BZL: Ein heißes Derby und eine echte Premiere

In Raubling geht es heiß her, Waldkraiburg empfängt "Lieblingsgegner"

TuS Raubling - SV DJK Kolbermoor

Es ist wieder Derby-Time, wenn der TuS Raubling den SV DJK Kolbermoor am Freitag um 19:30 Uhr zum Auftakt des 4. Spieltags der Bezirksliga Ost im Inntalstadion empfängt.

Beide Teams sind in der noch jungen Saison ungeschlagen, wobei primär Unentschieden die Bilanz beider Teams beschönigen. Lediglich dem TuS ist bisher ein Sieg gelungen, als man zum Auftakt der neuen Spielzeit beim favorisierten Landesligabasteiger in Ampfing mit 2:1 die Oberhand behielt.

Vor allem beim SV DJK Kolbermoor wird man mit dem Saisonstart etwas hinter den eigenen Erwartungen zurückliegen, auch wenn die Vorgabe nach dem Umbruch im Sommer und dem überraschenden Abgang von Spielführer und Leitfigur Franz-Xaver Pelz nach Au „nur“ ein einstelliger Tabellenplatz zum Ende der Saison ist.

Ein "Muss" für jeden Fan

Rein von der Punktausbeute könnte man in Raubling eigentlich zufrieden sein, doch bei genauerer Betrachtung wie die beiden letzten Remis zustande gekommen sind, wäre auch deutlich mehr drin gewesen. Sowohl gegen die Bayernligareserve vom SBR als auch beim Gastspiel im Münchner Osten beim SCVB hätte Raubling bei konsequenterer Spielweise und einer etwas ausgeprägteren Kaltschnäuzigkeit als Sieger vom Platz gehen können oder sogar müssen.

Personell freut man sich im Raublinger Lager vor allem über die Rückkehr des rotgesperrten Stefan Sollinger, welcher nach einer Tätigkeit im vorletzten Punkspiel der Vorsaison seine Sperre nun abgesessen hat und Trainer Pritzl in der Defensive nun wieder größere Möglichkeiten eröffnet. Weiter fehlen werden aber sicher Riesenberger und Rekofsky, welche noch verletzt bzw. im Urlaub sind.

Da Spiele zwischen Raubling und Kolbermoor in der Regel spannend, dramatisch und zu meist hoch unterhaltsam sind, ist also alles gerichtet für ein interessantes Bezirksligaderby im Inntalstadion was für jeden regionalen Fußballfan ein Muss ist.

VfL Waldkraiburg - SB Rosenheim II

Nach dem Spielausfall am letzten Dienstag kommt es am 4. Spieltag endlich zum ersten Heimspiel für den VfL, der SB DJK Rosenheim ist zu Gast im Jahnstadion. Diese Partie gab es erst am vorletzten Spieltag der Vorsaison. 2:0 konnten die Industriestädter damals gewinnen, sicherten sich somit den Klassenerhalt und schickten gleichzeitig den Sportbund in die Relegation. Diese konnten die Rosenheimer aber glücklicherweise meistern.

Der SBR hat sich in den letzten beiden Jahren zu dem absoluten Lieblingsgegner des VfL entwickelt, denn alle vier Aufeinandertreffen entschieden die Waldkraiburger für sich. Eine solche Bilanz haben sie gegen keinen anderen Gegner. Schon deshalb schauen die Verantwortlichen sehr optimistisch der Partie entgegen. Ein weiterer Grund ist die gezeigte Leistung im Derby gegen Ampfing, bei der der VfL die klar bessere Mannschaft war.

Wiedersehen mit einem alten Bekannten

Wie schon im Vorjahr steht das Spiel unter fast den gleichen Umständen, beide stehen nach den ersten Spieltagen im Tabellenkeller, wobei der VfL noch ein Spiel weniger hat. Auch der Sportbund wartet noch auf seinen ersten Sieg. Mit zwei Heimniederlagen und einem überraschenden Punktgewinn beim Derby in Raubling, sind die Rosenheimer gestartet. Im Gegensatz zum VfL kann Spielertrainer Werner Wirkner auf einen fast identischen Kader der Vorsaison zurückgreifen. Lediglich vier junge Spieler, die bis auf einen, keinen oder nur wenige Einsätze hatten, verließen die Grün-Weißen. Aber diese Woche kam dann noch der fünfte dazu – Niklas Bernwieser. Er wechselte unter der Woche zum VfL und darf gleich am Freitag gegen seine alten Kameraden ran.

Bernwieser ist mit 27 Jahren ein erfahrener Spieler, der in den letzten beiden Jahren schon 16mal Bayernligaluft schnuppern durfte. Der Außenspieler kann sowohl in der Vierer-Abwehr-Formation spielen, als auch im defensiven Mittelfeld. Für den VfL scheint der Wasserburger, der zuvor für den TSV Dorfen spielte, eine echte Verstärkung zu sein. Beim VfL ist bis auf die beiden schon bekannten, Niklas Paul und Kapitän Benny Hadzic, alles fit. Außerdem fehlen Matti Szczuka und Liviu Pantea, die aus privaten Gründen verhindert sind. Letzterer erzielte beim letzten Aufeinandertreffen beide Tore. Aber vielleicht erzielt sie ja ein anderer. Ein möglicher Kandidat wäre Gerry Kukucska, der Neuzugang aus Hessen, der erstmals spielberechtigt ist. Der „Oldie“ traf bereits in der Landesliga des Öfteren. Vielleicht ist es genau er, ein erfahrener Goalgetter, der die seit letztem Jahr anhaltende Torflaute beim VfL beendet. Los geht es im Jahnstadion um 19 Uhr.

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