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„Machen uns Sorgen“ - wird der Spielbetrieb wegen Corona erneut ruhen?

Der Amateurfußball in Zeiten der Corona-Pandemie (Symbolbild)
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Der Amateurfußball in Zeiten der Corona-Pandemie (Symbolbild)

Kreis Inn/Salzach - Einige Vereine haben sich bereits freiwillig von dem Ligapokal abgemeldet und werden dieses Jahr nicht mehr spielen, andere wiederum hoffen, dass es trotz der steigenden Corona-Zahlen weitergeht. „Wir wollen keinen Schnellschuss“, sagt Kreisvorsitzende Carmen Gardill gegenüber beinschuss.de.

Wie lange kann der Spielbetrieb im bayerischen Amateurfußball und insbesondere im Kreis Inn/Salzach aufrecht erhalten werden? Die Corona-Zahlen steigen von Tag zu Tag, am Donnerstag meldete das Robert-Koch-Institut einen neuen Höchstwert. Wie rosenheim24.de berichtet, gibt es 11.287 neue Fälle binnen 24 Stunden - absoluter Rekord in Deutschland seit Ausbruch der Pandemie.

In allen Landkreisen steigen die Corona-Zahlen

Auch in der Region steigen die Zahlen. Am Dienstag, den 20. Oktober, 14 Uhr trat im Berchtesgadener Land der regionale Lockdown in Kraft, derzeit liegt die 7-Tages-Inzidenz bei 292,6. Dadurch wurden sämtliche Sportanlagen gesperrt und die Vereine mussten ihren Trainings-und Spielbetrieb für zwei Wochen komplett einstellen. Auch in den übrigen Landkreisen sieht die Lage nicht gerade besser aus. Die 7-Tages-Inzidenz der Landkreise im Überblick:

  • Stadt Rosenheim 96,0
  • Landkreis Rosenheim 82,3
  • Landkreis Traunstein 59,8
  • Landkreis Berchtesgadener Land 292,6
  • Landkreis Mühldorf 95,8
  • Landkreis Altötting 26,9

Die Situation scheint also immer bedrohlicher zu werden und damit stellt sich auch die Frage: Soll der Spielbetrieb im Fußball im Angesicht der steigenden Zahlen weiter so fortgesetzt werden. Vor allem, weil in den unteren Ligen bis zur Kreisliga, aber auch in der Bezirks- und Landesliga nur noch der neu geschaffene Ligapokal gespielt wird. „Das wäre der erste Streichkandidat“, sagte BFV-Pressesprecher Fabian Frühwirth bereits gegenüber beinschuss.de.

Kreisvorsitzende Gardill: „Natürlich machen wir uns Sorgen“

Einige Vereine haben bereits ihre Klubs von diesem Zusatzwettbewerb abgemeldet, wie beispielsweise der SV Saaldorf oder der FC Grünthal. Die Gründe sind vielseitig, häufig allerdings kommt das Argument, dass es gegenüber den Arbeitgebern zunehmend schwer zu vermitteln sei, dass ihre Spieler am Wochenende auf dem Fußballfeld stehen. Auch wenn der Verband und einige Ärzte betonen, dass das Ansteckungsrisiko auf dem Platz äußert gering sei.

Natürlich machen wir uns Sorgen“, sagt Inn/Salzach-Kreisvorsitzende Carmen Gardill auf Nachfrage von beinschuss.de. „Wir müssen aber mehrere Aspekte bei der Frage, ob weiter gespielt wird, beachten.“ Dabei geht es neben den Spielplan, die Ansetzung der bislang schon ausgefallenen Spiele auch um den gesundheitlichen Aspekt.

Gardill: „Es ist noch nichts entschieden“

Unter einigen Vereinen machte das Gerücht bereits die Runde, dass der Ligapokal am kommenden Wochenende abgesagt werden soll. „Wir wollen jetzt keinen Schnellschuss“, so Gardill weiter. „Es ist noch nichts entschieden. Wir müssen dabei die Meinungen und Ansichten aller Vereine einholen und dann eine gemeinsame Entscheidung treffen.“ Damit wird wohl am kommenden Wochenende weitergespielt, doch der Kreissauschuss und die Spielleiter beraten sich am Donnerstagabend, wie in der aktuellen Situation weiter verfahren werden soll.

Auch beim Bayerische Fußball-Verband macht man sich Gedanken. „Wir sind mit Politik im Austausch“, sagt BFV-Pressesprecher Frühwirth auf Nachfrage von beinschuss.de. „Derzeit stellen sich viele Fragen, wie beispielsweise was der dunkelrote Bereich für den Fußball für Auswirkungen hat.“

Schreibt uns Eure Meinung!

Es bleibt also abzuwarten, wie lange der Ball im Kreis Inn/Salzach noch rollen wird. Wie seht Ihr die aktuelle Lage? Schreibt uns Eure Meinung unter info@beinschuss.de: Soll der Spielbetrieb trotz der steigenden Corona-Zahlen fortgesetzt werden? beinschuss.de wird einige Meinungen veröffentlichen.

ma

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