BFV informiert über den Spielbetrieb

"Kein monatelanger Leerlauf" - Zusatzangebote für Erwachsenbereich werden erarbeitet

Bayern - Lange blieb es ruhig, nun fällt der BFV eine Entscheidung nach der anderen. Die Saison 2020/21 wird komplett ausfallen und im Nachwuchsbereich brechen die Jungs die Saison ab, während die Mädels fortsetzen. Der Verband lud am Montag zu einem Mediengespräch ein.

Update, 14.02 Uhr:

Auf Nachfrage wann diese möglichen Zusatzangebote veröffentlicht werden, sagt Faltenbacher, dass dies noch nicht absehbar sei. Die Themen müssten ausführlich diskutiert werden. Der Schatzmeister schätzt, dass bis Anfang Juli erste Ergebnisse vorliegen könnten. 

Update, 13.53 Uhr:

Ob die Saison am 1. September fortgesetzt werden kann, wird sich vier bis sechs Wochen davor final entscheiden. Der BFV muss sich dabei weiterhin an die Vorgaben der Politik halten.

Schatzmeister Faltenbacher möchte aktuell über die Zusatzangebote im Spielbetrieb der Erwachsenen nicht vorgreifen und eine Antwort wäre zu früh. Ein Gedankenmodell sei, ähnlich wie in der Regionalliga Bayern, ein Ligapokal oder Play-Off- bzw. Play-Down-Spiele.

Update, 13.40 Uhr:

Warum setzen die Juniorinnen die Saison dagegen fort? Sandra Hofmann, Verbands-Frauen- und Mädchenspielleiterin, erklärt, dass zahlreiche Vereine diesen Wunsch im Vorfeld geäußert hatten. Dazu ist die Angst groß, Mädels durch einen Abbruch zu verlieren, da im Mädchenfußballbereich vor allem die soziale Komponente entscheidend ist. Durch die Fortsetzung bleibt das Team im Juniorinnenbereich zusammen. Dadurch bleibt die Bindung im Team größer.

Update, 13.34 Uhr:

Florian Weißmann, Verbandsjugendleiter, sagt über die Entscheidung die Saison im Junioren-Bereich abzubrechen, dass dort vor allem Breitensport betrieben wird und es nicht so sehr um den sportlichen Wettbewerb geht. Zudem hätte eine Fortsetzung gegen den Grundsatz der Förderung verstoßen. Denn manche Jugendspieler wechseln vom Klein- ins Großfeld und dieser Wechsel wäre durch eine Fortführung um Monate nach hinten verschoben worden. Über die kommende Saison sagt Weißmann, dass diese in deutlich kleineren Spielrunden stattfinden soll und eine Spielgruppe nicht mehr als zehn Mannschaften beinhalten soll.

Update, 13.27 Uhr:

Schatzmeister Jürgen Faltenbacher betont zu Beginn über die Entscheidung der Aussetzung der Saison 2020/21, dass dadurch kein monatelanger Leerlauf entstehen soll. Nach der Beendigung der Saison 2019/20 sollen Wettbewerbe entwickelt werden, die einen sportlichen Wert darstellen sollen. Diese Modelle werden in den kommenden Wochen erarbeitet. Diese Modelle sollen flexibel sein und auf die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen in Bayern angepasst sein. Faltenbacher betont, dass bislang völlig offen ist, ob diese zusätzlichen Angebote überhaupt nötig sind.

Vorbericht

In den vergangenen Tagen hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) weitreichende Entscheidungen getroffen. So wird keine Saison 2020/21 im Erwachsenenbereich stattfinden, stattdessen soll es attraktive Zusatzangebote mit sportlichem Wert geben. Für den Großteil der Ligen im Erwachsenenbereich stehen durchschnittlich noch zwischen zehn und bis zu 17 reguläre Ligen-Spieltermine an, hinzu kommen etwaige Platzierungs- und Entscheidungsspiele. Außerdem haben etliche Vereine noch Pokalspiele zu bestreiten. Dazu kommen laut BFV noch, dass witterungsbedingt meist nur bis Mitte November gespielt werden kann und Spiele unter Woche nur in Ausnahmefällen stattfinden sollen. 

Deshalb soll zunächst die Saison 2019/20 beendet werden, weitere Zusatzangebote werden in den nächsten Wochen, auch unterschiedlich nach Region oder Termindruck einer Liga, von den Spielleitern des Verbandes zusammen mit den Vereinsvertretern der jeweiligen Arbeitsgruppen erarbeitet.

Junioren brechen Saison ab - Juniorinnen setzen Spielzeit fort

Wie am Montag, den 8. Juni, bekannt wurde, wird die Saison bei den Junioren abgebrochen. Die Abschlusstabellen werden auf Basis einer Quotientenregelung gebildet: Die bestplatzierte aufstiegsberechtigte Mannschaft und das auf einem Aufstiegsrelegationsplatz stehende Team steigen auf. Absteiger soll es nur dann geben, wenn Teams in der laufenden Saison bis dato punktlos geblieben sind. Bei den Juniorinnen dagegen soll die Spielzeit ab dem 1. September – wenn durch staatliche Vorgaben möglich – analog des Spielbetriebs bei den Herren und Frauen fortgesetzt werden.

Video-Mediengespräch des Bayerischen Fußball-Verbandes 

Der Bayerischer Fußball-Verband hat am Montag ab 13 Uhr zu einem Mediengespräch eingeladen, bei dem es um die Veränderungen des Amateurfußball-Spielbetriebs in Bayern geht. Darin informiert der Verband über die bereits getroffenen Entscheidungen, sowie den weiteren Fortgang. beinschuss.de hält euch auf dem Laufenden.

ma

Rubriklistenbild: © pixabay (Symbolbild)



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