Der Coach kritisiert den FC Memmingen

Aschaffenburgs Trainer vor dem Halbfinale: „Hat einen faden Beigeschmack“

Zwei Spiele im Zweikampf um den Ball
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Fußballspiel

Aschaffenburg - Am Dienstag steigt das Totopokal-Halbfinale zwischen dem SV Viktoria Aschaffenburg und den Würzburger Kickers. Der Zweitliga-Aufsteiger ist bereits für den DFB-Pokal qualifiziert. SV-Coach Jochen Seitz sieht nur minimale Chancen für sein Team und kritisiert den Halbfinal-Verzicht des FC Memmingen.

Am Dienstag (Anstoß 17.45 Uhr) kommt es im Totopokal-Halbfinale zum Unterfranken-Derby und der Neuauflage des Vorjahresfinals zwischen dem SV Viktoria Aschaffenburg und den FC Würzburger Kickers im Stadion am Schönbusch. Für die Hausherren geht es nicht nur um eine erfolgreiche Revanche für die Finalniederlage aus dem Vorjahr (0:3), sondern vor allem darum, die vorletzte Hürde auf dem Weg zum Einzug in die 1. DFB-Pokal-Hauptrunde zu nehmen, wo mit Bundesligist Eintracht Frankfurt ein Top-Team auf den bayerischen Pokalsieger wartet. Die Würzburger hingegen haben ihr Pokal-Ticket (gegen Hannover 96) als Zweitligaaufsteiger bereits in der Tasche.

Würzburgs Sauer: „Wir verzichten auf unseren Anteil bis zu einer vereinbarten Höhe“

Auch wenn die Partie bedingt durch die Corona-Pandemie vor leeren Rängen ausgetragen werden muss, muss niemand auf den Unterfranken-Schlager verzichten. Der Regionalligist überträgt das Match in Kooperation mit TV Mainfranken im Livestream und im Free-TV auf TV Mainfranken - empfangbar sowohl über Kabel, via Satellit als auch Magenta.

Die Würzburger, die aus eigener Erfahrung wissen, wie wichtig zusätzliche Einnahmen vor allem für Amateurvereine sind, haben ihre Unterstützung zugesagt: „Wir haben keine Sekunde gezögert, kommen hier dem Amateurverein entgegen und verzichten auf unseren Anteil bis zu einer vereinbarten Höhe“, erklärt FWK-Vorstandsvorsitzender Daniel Sauer.

Aschaffenburgs Trainer Sietz: „Ein Sieg wäre eine Sensation“

Die fehlenden Zuschauer machen die Aufgabe für den Regionalligisten nicht einfacher. „Ein Sieg wäre eine Sensation“, sagt Viktorias Trainer Jochen Seitz gegenüber dem KICKER. „Es ist etwas ganz Besonderes, wenn 4.000 oder 5.000 Leute kommen. Für uns wäre es natürlich hilfreich gewesen, wenn uns die Zuschauer pushen würden.“

Seitz: „Das Ganze ist sehr unglücklich für uns“

Aufgrund des Rückzugs vom FC Memmingen steht der TSV 1860 München bereits als Finalist fest. Für Seitz hat dieses Vorgang einen „sehr faden Beigeschmack.“ Der ehemalige Profi findet deutliche Worte: „Wer im Halbfinale steht, sollte alles probieren, um spielen zu können.“ Zudem kritisiert Seitz den Bayerischen Fußball-Verband und findet, dass die Partie gegen die Kickers nicht nötig gewesen wäre. „Aus unserer Sicht wäre es die fairste Lösung gewesen, uns im Finale gegen Sechzig spielen zu lassen. Für Würzburg geht es ja um nichts mehr. Deshalb ist das Ganze sehr unglücklich für uns. Wir hätten uns da mehr Unterstützung seitens des Verbands gewünscht.“

Der Sieger der Partie zwischen Aschaffenburg und Würzburg trifft am 5. September auf den TSV 1860 München. Das Endspiel wird im BR Fernsehen ab 14 Uhr live übertragen.

ma/PM BFV

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