Ein Buchbacher für die Nationalelf

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Buchbach und Nationalmannschaft - Jószef Fehér

Europameisterschaft als großes Ziel

Etwa 50 Tage im Jahr muss Fußball-Regionalligist TSV Buchbach auf seinen Physiotherapeuten Jószef Fehér verzichten. Der 42-Jährige ist nämlich seit Oktober letzten Jahres auch der „Physio“ der ungarischen Nationalmannschaft.

Als der Pál Dárdai am 18. September letzten Jahres neben seinem Engagement als Cheftrainer der U15 bei Hertha BSC Berlin die Nachfolge von Attila Pintér antrat, berief der ehemalige Hertha-Profi auch den Buchbacher Physiotherapeuten in seinen Stab. „Das ist natürlich ein Traum“, so Fehér, der zusammen mit seiner Partnerin Katharina Gaigl seit zwei Jahren in Dorfen eine Praxis für Physiotherapie betreibt. „Ich habe Kathi unheimlich viel zu verdanken, ohne sie wäre ich nie so weit gekommen“, freut sich Fehér über privates und berufliches Glück.

Zusammen mit Masseur Helmut Kreuzpointer, ein Buchbacher Urgestein, kümmert sich Kathi Gaigl seit Jahren um die Buchbacher Fußballerbeine, so ist natürlich auch der Kontakt zu den Rot-Weißen zustande gekommen. Und seit letztem Herbst haben die Buchbacher immer mal wieder auch ungarische Trainingsgäste, denn Fehér behandelt in Dorfen zahlreiche Kicker aus seinem Heimatland, die nach Verletzungen seiner Künste bedürfen, um wieder auf die Beine zu kommen.

"Für mich ist das großes Glück"

An Arbeit fehlt es also nie und sollte Ungarns Nationalmannschaft, die seit 1986 bei keinem großen Turnier mehr dabei war, die EM-Qualifiaktion schaffen, wäre das sicherlich auch ein Verdienst des Buchbacher-Physiotherapeuten.

Fehér kommt wie Ungarns National-Torhüter Gábor Király - mit dem Ex-Löwen ist er zusammen aufgewachsen -  aus Szombathely, nahe Wien. In seiner aktiven Laufbahn hat er für Sopron in der 2. und 3. Liga gespielt, ehe er im Alter von 27 Jahren einen schweren Autounfall hatte, ein Jahr pausieren musste, den Anschluss aber nicht mehr geschafft hat. Schon in dieser Zeit hat er eine Ausbildung zum Masseur gemacht, als klar war, dass es mit dem Fußball nicht mehr weitergehen würde, hat er sich immer weiter fortgebildet.

Es folgten die Ausbildungen zum Physiotherapeuten und zum Sport-Physiotherapeuten bei Klaus Eder (Donaustauf), dem „Physio der Nation“. Neben diversen Fort- und Weiterbildungen wie Kinesiotaping und seinem Engagement bei der U19 des TSV 1860 München hat Fehér auch noch eine Ausbildung zum Sport-Osteopathen absolviert und kann so mit unterschiedlichsten Methoden und aus verschiedenen Blickwinkeln die Verletzungen seiner Schützlinge und Patienten behandeln. „Für mich ist das alles ein großes Glück. Ich kann meinen Traumberuf mit meiner Leidenschaft für Fußball verbinden und deswegen ist das kein Job, sondern eine echte Berufung. Und Buchbach ist wie Sechzig ein absoluter Kultverein.“

Michael Buchholz

 

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