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Brannenburger Ex-Profi sieht den Wandel kritisch

Bender über den aktuellen Nachwuchs: „Die verdienen viel früher unfassbar viel Geld“

Zwei Ex-Nationalspieler in der Kreisklasse: Die Zwillinge Sven und Lars Bender (von links) kicken wieder für ihren Heimatverein TSV Brannenburg.
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Begann seine Profikarriere beim TSV 1860 München: Der gebürtige Rosenheimer Lars Bender (r.).

Im April 2007 unterzeichnete Lars Bender im zarten Alter von 18 Jahren seinen ersten Profivertrag beim TSV 1860 München. Jedoch bestritt der 33-Jährige davor bereits acht Spiele in der 2. Bundesliga. In der neuen DAZN-Dokumentation „KV – Zwischen Dorf und Fürstentum“ kritisiert Bender die Veränderungen im Nachwuchs und das viele Geld.

Rosenheim - Am vergangenen Wochenende feierte Lars Bender mit seinem TSV Brannenburg im Inntal-Derby der Kreisklasse gegen den ASV Flintsbach einen 6:1-Kantersieg und damit den Sprung an die Tabellenspitze. Nach über 400 Spiele für den TSV 1860 München und Bayer 04 Leverkusen lässt der ehemalige Nationalspieler seine Karriere zusammen mit Zwillingsbruder Sven bei seinem Heimatverein ausklingen.

Bender feierte in der Saison 2006/07 sein Profidebüt

Bender kam über die Jugend der Brannenburger im Sommer 1999 zur SpVgg Unterhaching und schloss sich drei Jahre später den Münchner Löwen an. Dort durchlief er sämtliche Jugendmannschaften und feierte in der Saison 2006/07 sein Profidebüt in der 2. Bundesliga. Am 27. November 2006 wurde er im Spiel gegen den TuS Koblenz eingewechselt.

Einen Profivertrag besaß Lars Bender damals hingegen noch nicht. Dieser wurde ihm erst knapp fünf Monate und sieben weitere Zweitliga-Spiele später vorgelegt. In den Folgejahren entwickelte sich Bender zu einer festen Größe bei den Löwen. Bereits im Alter von 19 Jahren übernahm er erstmals die Kapitänsbinde und wurde so zum jüngsten Spielführer in der Geschichte des TSV 1860.

„Für mein damaliges Gehalt würden heute nicht mal mehr A-Jugendspieler auflaufen“

In der neuen DAZN-Dokumentation „KV – Zwischen Dorf und Fürstentum“ beschreibt der Ehrenspielführer von Bayer 04 Leverkusen den Unterschied von seinem damaligen Anfangsgehalt zur heutigen Zeit: „Für das Geld, wo wir die ersten zwei Jahre 2. Bundesliga gespielt haben, da würde sich heute kaum ein A-Jugendspieler noch die Schuhbänder binden.“

Genau darin sieht Bender die Gefahr im modernen Nachwuchsfußball und bewertet diesen Wandel als äußerst kritisch. „Die verdienen viel früher unfassbar viel Geld. Das ist für den eigenen Geldbeutel unglaublich schön, auf der anderen Seite kann es auch ein zusätzlicher Ballast sein und dich charakterlich verbiegen. Und das tut es auch in vielen Fällen.“

Bender bestritt 30 Champions-League-Spiele für Bayer 04 Leverkusen

2009 endete Lars Benders Zeit bei den Münchner Löwen und er wechselte zu Bayer 04 Leverkusen. Dort bestritt er in elf Jahren über 250 Bundesligaspiele, 30 Champions-League-Spiele und war von 2015 bis 2020 Kapitän der Werkself.

Silbermedaille bei Olympia 2016 gewonnen

Zusätzlich war er ab der U17 für die Nationalmannschaft im Einsatz und bestritt 19 A-Länderspiele für Deutschland. Ein besonderes Highlight in seiner Karriere war die Teilnahme an Olympia in Brasilien. Der 33-Jährige stand in allen sechs Spielen von Beginn an auf dem Platz und holte schlussendlich die silber Medaille. Im Finale unterlag man den Gastgebern dramatisch im Elfmeterschießen.

Bender wurde vom DFB zum Co-Trainer der U15-Nationalmannschaft ernannt

Der 33-Jährige hat allerdings noch viel vor. Er will nicht nur mit dem TSV Brannenburg eine erfolgreiche Kreisklassen-Saison spielen, sondern auch im Trainer-Geschäft seinen Weg gehen. Der erste Schritt ist getan. Im Juni diesen Jahres wurde der gebürtige Rosenheimer vom DFB zum Assistenztrainer der deutschen U15-Nationalmannschaft ernannt.

gz

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