„Bundes-Notbremse“ erlaubt eine solche Regelung

Training in Fünfergruppen für Kinder erlaubt - aber nicht in Bayern

Fußball Training von Junioren
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Fußball Training von Junioren (Symbolbild).

Die „Bundes-Notbremse“ sieht vor, dass Kinder unter 14 Jahren trotz eine Inzidenz von über 100 kontaktfreien Sport in Fünfergruppen betreiben dürfen. Doch in Bayern wird diese Regelung nicht umgesetzt.

Bayern - Ein Ende der aktuellen Lage im Amateur- und Breitensport ist nicht in Sicht und die Sportler warten weiterhin vergbeblich auf Lockerungen. Zumidenst gab es kurz Hoffnung für Kinder und Jugendliche, denn die beschlossene „Bundes-Notbremse“ sah vor, dass Kinder unter 14 Jahren auch bei einer örtlichen Inzidenz von über 100 kontaktfreien Sport in Fünfergruppen betreiben dürfen. Das ist zwar nicht viel, aber besser als gar nichts.

Kinder und Jugendliche gehen leer aus - BFV-Präsident Koch äußert Kritik

Doch wie nun bekannt wurde, mach das Land Bayern bei dieser Regelung nicht mit. Wie der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) bestätigt, bleibt es im Freistaat bei den alten Vorgaben. „Also kein Joggen alleine ab 22 bis 0 Uhr und kein Training für unter 14-Jährige draußen in Fünfergruppen“, teilt der BLSV mit.

BFV-Präsident Rainer Koch äußerte bereits seinen Unmut über die „Bundes-Notbremse“ und kritisierte die neuen Regelungen: „Das ist keineswegs der erhoffte und in unseren Augen längst überfällige Schritt in die richtige Richtung. Das Gegenteil ist der Fall. Nahezu alle Experten-Meinungen und harten Fakten wurden erneut negiert. Ich bleibe dabei und wiederhole mich ausdrücklich: Der Amateur- und Jugendfußball stellt kein pandemisches Problem dar, sondern ist vielmehr fixer Teil der Lösung.“

Vor allem bei Kinder und Jugendliche kann der BFV-Präsident nicht verstehen, warum es keine Lockerungen gibt: „Bis heute kann niemand erklären, warum in der Schule getestete Kinder nicht auch am Nachmittag gemeinsam unter Aufsicht und unter Einhaltung der etablierten Hygienekonzepte trainieren dürfen. Das bleibt ihnen mit dieser Regelung, von der wir im Moment nicht wissen, ob sie in Bayern überhaupt gilt, faktisch verwehrt und hat drastische Folgen – für Körper und Psyche, aber auch für den Unterbau in unseren Vereinen.“

ma

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