Spielbetrieb soll ab dem 1. September starten

"Wollen keine Entscheidungen am grünen Tisch" - BFV will die Saison fortsetzen

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Der BFV hat in den vergangene Wochen bei über 5.600 Vereinsfunktionären ein Meinungsbild abgeholt.

Bayern - Wie geht es mit der Saison weiter? Der Bayerische Fußball-Verband hat am Freitag in einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass die aktuelle Saison ab dem 1. September fortgesetzt werden soll. Nun werden alle Vereine dazu befragt.

Update, 14.08 Uhr: Zusammenfassung der Pressekonferenz

Der Bayerische Fußball-Verband will die Saison 2019/20 nicht abbrechen und anullieren, sondern die Saison ab dem 1. September wieder fortsetzen. Das teilte der Verband in eine Pressekonferenz mit Präsident Rainer Koch und Geschäftsführer Jürgen Igelspacher mit. Aus Sicht des Verbandes sprachen zu viele Gründe gegen einen Abbruch. So wären sportliche Fragen, wie auf Auf- und Abstieg, ungeklärt geblieben. Außerdem befürchtet der BFV Streit unter den Vereinen und übervolle Ligen, sollten die Tabellenersten aufsteigen. Das größte Risiko allerdings sieht der Verband in den Haftungsfragen.  "Wir wollen keine Entscheidungen am grünen Tisch, sondern auf dem Rasen", so Koch weiter. "Wir wollen keine Geisterspiele und keine juristische Streitigkeiten." Durch eine Annullierung wären sowohl die Vereine, bei denen Sponsoren auf Rückvergütungen pochen könnten, als auch der Verband angreifbar. Vereine könnte Klagen einreichen gegen die Entscheidung und vor Gericht ziehen. Dies droht aktuell in Österreich und England, wo die zuständigen Verbände bereits einen Abbruch im Amateurfußball entschieden haben. Dies will der BFV vermeiden.

Außerdem sprachen für den BFV mehr Gründe für die Fortführung der aktuellen Saison. So hätten jetzt die Clubs Planungssicherheit, was über 80 Prozent forderten, und die sportlichen Entscheidungen werden auf dem Spielfeld getroffen. Außerdem wäre der Verband mit seinen zukünftigen Entscheidungen flexibel, sollte die Pandemie erneut ausbrechen und könnte die Fortsetzung weiter nach hinten verschieben. "Wenn wir die Saison 2019/20 abbrechen, bedeutet das nicht, dass die Saison 2020/21 definitiv gespielt werden kann", so Igelspacher. "Wir wollen nicht zwei aufeinanderfolgende Spielzeiten in den Sand setzten", betont Koch. Das Saisonfinale wird damit aller Voraussicht nach im Herbst gespielt. Außerdem haben sich bei einer Umfrage 74,3 Prozent aller Vereine in Bayern gegen eine Saisonabbruch ausgesprochen.

Wie es mit der Saison 2020/21 aussieht, ist nicht abzusehen. "Das können wir erst sagen, wenn wir wissen, wann die Saison 2019/20 beendet ist. Dies ist aufgrund der dynamischen Entwicklung der Corona-Pandemie nicht abzusehen." Der Verband will auch in dieser Entscheidung flexibel bleiben. Die Saison könnte entweder verkürzt gespielt werden oder auch komplett ausfallen. 

Bis Sonntag will der Verband nun seinen Lösungsvorschlag den Vereinen unterbreiten und sie um Zustimmung bitten. "Es gibt keine optimale Lösung. Aber aus Sicht des Verbandes ist dies der beste Lösungsvorschlag." Sollten sich die Clubs gegen diese Maßnahme aussprechen, werde es einen außerordentlichen Verbandstag geben. Dort soll der BFV-Vorstand dann einen Haftungsausschluss gegen die Abbruch-Entscheidung erhalten. Das die BFV-Spitze mit einem Rücktritt droht, lehnte Koch deutlich ab. "Es geht hier nicht um den BFV-Vorstand, sondern dass wir eine gemeinsame Lösung erarbeiten." Damit ist jetzt gewiss, dass bis mindesten 31. August kein Spiel im bayerischen Amateurfußball stattfinden wird.

Update, 13.15 Uhr: Live aus der Pressekonferenz

Die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 31. August wurde getroffen, weil des ein realistisches Datum für den Verband ist und zu diesem Zeitpunkt die Hauptferienzeit zu Ende ist. Koch betonte noch einmal: "Es gibt keine optimale Lösung. Aber aus Sicht des Verbandes ist dies der beste Lösungsvorschlag."

Update, 13.05 Uhr: Live aus der Pressekonferenz

Die Maßnahmen gelten für den Erwachsenenbereich, also sowohl für den Männer- als auch für die Frauenfußball bis in die Bayernliga. Auch im Jugendbereich wird erst ab dem 1. September wieder gespielt werden, aber hier müssen noch weitere Entscheidungen und Szenarien erarbeitet werden.

Update, 12.58 Uhr: Live aus der Pressekonferenz

Sollten die Clubs den Lösungsvorschlag des BFV nicht unterstützen, "wird es einen außerordentlichen Verbandstag geben", so BFV-Präsident Koch weiter. Für den Vorstand gibt es keine Alternativen zu dem jetzigen Vorschlag, da der Verband nicht bereit ist, für einen Abbruch die Haftung zu übernehmen. Dennoch betont Koch, dass die Meinung der Vereine wichtig für den BFV ist.

Update, 12.54 Uhr: Live aus der Pressekonferenz

Der Lösungsvorschlag, die Saison ab dem 1. September fortzusetzen, gilt nur bis zur Bayernliga, so Koch weiter. Für die Regionalliga Bayern, die eine Schnittstelle zum Profifußball ist, ist noch keine Lösung gefunden.

Update, 12.45 Uhr: Live aus der Pressekonferenz

BFV-Präsident Rainer Koch betont noch einmal, durch eine Fortsetzung der Saison die Vereine und der Verband eine größerer Sicherheit in Haftungsfragen haben. "Wir wollen keine Entscheidungen am grünen Tisch, sondern auf dem Rasen", so Koch weiter. "Wir wollen keine Geisterspiele und keine juristische Streitigkeiten."

Außerdem betont der Präsident, dass nicht nur diese sondern auch die kommende Spielzeit betroffen sein könnte. "Wir wollen nicht zwei Saison in Folge zerschissen", sagt Koch. Er bittet die Vereine dem Vorschlag des BFV um Zustimmung. 

Update 12.35 Uhr: Live aus der Pressekonferenz

Der Bayerische Fußball-Verband will die aktuelle Saison nicht abbrechen und anullieren. Die Gründe dafür sind laut dem Verband, dass sportliche Fragen ungeklärt sind und übervolle Ligen drohen. Außerdem sind dadurch Klagen zu erwarten und es besteht ein Haftungsrisiko für den BFV.

Deshalb plädiert der BFV zu einer Fortsetzung der Saison ab dem 1. September. Dadurch hätten die Vereine Planungssicherheit über einen längeren Zeitraum und zumindest eine Saison wird sportlich beendet. Diese Maßnahme will der Verband in den kommenden Tagen allen Vereinen in den kommenden Tagen vorstellen und dafür werben.

*Weitere Informationen folgen*

Erstmeldung

Die Corona-Pandemie hat auch den bayerischen Amateurfußball weiter fest im Griff. Seit dem 13. März ruht der der Spiel- und Trainingsbetrieb und diese Maßnahme kann noch bis auf Weiteres andauern, wie der Verband Anfang April mitteilte

In den vergangenen Wochen hat der BFV in mehr als 70 Videokonferenzen mit knapp 5.600 Vereinsfunktionären gesprochen und dabei die bislang beschlossenen Entscheidungen erklärt. Gleichzeitig hat der Verband die Meinungen der Clubs zur derzeitigen Lage eingeholt. So wurde beispielsweise entschieden, dass Geisterspiele im bayerischen Amateurfußball nicht stattfinden werden.

Vereine wollen mittelfristigen Planungssicherheit

Derzeit sieht alles danach aus, dass der BFV die Saison über den 30. Juni hinaus verlängern und zu Ende spielen will. Die Vereine haben gegenüber dem Verband den Wunsch nach einer mittelfristigen Planungssicherheit geäußert, wie der BFV am Donnerstag mitteilte. "Dieser Forderung trägt der BFV-Vorstand Rechnung und wird in zahlreichen Webinaren vom Freitag an bis zum Sonntag allen Vereinen in ganz Bayern ein Modell für den Spielbetrieb vorstellen, das diesem Wunsch gerecht wird, gleichzeitig aber auch rechtlich haltbar ist und dem Sinn eines fairen Wettbewerbs Rechnung trägt", so der BFV weiter. 

Am Freitag, den 17. April, ab 12 Uhr haben BFV-Präsident Rainer Koch und BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher um 12 Uhr per Videokonferenz eine Pressekonferenz anberaumt, in der dieses Modell vorgestellt wird. Auf beinschuss.de gibt es dann umgehend die Inhalte.

ma



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