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Medienberichte: Bayern stoppt Erstimpfungen in den Corona-Impfzentren

Medienberichte: Bayern stoppt Erstimpfungen in den Corona-Impfzentren

„Dies ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung“

Nun also doch: Training in Fünfergruppen für Kinder auch in Bayern erlaubt 

Ein Fußball liegt im Tornetz.
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Fußball (Symbolbild)

Der organisierte Sport hat bei der bayerischen Politik erwirkt, dass der Freistaat Regelungen des Bundesinfektionsschutzgesetzes in seiner Landes-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung umsetzt. Dies ist jetzt erfolgt: Training im Freien für unter 14-Jährige in Fünfergruppen ist auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 erlaubt. 

Bayern - In der bayerischen Staatsregierung scheint in Sachen Sport zumindest in kleinen Teilen ein Umdenken stattgefunden zu haben. Wie am Dienstag bekannt wurde, werden die Regelungen des Bundesinfektionsschutzgesetzes nun in der Landes-Infektionsmaßnahmenschutzverordnung umgesetzt.

Igelspacher: „Das ist aber allenfalls ein Schrittchen in die richtige Richtung“

Das bedeutet, dass Kinder und Jugendliche ab Mittwoch (28. April) unter 14 Jahren bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 kontaktlosen Sport im Freien in maximal Fünfer-Gruppen ausüben dürfen. „Etwaige Anleitungspersonen dürfen an diesem Sport teilnehmen, wenn sie ein höchstens 24 Stunden altes negatives Testergebnis nachweisen können“, teilt die Staatsregierung mit. Vollständig geimpfte Personen werden negativ getesteten Personen gleichgestellt. Die Kinder und Jugendliche brauchen kein negatives Testergebnis vorweisen. Damit wurden die im Vergleich zur „Bundes-Notbremse“ strengeren Vorgaben im Freistaat wieder aufgegeben.

„Grundsätzlich ist alles zu begrüßen, was das Leben für unsere Kinder in diesen Zeiten verbessert. Von daher sind wir erst einmal froh, dass es auch bei der Staatsregierung eine Einsicht gibt. Das ist aber allenfalls ein Schrittchen in die richtige Richtung“, sagt der Geschäftsführer des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), Jürgen Igelspacher, der aber auch das erneuert, was schon BFV-Präsident Rainer Koch bereits in der vergangenen Woche betont hatte: „Wir bleiben dabei: Nahezu alle Expert*innen-Meinungen und harten Fakten werden erneut negiert. Der Amateur- und Jugendfußball stellt kein pandemisches Problem dar, sondern ist vielmehr fixer Teil der Lösung. Das muss endlich auch so akzeptiert werden. Bis heute kann niemand erklären, warum in der Schule getestete Kinder nicht auch am Nachmittag in größeren Gruppen und ohne Altersbeschränkung gemeinsam unter Aufsicht sowie unter Einhaltung der etablierten Hygienekonzepte trainieren dürfen. Sport ist wichtig für unsere Gesellschaft, er ist wichtig für die Gesundheit. Der Sport gibt Menschen Bewegung und Lebensfreude zurück, ganz besonders Kindern und Jugendlichen. Das bleibt ihnen mit dieser Regelung faktisch verwehrt und hat drastische Folgen – für Körper und Psyche, aber auch für den Unterbau in unseren Vereinen.“

BLSV-Präsident Ammon: „Dies ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung“

„Das Festhalten an den strengeren Regelungen für den Sport in Bayern trotz einer Erleichterung im Bundesgesetz war für uns nicht nachzuvollziehen“, sagt der Präsident des BLSV, Jörg Ammon. „Das haben wir sehr deutlich gemacht. Die Politik ist unserer Forderung wenigstens die zarten und maßvollen Erleichterungen aus der dem Bundesgesetz auch in Bayern umsetzen, nun nachgekommen. Dies ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.“

ma

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