Auf Kosten der kommenden Spielzeit?

BFV passt Satzung an: Die Saison 2019/20 hat Vorrang

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Der BFV hat seine Satzung an einigen Stellen angepasst. Dadurch wird deutlich: Die Saison 2019/20 hat für den Verband Vorrang, notfalls auch auf Kosten der kommenden Spielzeit.

Der Bayerische Fußball-Verband beschloss am 23. April, die Saison 2019/20 im Amateurbereich bis 31. August auszusetzen. Erst ab dem 1. September soll, wenn möglich, die Spielzeit wieder fortgesetzt werden. In zahlreich anderen Landesverbänden, beispielsweise in Sachsen, stehen die Zeichen dagegen auf Abbruch

Der BFV hat nun seine Satzung an mehreren Stellen angepasst, wie der Verband auf seiner Homepage mitteilt. Damit soll der Plan, ab dem 1. September wieder spielen zu können, umgesetzt werden. Dabei ist eine Änderung besonders hervorzuheben: "Das Spieljahr 2020/2021 beginnt frühestens nach Abschluss des Spieljahres 2019/2020 und kann in verkürzter und/oder geänderter Form ausgespielt werden oder ganz entfallen. Eine Entscheidung über eine Austragung der Saison 2020/2021 in verkürzter und/oder geänderter Form ist spätestens drei Wochen nach Fortsetzung des Spielbetriebs der Saison 2019/2020 zu treffen, wobei sicherzustellen ist, dass das Spieljahr 2019/2020 vorrangig zu Ende gespielt wird." 

Damit wird deutlich, dass für den Verband die Beendigung der aktuellen Saison oberste Priorität hat. Dies könnte allerdings bedeuten, dass die Spielzeit 2020/21 verkürzt gespielt oder sogar ausfallen muss. Der Vorstand befürchtet bei einem Abbruch Klagen und weitere juristische Konsequenzen. Deshalb betonte BFV-Präsident Rainer Koch bereits vor der Entscheidung im April: "Wir wollen keine Entscheidungen am grünen Tisch, sondern auf dem Rasen. Wir wollen keine Geisterspiele und keine juristische Streitigkeiten. Außerdem wollen wir nicht zwei aufeinanderfolgende Spielzeiten in den Sand setzten." Außerdem wurde in der Satzung noch Details zu Antragsfristen oder Spielgenehmigungen für Nicht-EU-Ausländer angepasst. 

Ob die Saison allerdings tatsächlich am 1. September wieder fortgesetzt werden kann, steht noch in den Sternen. Der BFV will deshalb die Clubs mit einer Vorlaufzeit von vier Wochen informieren, wann der Spielbetrieb werden aufgenommen werden kann. Derzeit tagen noch die verschiedenen "Lösungs-Arbeitsgruppen", die konkrete Regelungen für beispielsweise Spielerwechsel oder Jugendfußball erarbeiten sollen.

ma



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