Fortsetzung der Saison am 1. September?

Die Vereine haben abgestimmt: Klare Mehrheit für den BFV-Vorschlag

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Bayern - Die Vereine stimmten bis Sonntag 18 Uhr über den Lösungsvorschlag des BFV ab, die Saison am 1. September wieder fortzusetzen. Nun hat der Verband das Ergebnis veröffentlicht.

Update, 14.04 Uhr - Pressemeldung des BFV

Klare Zwei-Drittel-Zustimmung für den Vorstands-Vorschlag des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), die aktuell wegen der Covid-19-Pandemie unterbrochene Spielzeit 2019/20 bis zum 31. August 2020 auszusetzen und danach ab 1. September 2020 – wenn durch staatliche Vorgaben möglich – auf sportlichem Wege zu Ende zu bringen. Demnach stimmten 68,13 Prozent der Klubs, die an der BFV-Abfrage des Meinungsbildes teilgenommen hatten, für „Ja“. In absoluten Zahlen ausgedrückt haben 2.178 Vereine für den BFV-Weg votiert, 1.019 (31,87 Prozent) sprachen sich dagegen aus. Jeder am Spielbetrieb in Bayern teilnehmende Klub hatte dabei eine Stimme. Die Abstimmungsbeteiligung lag bei 73,53 Prozent. Aller Voraussicht nach wird der BFV-Vorstand an diesem Mittwochabend zusammenkommen und auch vor dem Hintergrund des Ergebnisses beraten.


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„Unser großes Dankeschön geht an alle Vereine in ganz Bayern, die in solch überragender Mehrheit mit ihrer Stimmabgabe dazu beigetragen haben, dass dieses Meinungsbild auf einem ganz festen und breiten Fundament steht. Völlig losgelöst von dem, wie jeder Verein abgestimmt hat, lebt Demokratie vom Mitmachen – und unsere Vereine haben das auch in dieser für uns alle äußerst schwierigen Lage eindrucksvoll getan. Dafür Danke!“, sagt BFV-Präsident Rainer Koch: „Die Entscheidung trifft jetzt natürlich der Vorstand als statuarisch rechtsverbindlich beschließendes Organ. Das steht ebenso außer Frage wie die Tatsache, dass wir uns nochmals sehr intensiv beraten werden. Die Zeit ist nicht einfach, weil wir wissen, dass sämtliche Lösungen im Umgang mit dieser Saison Nebenwirkungen mit sich bringen. Natürlich auch unser Weg. Wir sind aber nach wie vor davon überzeugt, dass das vorgeschlagene Modell unter Abwägung aller Fragen die bestmögliche Lösung darstellt.“

In einem wahren Webkonferenz-Marathon hatte der BFV um Präsident Rainer Koch, Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, Verbandsspielleiter Josef Janker und Geschäftsführer Jürgen Igelspacher binnen nicht einmal 45 Stunden in acht Videokonferenzen mit insgesamt 4.428 Teilnehmern den bayerischen Vereinen sein Modell ausführlich vorgestellt. Dieser Vorschlag, so die BFV-Auffassung, wird dem Wunsch der Klubs nach Planungssicherheit gerecht, gewährleistet gleichzeitig aber auch größtmögliche Flexibilität, bietet rechtliche Sicherheit in Bezug auf Haftungsfragen und trägt einem fairen Wettbewerb Rechnung. Der Vorschlag sieht vor, den kompletten Spielbetrieb bei Frauen und Männern (von der Bayernliga abwärts), Juniorinnen und Junioren im Freistaat generell bis zum 31. August weiter auszusetzen, die Saison 2019/20 danach fortzuführen und in jedem Fall regulär zu beenden. Was die Fortsetzung im Nachwuchsbereich angeht, müsse man differenzierter vorgehen, so BFV-Präsident Koch. Alle Vereine hatten online über das vorgeschlagene Modell abstimmen und so zu einem bayernweiten Meinungsbild beitragen können. Die Befragung bezog sich ausdrücklich nicht auf die Regionalliga Bayern, die an der Schnittstelle zu den Ligen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) davon abhängig ist, wie das weitere Vorgehen der 3. Liga und die Abstimmung unter den weiteren Regionalverbänden aussieht.


Pressemitteilung Bayerischer Fußball-Verband

Vorbericht

Am Freitag stellte der Bayerische Fußball-Verband ein Modell zur Fortführung des aktuell aufgrund der Covid-19-Pandemie ausgesetzten Spielbetriebs vor. Dabei soll der Amateurfußball bis zur Bayernliga bis zum 31. August pausieren und ab dem 1. September soll die bereits angefangen Saison fortgesetzt werden. Der BFV-Vorstand zeigt sich für einen Abbruch und eine Anullierung nicht bereit, da neben sportlich ungeklärten Fragen auch Klagen zu erwarten seien. "Wir wollen keine Entscheidungen am grünen Tisch, sondern auf dem Rasen", so BFV-Präsident Rainer Koch weiter. "Wir wollen keine Geisterspiele und keine juristische Streitigkeiten." Außerdem sei damit dem Wunsch der Vereine nach Planungssicherheit gerecht geworden und der Verband sei flexibler in seinen weiteren Entscheidungen.

Ergebnis wird gegen 14 Uhr erwartet

Der Verband hat am Wochenende sein Modell auch den Clubs vorgestellt. Bis Sonntag, den 19. April, 18 Uhr hatten alle Vereine in Bayern die Möglichkeit über den Lösungsvorschlag des Verbandes abzustimmen. Das Ergebnis dieser Umfrage wird voraussichtlich am Montag, den 20 April, gegen 14 Uhr veröffentlicht. Beinschuss.de hält euch hier auf dem Laufenden. "Der BFV-Vorstand wird dann wahrscheinlich am Mittwoch tagen und auch vor dem Hintergrund der Ergebnisse zum Meinungsbild seiner Vereine eine Entscheidung treffen", teilt der Verband mit.

BFV-Präsident Rainer Koch: "Gibt keine optimale Lösung"

"Es gibt keine optimale Lösung. Aber aus Sicht des Verbandes ist dies der beste Lösungsvorschlag", betonte Koch in eine Presserunde. Ob die Saison 2020/21 dann überhaupt gespielt werden kann, wird man erst sehen, wenn die Spielzeit 2019/20 beendet ist.  "Wir wollen nicht zwei aufeinanderfolgende Spielzeiten in den Sand setzten", betont Koch. Und was die Fortsetzung im Nachwuchsbereich angeht, müsse man differenzierter vorgehen, so der BFV-Präsident weiter.

*Weitere Informationen folgen*

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