Die Entscheidung ist gefallen

Einstimmiger Beschluss: BFV-Vorstand setzt die Saison bis zum 31. August aus

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Bayern - Ein Großteil der Vereine hat sich in einer Meinungsumfrage des BFV für das Modell ausgesprochen, die Saison 2019/20 ab dem 1. September fortzusetzen. Der BFV-Vorstand beschloss einstimmig, die Saison bis zum 31. August auszusetzen.

Update 12.45 Uhr - Pressemeldung des BFV

Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat nach eingehender Diskussion und intensiver Beratung sowie vor dem Hintergrund des am vergangenen Wochenende unter den Vereinen abgefragten Meinungsbildes einstimmig beschlossen, die aktuell wegen der Covid-19-Pandemie unterbrochene Spielzeit 2019/20 im Freistaat bis zum 31. August 2020 auszusetzen und danach ab 1. September 2020 – wenn durch staatliche Vorgaben möglich – auf sportlichem Wege zu Ende zu bringen.


„Wir wollen keine Geisterspiele, wir wollen keine juristischen Streitigkeiten, wir wollen den fairen Wettbewerb und Entscheidungen auf dem Platz – nicht am grünen Tisch! Da aktuell aber niemand mit Gewissheit sagen kann, ob tatsächlich ab dem 1. September 2020 wieder gespielt werden kann, brauchen wir eine Lösung mit größtmöglicher Flexibilität. Für den BFV gibt es genau aus diesem Grund auch keine Alternative zum Vorschlag, die aktuelle Saison in jedem Fall zu Ende zu spielen, sobald das wieder möglich ist“, hatte BFV-Präsident Rainer Koch bereits im Vorfeld der Entscheidung angekündigt und für den Vorstands-Vorschlag geworben: „Die Zeit ist nicht einfach, weil wir wissen, dass sämtliche Lösungen im Umgang mit dieser Saison Nebenwirkungen mit sich bringen. Natürlich auch unser Weg. Wir sind aber nach wie vor davon überzeugt, dass das vorgeschlagene Modell unter Abwägung aller Fragen die bestmögliche Lösung darstellt.“

Der Entscheidung war eine intensive Kommunikation mit den Vereinen vorausgegangen. Insgesamt hatte der BFV in den vergangenen Wochen bis zum heutigen Tag in Summe fast 10.000 bayerische Klub-Verantwortliche in mehr als 80 Web-Konferenzen persönlich zu den Auswirkungen der Pandemie auf den bayerischen Spielbetrieb informiert und letztlich auch ein Meinungsbild eingeholt. Dort stimmten 68,13 Prozent und damit über zwei Drittel der Klubs, die an der Abfrage teilgenommen hatten, für den vom Vorstand vorgeschlagenen und jetzt auch so beschlossenen Weg. In absoluten Zahlen ausgedrückt hatten 2178 Vereine für „Ja“ gestimmt, 1019 (31,87 Prozent) sprachen sich dagegen aus. Jeder am Spielbetrieb in Bayern teilnehmende Klub hatte dabei eine Stimme. Die Abstimmungsbeteiligung lag bei 73,53 Prozent.


Vertreter aus Ehrenamt, Vereinen und Hauptamt bilden Arbeitsgruppen

Mit dem jetzt gefassten Beschluss hat der Vorstand einen Prozess angestoßen, der sicherstellen soll, dass unter Berücksichtigung rechtlicher und spieltechnischer Aspekte entsprechende Anpassungen in den BFV-Statuten vorgenommen und die drängenden Fragen der Klubverantwortlichen entsprechend gelöst werden können. Der Vorstand setzt insgesamt fünf sogenannte „Lösungs-Arbeitsgruppen“ (LAG) ein, die sich um die Themenfelder „Vereinswechsel“, „Spielbetrieb Erwachsene“, „Spielbetrieb Juniorinnen und Junioren“, „Meldungen und Fristen“ sowie „Einbettung in Regularien“ kümmern. Dabei werden die Arbeitsgruppen personell mit ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern besetzt, hinzu kommen Funktionsträger mit Spielbetriebs-Erfahrung aus den Bezirken und Kreisen sowie hauptamtliches Personal aus den zuständigen Fachabteilungen der BFV-Zentrale in München. Auch Vereinsvertreter, die den Querschnitt der Mitgliedsvereine unter dem Verbandsdach abbilden, sollen gemäß dem Vorstandsbeschluss in diesen AGs mitarbeiten. Die komplette personelle Besetzung wird der BFV in der kommenden Woche veröffentlichen.

Schnellstmöglich zu fundierten Ergebnissen

„Wir haben immer klar betont, dass auch unser Weg Probleme mit sich bringen wird, die uns vor eine große Herausforderung stellen. Das wissen wir und so handeln wir jetzt“, sagt Jürgen Igelspacher. Der hauptamtliche Geschäftsführer des größten der 21 Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zeichnet für die Umsetzung des Vorstandsbeschlusses verantwortlich und hatte diesen federführend vorbereitet. Ein Stimmrecht besitzt der Jurist nicht: „Es gibt viele Fragen zu klären, unser Ziel ist es, schnellstmöglich fundiert zu Ergebnissen zu gelangen. Wir wollen und werden Antworten liefern. Wir werden aber alles feinsäuberlich abarbeiten müssen und wir werden keine Was-Wäre-Wenn-Diskussionen in der Öffentlichkeit führen. Klar ist auch, dass Gründlichkeit vor Geschwindigkeit geht. Trotzdem wollen wir möglichst rasch liefern, denn die Fragen sind drängend. Jeder will wissen, woran er ist. Und wir wollen mit unseren Antworten auch möglichst viele von denen überzeugen, die jetzt mit „Nein“ gestimmt haben. Auch wenn wir wissen, dass am Ende nicht alle jubeln werden. Wir wollen Lösungen, die der größtmöglichen Mehrheit unserer Vereine in ganz Bayern gerecht wird. Deshalb werden alle Fragen mit der Maxime angegangen, unseren Vereinen höchstmöglichen Schutz zu bieten.“

Pressemitteilung Bayerischer Fußball-Verband

Update, 12.34 Uhr - Entscheidung gefallen

Wie der Bayerische Fußball-Verband auf seiner Homepage bekannt gibt, hat der Vorstand nach intensiver Beratung einstimmig beschlossen, die unterbrochene Saison 2019/20 in Bayern bis zum 31. August auszusetzen und ab dem 1. September, wenn wieder möglich, auf sportlichem Weg zu Ende zu bringen. 

"Wir wollen keine Geisterspiele, wir wollen keine juristischen Streitigkeiten, wir wollen den fairen Wettbewerb und Entscheidungen auf dem Platz – nicht am grünen Tisch! Da aktuell aber niemand mit Gewissheit sagen kann, ob tatsächlich ab dem 1. September 2020 wieder gespielt werden kann, brauchen wir eine Lösung mit größtmöglicher Flexibilität. Für den BFV gibt es genau aus diesem Grund auch keine Alternative zum Vorschlag, die aktuelle Saison in jedem Fall zu Ende zu spielen, sobald das wieder möglich ist“, sagte BFV-Präsident Rainer Koch bereits im Vorfeld. Damit folgt der Verband dem Meinungsbild der Vereine, die am Wochenende mit einer Mehrheit von 68,13 Prozent sich für das BFV-Modell ausgesprochen haben.

Vorbericht

Der Bayerische Fußball-Verband hat vergangene Woche sein Modell zur Fortsetzung der Saison im bayerischen Amateurfußball vorgestellt. Dabei soll der Spielbetrieb von der Bayernliga bis zur C-Klasse bei den Frauen und Herren bis 31. August eingestellt bleiben. Ab dem 1. September soll dann die Saison 2019/20 zu Ende gespielt werden. Das gleiche gilt auch für den Juniorenbereich, wobei hier noch einige Aspekte auszuarbeiten sind. In der Regionalliga Bayern dagegen ist das weitere Vorgehen noch völlig offen, hier ist der Verband vom weiteren Vorgehen der 3. Liga abhängig. 

Am vergangenen Wochenende holte sich der BFV das Meinungsbild der Vereine aus den sieben Bezirken ab und warb dabei nochmals um den Lösungsvorschlag des BFV-Vorstandes. Letztlich stimmten die Vereine diesem mit einer Mehrheit von 68,13 Prozent zu. Dies dürfte ganz nach dem Geschmack des Verbandes gewesen sein. Lediglich 31,87 Prozent stimmten gegen die Fortsetzung der Saison ab September. Im Kreis Inn/Salzach sprachen sich von den 158 Vereinen, die an der Abstimmung teilgenommen haben, 75,95 Prozent für die BFV-Lösung aus, lediglich 24,05 Prozent stimmten dagegen.

BFV-Vorstand tagte am Mittwochabend

Am Mittwochabend, den 22. April, tagte der BFV-Vorstand. Dabei ging es um den weiteren Umgang mit der aktuell unterbrochenen Spielzeit 2019/20. Dabei wurde auch das eingeholte Meinungsbild in die Entscheidungen mit eingebunden. Wie der Verband mitteilte, werden die Ergebnisse der Tagung am Donnerstagmittag, den 23. April, bekannt gegeben.

ma



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