Von geteilten Ligen bis zum Hinrundenschluss

So planen die einzelnen Landesverbände nach der Corona-Zwangspause

Ein Bein streckt sich nach dem Ball.
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Fußball (Symbolbild)

Wie geht es nach dem Sportverbot weiter mit dem Spielbetrieb im Amateurfußball? In Bayern wird die Saison 2019/21 einfach zu Ende gespielt, doch wie sieht es in den anderen Landesverbänden aus? beinschuss.de hat für euch eine Übersicht zusammengestellt.

Badischer Fußball-Verband

Aktuell prüft man in Baden, wie mit dem restlichen Spieljahr umgegangen werden soll. Dabei werden mehrere Optionen geprüft, wie der Verband mitteilte. Sollte die Saison nicht komplett zu Ende gespielt werden können, könnte die Quotienten-Regelungen zum Einsatz kommen. Ein weitere Möglichkeit wäre zudem die Annullierung der Meisterschaftsrunde. „Ausdrücklich kann auf die aktuelle Situation aber auch durch die Entwicklung anderer Spielmodi reagiert werden. Denkbar sind so zum Beispiel auch Auf- und Abstiegsrunden nach einer abgeschlossenen Vorrunde“, teilt der Badische Fußball-Verband weiter mit.

Bayerischer Fußball-Verband

Als einziger Verband hat der BFV die Saison 2019/20 nicht abgebrochen, weshalb er in eine komfortablen Situation ist. Im kommenden Jahr können wohl alle ausstehenden Ligaspiele absolviert werden. Die einzige Frage ist nur, ob der neugeschaffene Ligapokal zu Ende gespielt werden kann.

Berliner Fußball-Verband

Beim Berliner Fußball-Verband ist man derzeit noch optimistisch, dass die Spielzeit 2020/21 regulär zu Ende gespielt werden kann. Anpassungen im Spielbetrieb wurden deshalb noch nicht vorgenommen.

Bremer Fußball-Verband

Im Bremen sah man sich aufgrund des verlängerten Lockdowns im Herbst zu drastischen Maßnahmen gezwungen. Der Verband hat sich dazu entschieden, dass in jeder Staffel nur noch die Hinrunde fertig gespielt wird. Diese soll dann spätestens am 30. Juni beendet sein. Die Tabelle nach der Hinrunde bildet dann die Abschlusstabelle.

Fußball-Landesverband Brandenburg

In Brandenburg geht man davon aus, dass das Spieljahr ohne Probleme beendet werden kann. Deshalb wurden noch keine Maßnahmen getroffen.

Hamburger Fußball-Verband

Der Fußball-Verband in Hamburg hat bereits massive Anpassungen des Spielbetriebs vorgenommen. So wird in jeder Liga nur noch die Hinrunde zu Ende gespielt. Zudem wird es keine Auf- und Abstiegsrunden geben. Der Verband befragte zuletzt seine Mitglieder, wie nach ihrer Meinung die Saison gewertet werden soll. Das Ergebnis ist noch offen.

Hessischer Fußball-Verband

In Hessen wird deutlich, dass wohl nicht in allen Ligen die Spielzeiten mit Hin- und Rückrunde zu Ende gespielt werden können. Wie der Verband mitteilte, sollen alle Ligaspiele bis zum 13. Juni beendet sein. Deshalb wird wohl auch hier nur die Hinrunde gespielt und die Tabelle dann als Abschlusstabelle gewertet. Sicher ist, dass es keine Auf- und Abstiegsrunden geben wird.

Landesfußball-Verband Mecklenburg-Vorpommern

Der Spielbetrieb soll in Mecklenburg-Vorpommern mit einer Anlaufzeit von 14 Tagen erfolgen. Damit ist Stand jetzt der Re-Start frühestens ab dem 6. Februar 2021. „Dabei wird Flexibilität von allen Seiten - ggf. auch hinsichtlich einer möglicherweise notwendigen Anpassung einzelner Wettbewerbsmodelle - erforderlich sein“, teilt der Verband mit. Anpassungen wurden bislang nicht vorgenommen.

Fußball-Verband Mittelrhein

Über etwaige Anpassungen ließ der Verband bislang nicht verlautbaren. „Die spielleitenden Stellen befassen sich aktuell mit den Fragestellungen zum Fortgang der laufenden Saison einschließlich der Pokal-Wettbewerbe“, teilte der Verband zuletzt mit. Die Spielleiter der Ligen haben die Möglichkeit, ohne Zustimmung der Vereine den Austragsmodus zu verändern. Damit könnten also auch hier nur die Hinrunden-Ergebnisse gelten.

Fußball-Verband Niederrhein

Frühestens zwei Wochen nach der Öffnung der Sportanlagen soll der Spielbetrieb im Niederrhein wieder aufgenommen werden. Daher ist der 23. Januar der früheste Starttermin. Im Spielbetrieb wurden bislang keine Anpassungen vorgenommen.

Niedersächsischer Fußball-Verband

Der Verband teilte bereits vor Saisonbeginn die Spielklassen in kleiner Staffeln ein und stellte so früh die Weichen für eine mögliche Aussetzung des Spielbetriebs. Dadurch hat der NFV mehr Spielraum als vergleichsweise andere Verbände.

Fußball-Verband Rheinland

Um die Saison noch mit Hin- und Rückspielen beenden zu können, müsste der Re-Start im Rheinland im Januar erfolgen. Diese Optimallösung scheint aber in weite Ferne gerückt zu sein. Deshalb hat der Verband bereits fünf Möglichkeiten entworfen, wie die Saison beendet werden soll.

Saarländischer Fußball-Verband

Vor der Saison wurden die Ligen in kleinere Staffeln unterteilt, wodurch der Verband mehr Luft hat als andere Fußballverbände in Deutschland. Deshalb hält der SFV an dem Plan fest, die Saison ohne Anpassungen zu Ende zu spielen.

Fußball-Verband Sachsen-Anhalt

Der Verband plante damit, dass der Re-Start am 16./17. Januar erfolgen sollte. Dieser Starttermin hat sich aber aufgrund der Verlängerung des Lockdowns wohl erledigt. Deshalb muss sich der FSA neue Optionen überlegen.

Sächsischer Fußball-Verband

Vor der Start der neuen Saison beschloss der Verband Änderungen in der Spielordnung, sodass er nun mehr Handlungsspielräume besitzt. Bislang wurden noch keine Änderungen vorgenommen, doch je nach Staffelstärke und Altersklasse könnten einzelne Lösungen erarbeitet werden.

Schleswig-Holsteinischer Fußball-Verband

In Schleswig-Holstein hofft man, dass am 5. Februar die ersten Punktspiele ausgetragen werden können. Dann könnte die komplette Spielzeit noch ausgetragen werden. Doch im Hintergrund arbeitet der Verband bereits an alternativen Modellen.

Südbadischer Fußball-Verband

In Südbaden hat der Verband bereits Maßnahmen getroffen. Wenn eine Liga aus 14 oder weniger Teams besteht, soll die Meisterschaftsrunde mit Hin- und Rückspiel ausgetragen werden. Bei mehr Mannschaften wird die Liga nach der Hinrunde zur Hälfte geteilt. Im Modus „Jeder-gegen-Jeden“ spielt dann die jeweilige Hälfte gegeneinander. Die Punkte und Tore aus der Vorrunde werden mitgenommen. Dadurch sind Auf- und Abstiegsrunden möglich.

Südwestdeutscher Fußball-Verband

Bis zum 14. Januar wird der Spielbetrieb mindestens ausgesetzt. Anpassungen im Spielbetrieb wurden bislang nicht vorgenommen.

Thüringer Fußball-Verband

In Thüringen wurden bislang keine Anpassungen vorgenommen. Doch hinter den Kulissen soll schon an konkreten Plänen gearbeitet werden. Bekannt ist dazu allerdings noch nichts.

Fußball- und Leichathletik-Verband Westfalen

Vor der Saison beschloss der Verband, dass wenn mindestens 50 Prozent aller Spiele einer Liga gespielt wurden, die Saison gewertet werden kann. Dadurch steht der Verband nicht vor allzu großem Druck aktuell. Sollten die 50 Prozent nicht erreicht werden, wir das Meisterschaftsjahr annulliert.

Württembergischer Fußball-Verband

Der Verband hofft zwar weiterhin, dass die Saison vollständig beendet werden kann, doch aufgrund des Lockdowns wird dies immer unwahrscheinlicher. Doch die Spielordnung sieht dafür schon Regelungen vor. „Sowohl die Quotienten-Regelung zur Ermittlung von Auf- und Absteigern als auch die Möglichkeit zur Annullierung von Meisterschaftsrunden sind vorgesehen“, teilt der Verband mit. Zudem könnte die Saison auch über den 15. Juni 2021 hinaus verlängert werden. „So können zum Beispiel Auf- und Abstiegsrunden nach einer abgeschlossenen Vorrunde ein geeignetes Modell sein, um zu sportlich faireren Ergebnissen als bei Anwendung der Quotienten-Regel zu kommen“, so der Verband weiter.

ma

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