Am Dienstag kommt es zum DFB-Pokalhit

„Fühlen uns bereit“ - Schweinfurt vor dem „Spiel des Jahres“ gegen Schalke

Bereits vor zwei Jahren trafen beide Teams im DFB-Pokal aufeinander. Damals gewann der Bundesligist mit 2:0.
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Bereits vor zwei Jahren trafen beide Teams im DFB-Pokal aufeinander. Damals gewann der Bundesligist mit 2:0.

Gelsenkirchen - Nach langem Warten ist es für Schweinfurt endlich soweit: am Dienstag um 16.30 Uhr kommt es zum DFB-Pokal-Spiel gegen den Bundesligisten FC Schalke 04. „Ich traue uns absolut zu, die Partie offen zu gestalten“, sagte Schweinfurts Trainer Tobias Strobl vor dem „Spiel des Jahres“.

Nun steht dem DFB-Pokal-Spiel zwischen dem bayerischen Regionalligisten 1. FC Schweinfurt und dem FC Schalke 04 nichts mehr im Wege. Am Dienstagabend, den 3. November, um 16.30 Uhr erfolgt der Anpfiff des Nacholspiels. Erst vergangene Woche entschied das Schieds- und dann das Oberlandesgericht, dass die Meldung der Schnüdel als rechtsmäßig war und Türkgücü München damit leer ausgeht. Der Drittligist stoppte die für Anfang September angesetzte Partie kurzfristig dank eine einstweiligen Verfügung.

Das Spiel findet aufgrund der Corona-Pandemie in Gelsenkirchen statt

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage findet das „Spiel des Jahres“ für die Mannschaft von Tobias Strobl nicht in dem Rahmen statt wie erhofft. Die Partie findet in Gelsenkirchen und nicht in Schweinfurt statt, zudem sind keine Zuschauer zugelassen. Die Schnüdel sind bereits am Montag nach Gelsenkirchen gereist und absolvierten vor Kurzem noch das Abschlusstraining.

Aufgrund mehrere Spielabsagen absolvierte Schweinfurt erst ein Pflichtspiel, dabei kassierte die Strobl-Elf eine 0:2-Niederlage gegen Aschaffenburg. Für den Schnüdel-Coach aber kein Grund zur Sorge: „Auch wenn wir vorher gerne noch ein Erfolgserlebnis eingefahren hätten, fühlen wir uns bereit für das Spiel. Ich traue uns absolut zu, die Partie offen zu gestalten“, sagte Strobl gegenüber dem Bayerischen Fußball-Verband.

Schalke in der Krise: „Das Team besitzt eine hohe individuelle Qualität“

Schalke dagegen steckt in der größten Krise der Vereinsgeschichte. Die Mannschaft des neuen Trainers Manuel Baum ist seit 22 Spielen ohne Sieg und wandelt damit auf den Spuren von Tasmania Berlin, die in der Saison 1965/66 31-mal hintereinander verloren. Zudem konnten die Schalker seit zehn Heimspielen keinen Sieg in der heimischen Veltins-Arena feiern. Derzeit belegt der Bundesligist mit zwei Punkten den 17. Tabellenplatz.

„Klar ist Schalke alles andere als gut drauf. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Team eine hohe individuelle Qualität besitzt“, betont Strobl, der die Krise aber nicht nur als Vorteil sieht: „Das kann man so oder so sehen. Sie ist möglicherweise ein Vorteil, weil der Glaube an die Sensation bei uns dadurch größer wird. Die Krise kann für uns aber auch zu einem Nachteil werden. Ich bin mir sicher, dass Schalke noch nie zuvor einen Viertligagegner so ernst genommen hat wie diesmal.“

Kommt Philipp Maier zum Einsatz?

Bereits vor zwei Jahren trafen die Schnüdel in der 1. Runde des Pokals auf Schalke, damals behielt der Bundesligist beim 2:0-Auswärtssieg die Oberhand. Mit einem Erfolg im DFB-Pokal wäre Schweinfurt der vierte Regionalligist in der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals. „Es wird entscheidend sein, dass wir über die komplette Spieldauer selbstbewusst auftreten und wissen, dass wir es schaffen können“, so Strobl. Zudem wird spannend zu sehen sein, ob Schweinfurts Neuzugang Philipp Maier, der im Sommer aus Burghausen kam, gegen Schalke 04 zum Einsatz kommt.

ma

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