Derby-Time!! Buchbach und Wacker brennen

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Im vergangenen Jahr noch ein Team, jetzt Konkurrenten: Mario Demmelbauer (r.) und Anton Bobenstetter.

Große Vorfreude auf Regionalliga-Derby in Buchbach

Runde acht in der Fußball-Regionalliga - für den TSV Buchbach und den SV Wacker Burghausen ist das Derby am Freitag um 19 Uhr in der SMR-Arena unabhängig vom Ergebnis sicherlich eines der Spiele, das in Erinnerung bleiben wird. Beide Seiten gehen mit großer Vorfreude und in Erwartung einer tollen Kulisse in die Partie. Karten gibt es aber noch an der Tageskasse.

„Das wir mit Sicherheit einen Riesenspiel“, sagt Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter und Mario Demmelbauer, in der vergangenen Saison noch die rechte Hand von Bobenstetter, freut sich ebenfalls. „Grundsätzlich ist ja immer schön in Buchbach zu spielen. Die Kulisse wird auf jeden Fall passen“, erwartet der Coach eine tolle Derbystimmung, zumal ja auch die Burghauser Fans schon bei deutlich weiteren Auswärtsfahrten ihre Treue eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben. Für den Burghauser Coach ist die Rückkehr nach Buchbach indes kein  außergewöhnliches Ereignis: „Ich hatte ein super Jahr dort, wir waren erfolgreich, aber jetzt habe ich eine andere Aufgabe. Insofern ist das Spiel in Buchbach genauso wichtig wie nächste Woche gegen Schweinfurt oder in 14 Tagen bei den Löwen. Wir müssen von Woche zu Woche an die Grenzen gehen und wir müssen von Woche zu Woche punkten.“

"Ganz andere Möglichkeiten"

Derzeit stehen die Burghauser, die drei Heimsiege verbuchen konnten, auswärts aber erst einen Zähler auf ihr Konto gebracht haben, zwei Punkte besser da als die Gastgeber. „Burghausen ist Favorit. Nicht wegen der Tabellensituation, sondern weil die Situation in Burghausen schon allein aufgrund der Vormittagseinheiten ganz andere Möglichkeiten der Trainingsgestaltung und  Steuerung zwischen Belastung und Regeneration zulässt“, erklärt Bobenstetter, der jedoch auch sagt: „Wenn wir eine Chance haben Burghausen zu schlagen, dann am Freitag. Glückwunsch an Mario, wie schnell er nach dem Abstieg und dem Umbruch eine Mannschaft geformt hat. In den nächsten Jahren wird Burghausen aufgrund der Voraussetzungen nicht mehr für uns zu schlagen sein, wahrscheinlich schon in der Rückrunde nicht mehr. Jetzt können wir aber noch mit Wille und Leidenschaft die strukturellen Vorteile Burghausens kompensieren.“

Demmelbauer kann die taktische Finesse dieser Aussagen freilich genau einschätzen, nimmt den Ball aber gerne auf: „Das wäre ja schön, wenn wir dann nicht mehr zu schlagen wären. Im Moment sind wir nur glücklich, dass wir nach der schwierigen Vorbereitung so schnell eine Mannschaft zusammenbekommen haben, die funktioniert und sich von Woche zu Woche etwas verbessert. Aber die Liga ist sehr eng, die Mannschaften, die derzeit hinten stehen, haben sich noch mal verstärkt und werden auch noch ihre Punkte machen, deswegen dürfen wir in keinem Spiel nachlassen.“

Man kennt und schätzt sich

Dass Bobenstetter einen Sieg herbeisehnt, liegt auf der Hand, grundsätzlich wäre ihm aber einen Rückkehr der Burghauser in eine Profiliga lieber: „Wir haben viele Jahre lang immer top Spieler aus Burghausen bekommen, die dort nicht erste Wahl waren. Jetzt braucht Burghausen diese Spieler selbst, so dass wir nicht mehr von der hervorragenden Ausbildung, die in Burghausen geleistet wird, profitieren. Für uns war der Abstieg von Burghausen ganz schlecht.“

Bei den Hausherren werden außer den Langzeitenverletzten Maxi Drum und Moritz Löffler alle Mann einsatzbereit sein, Maxi Knauer hat sich ja am Dienstag im Pokal eine rote Karte eingehandelt und ist deswegen gesperrt. „Knauer ist ein Schlüsselspieler, ihn können wir nur ganz schwer ersetzen“, sagt Bobenstetter, doch auf der anderen Seite fehlt Demmelbauer mit Benjamin Kindsvater auch ein ganz wichtiger Mann. Der linke Flügelflitzer kann nach seinen schweren Prellungen im Brustbereich immerhin wieder normal gehen, an einen Einsatz ist aber nicht zu denken. Auch Thomas Prinz (Probleme mit dem Sprunggelenk) und Heiko Schwarz, der nach einem Schlag im Training eine Sehnenentzündung hat, werden nicht dabei sein. Demmelbauer: Am schönsten wäre es natürlich, wenn beide Mannschaften in Bestbesetzung antreten könnten. Taktisch sind beide Teams sehr stark, jeder kennt die Stärken und Schwächen des Gegners ganz genau, deswegen entscheidet letztlich mit Sicherheit die Tagesform, können verschiedene Zweikampfsituationen Vorteile bringen oder die individuellen Fähigkeiten einzelner Spieler.“

MB. 

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