Aufsteiger entzaubert SV-DJK

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So schnell kann es gehen: Vier Buden kassierte Kolbermoor zuhause - gegen einen Aufsteiger.

Kolbermoor und Freilassing patzen, Traunreut verspielt Führung

Viermal wurde in der Bezirksliga am Samstagnachmittag gespielt: Beinschuss.de mit dem Überblick über alle Spiele und alle Tore:

Dreimal De Prato

Die Statistik war mehr als vorzeigbar: 19 Zähler aus sieben Partien, verloren hat die Truppe von Jochen Reil noch überhaupt nicht. Kolbermoor Ende August auf dem zweiten Platz, gleichauf mit Freilassing. Doch dass jede Serie auch irgendwann ein Ende haben kann, zeigte der Samstag.

Ein Aufsteiger war nämlich zu Gast am Huberberg. Mit dem TSV Mossach kam eine Truppe, die sich relativ schnell und auch gut an das Niveau dieser Bezirksliga anpassen konnte. Zehn Punkte, ein Platz im sicheren Mittelfeld für den Kreisligisten der letzten Spielzeit. Und die Auswärtstruppe legte eine Traumstart hin:

Zwölf Minuten gespielt, und schon musste Kolbermoor-Keeper Feret das Spielgerät aus dem eigenen Kasten holen: Markus De Prato, der Aktivcoach höchstselbt, brachte seine Teamkollegen mit 1:0 in Führung. Und die "De Pratos" ließen es beim Ligazweiten weiter so richtig krachen: Thomas De Prato traf in der 36. erhöhte zum 2:0, Stefan gelang noch in der Nachspielzeit der nächste, dritte Treffer der TSV-Akteure.

Die Partie zur Pause eigentlich schon gelaufen, die erste Pleite des letztjährigen Relegationskandidaten in der neuen Spielzeit stand bevor. Copado Alvarez markierte in der 86. Minute den 0:4-Endstand. Der Aufsteiger setzt sich überraschend in Kolbermoor, Anton Peter sah in den Schlussminute noch die Ampelkarte, durch.

Strauchelt auch die Torfabrik aus Freilassing?

Als um 14.30 Uhr die Partie zwischen Aufsteiger Au und dem Tabellenführer ESV Freilassing angepfiffen wurde, war den Gästen schon klar: Heute wird uns Kolbermoor nicht einholen können. Die Eisenbahner konnte also befreit aufspielen beim Aufsteiger, der noch ein wenig auf Formsuche ist. Mit einem Dreier könnten die Grenzstädter sogar ein gewisses Polster zwischen sich und die Verfolger legen.

Schaut man auch hier vorher auf die Daten, so wird klar: Auswärts haben die Ballermänner aus Freilassing jedes Spiel gewonnen, immer konnten die ESVler ihre Heimreise ins Berchtesgadener Land mit allen Zählern antreten. Wieso dann heute ausgerechnet in Au?

Vielleicht weil der Aufsteiger alles in die Waagschale werfen konnte und mit Herzblut gegen den haushohen Favoriten fightete. Lucas Berndl wurde nämlich zum Mann des Tages gegen die Spitzentruppe um Deiter, Leitz und Co. Berndl markierte in der 75. Minute das 1:0 für die Hausherren, es sollte der einzige Treffer der Partie bleiben.

Kolbermoor verliert daheim und auch Freilassing muss eine Niederlage hinnehmen. Die bestplatzierten Teams der bisherigen Saison müssen zunächst einen Dämpfer verkraften, sie stagnieren nun bei 19 Zählern. Jetzt muss die Konkurrenz da sein ...

Waging als Underdog

Von den beiden Topteams zurück ins Mittelfeld - oder wenn man von den Seerosen aus Waging spricht: im Abstiegskampf! Der TSV am Samstag zu Gast in Ottobrunn, das schon doppelt soviele Zähler sammeln konnte. Waging fünf, das Team aus dem Münchner zehn.

Wenig überraschend war es auch der Gastgeber, der in Führung. Andreas Huber brachte den klaren Favoriten in der 33. Minute in Führung. Nun mussten die Seerosen liefern:

Und das tat die Truppe um Coach Bruno Tschoner auch: Bernd Mühlbacher mit dem Ausgleich, Waging war wieder da (79.). 1:1, so hieß auch der Endstand in dieser Begegnung.

Frühe Führung, späte Gegentreffer

Die letzte Partie in der Bezirksliga wurde erst um 17.30 Uhr angepfiffen: Ebersberg zuhause im Waldsportpark gegen den TuS Traunreut lautete die Begegnung unter der Leitung von Schiedsrichterin Annemarie Eschbaumer.

Auch hier war wieder "Mittelfeld bis Abstiegskampf" drin, die Eber die besser positionierte Mannschaft im Klassement. Doch das störte die Gäste herzlich wenig, denn die Traunreuter gingen in Front - und wie:

Doppelschlag vom TuS, Doppelschlag von Johannes Schreiber. Traunreut Nummer '11' in der zwöften und 15. erfolgreich, der Weg für einen Auswärtssieg am Samstagnachmittag schien geebnet. Doch die Ebersberger sollte man nicht abschreiben - erst recht nicht nach so einem Katastrophen-Start ins Spiel:

Michael Bartlhuber zehn Minuten nach Seitenwechsel mit dem Anschlusstreffer. Und es kam noch dicker für den TuS: Stefan Lechner trug sich in der 80. Minute ebenfalls in die Torjägerliste ein. Am Ende blieb es bei dem 2:2-Unentschieden, da sich der TSV noch in die Begegnung zurückkämpfte und die frühe Führung ausgleichen konnte.

 

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