bereits am Mittwochnachmittag angedeutet hat, wurde schließlich Gewissheit: Der Stillstand im Amateursport bleibt bis mindestens 7. März bestehen und damit ruht auch weiterhin der Ball im regionalen Amateurfußball.

Appell der Sportministerkonferenz blieb ungehört

Darauf einigten sich die Politiker beim Corona-Gipfel von Bund und Ländern, wo über das weitere Vorgehen während der Corona-Pandemie diskutiert wurde. Damit blieb der Appell der Sportministerkonferenz ungehört, die sich für eine schrittweise Lockerung ausgesprochen hat. Die Verlängerungen der Beschränkungen begründete Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der ausbreitenten Mutation des Coronavirus.

Während Millionen Amateur- und Breitensportler derzeit wegen der Beschränkungen auf ihren Trainings- und Wettkampfbetrieb verzichten müssen, können Profisportler unter Ausschluss von Zuschauern und mit strengen Hygienekonzepten weiter Spiele und Wettbewerbe ausrichten.

Ziel sei eine „sichere und gerechte Öffnungsstrategie“

Weitere Schritte zur Öffnung sollen erst ab bei einer 7-Tages-Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb einer Woche erfolgen. In dem Beschluss vom Mittwoch heißt es, dass „eine Arbeitsgruppe auf Ebene des Chefs des Bundeskanzleramtes und der Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien“ weitere Lockerungsschritte im Sport und anderen Bereichen erarbeiten soll.

Man wolle eine „sichere und gerechte Öffnungsstrategie“ mit „Planungsperspektiven“, heißt es weiter. Laut Ministerpräsident Markus Söder sei der Inzidenzwert von 35 bald möglich.

14 Großvereine aus Bayern schlugen in einem Positionspapier Alarm

Zuletzt haben sich auf 14 Großvereine aus Bayern, darunter auch der SV Wacker Burghausen, mit einem Positionspapier zu Wort gemeldet und Alarm geschlagen. Die Klubs machten darauf aufmerksam, dass die bisherigen Hilfen bei ihnen keine Wirkung zeigen und schlugen dafür eine Kopfpauschale pro verlorenem und nicht dazugewonnen Mitglied vor.

Zudem fordern sie anhand der Sportampel Bayern die schrittweise Öffnung der Sportstätten. Doch mit der Verlängerung des Sportverbot im Amateurbereich scheint auch dieses Konzept nicht mehr zu halten sein.

ma

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